1wichtige Leitlinien aus dem Kodex der DFG bzgl. Forschungsprozess
- 10: rechtliche und ethische Rahmenbedingungen, Nutzungsrechte
- 11: Methoden und Standards
- 12: Dokumentation
- 13: Herstellung von öffentlichem Zugang zu Forschungsergebnissen+
- 17: Archivierung
2Forschungsdatenmanagement (FDM)
Organisation, Bewahrung und Dokumentation der Forschungsdaten (Messdaten, Infos, Texte, Fragebögen, ..)
3FAIR-Prinzipien
- Findable (Repositorien, doi)
- Accessible (Lizenzen)
- Interoperable (Zugriff nicht auf bestimmte kommerzielle Softwares beschränkt, open source softwares, gängie Dateiformate)
- Resuable (transparente, verständliche Dokumentation; Namenskonventionen)
4Abstufungen des Zugriffs auf Forschungsdaten
- 0: open data
- 1: open data/conditional access -> Standard-Lizenzverträge
- 2: restricted access -> keine Standardfälle, individualisierte Verträge
- 3: secure data -> Zugriff nur unter besonderen Sicherheitsbedingungen
--> so offen wie möglich, so restriktiv wie nötig
5Datenschutz
- Umgang mit personenbezogenen und pseudonymisierten Daten durch DSGVO geregelt
- Implikationen für Datenerhebung, Aufklärung und Einwilligung, Speicherung und Veröffentlichung sowie Verarbeitung
- ideal unmittelbare Anonymisierung -> DSGVO nicht relevant
- ggf. Beratung durch Datenschutzbeauftragte sowie Datenschutzfolgeabschätzung nötig
6Formen wissenschaftlichen Fehlverhaltens
- Forschungsprozess: Manipulation/Erfinden von Daten, Plagiate, Verstoß gegen ethische Richtlinien
- Führung und Zusammenarbeit in der Wissenschaft: Fehlverhalten rund um Autorenschaften, Ideenklau, Mobbing oder Belästigung am Arbeitsplatz
- Formal: alle Verstöße gegen Leitlinien des Kodex der DFG und gegen fachspezifische Richtlinien
7Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten
- Anlaufstellen bei Verdacht oder Beobachtung: DFG, Ombudspersonen an Forschungseinrichtungen oder der DGPs
- Ombudspersonen: Beratung zur Klärung des Verdachts, handeln überparteilich und vermittelnd
8Relevanz guter Wissenschaftskommunikation
- Vertrauen in die Wissenschaft
- öffentliches Interesse an wissenschaftlichen Erkenntnissen
- wissenschaftlicher Prozess wird nicht von allen verstanden
- Fehl- und Desinformationen besonders in sozialen Netzwerken weit verbreitet
9Gütekriterien Wissenschaftskommunikation
- Faktentreu
- verständlich
- unabhängig
- selbstreflektiv und -kritisch
- macht Limitierungen sichtbar
10False Balancing
- in "ausgewogener" Berichterstattung werden gegensätzliche Meinungen gleich repräsentiert
- in Wahrheit: eine Meinung als Konsens/Mehrheitsmeinung, andere eine Einzelmeinung
- Einzelmeinung unverhältnismäßig überrepräsentiert -> Eindruck von Balance entsteht
11unseriöse Wissenschaftskommunikation erkennen
- Pseudo.-Experten
- Logik-Fehler
- Unerfüllbare Erwartungen
- Rosinen-Pickerei
- Verschwörungs-Mythen