1Dust-Bowl-Syndrom
- Symptome des Syndroms:
- gekennzeichnet durch:
- durch industrielle Landwirtschaft hervorgerufene Bodendegradation
- Ursache für Umweltschädigungen durch nicht nachhaltige Nutzung von landwirtschaftlicher Fläche unter hohem Energie-, Kapital- und Technikeinsatz
- Symptome des Syndroms:
- Bodenerosion
- Bodenverdichtung
- Verlust biologischer Vielfalt
- Kontamination von Luft & Wasser
—> Da Landwirtschaft größtmöglichen Gewinn aus Fläche holen will
- gekennzeichnet durch
- Minimierung des Arbeitsaufwandes
- durch maschinellen Einsatz
- Ertrags- und Leistungsmaximierung
- Monokulturen leistungsfähiger Pflanzensorten
- Massentierhaltung
- hohe Gaben von Agrarchemikalien
- intensiver Einsatz von Futtermitteln
- intensive Bewässerung
- Ursprünglich im Bereich von Gunstböden (fruchtbar & geeignet)
- Mittlerweile aber auch in Lateinamerika, Ostafrika, im Nahen Osten und Südasien
- verfügen nicht über Gunstböden
—> Dust-Bowl-Syndrom umfasst auch den vergleichbaren Umgang mit der Forstwirtschaft
- Pflanzung und nachfolgend Kahlschlag schnellwachsender, geklonter Monokulturen
- ohne Rücksicht auf Verluste des Bodens oder der Biodiversität
—> und auch Hydrosphäre
2Urban Gardening
- Ziele
- Formen
- Vorteile
- Herausforderungen
- Beitrag zur Nachhaltigkeit
- Urbane Landwirtschaft in Städten zur Produktion von Nahrungsmitteln
- Ziele:
- Förderung lokaler Nahrungsmittelproduktion
- Verbesserung der Lebensqualität in Städten
- Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
- Erhöhung der Biodiversität im urbanen Raum
- Formen:
- Gemeinschaftsgärten auf öffentlichen Flächen
- Dachgärten und vertikale Gärten
- Balkongärten in Wohnungen
- Urbane Aquaponik-Systeme
- Brachflächennutzung
- Vorteile:
- Kurze Transportwege (reduzierter CO₂-Ausstoß)
- Frische, lokale Produkte
- Bildungsmöglichkeiten über Nahrungsmittelproduktion
- Verbesserung des Stadtklimas
- Soziale Integration und Gemeinschaftsbildung
- Erhöhung der Grünflächen in Städten
- Herausforderungen:
- Begrenzte Flächen in dicht besiedelten Gebieten
- Bodenkontamination in Städten
- Wasserverfügbarkeit
- Rechtliche und administrative Hürden
- Begrenzter Ertrag im Vergleich zu konventioneller Landwirtschaft
- Beitrag zur Nachhaltigkeit:
- Förderung der Kreislaufwirtschaft (Kompostierung)
- Reduktion der Abhängigkeit von globalen Lieferketten
- Sensibilisierung für nachhaltige Ernährung
3nachhaltige Nutzungsformen = Permakultur
- Nachhaltiges System basierend auf natürlichen Ökosystemen
- Mischkulturen, mehrschichtige Bepflanzung, Kreisläufe
- Vorteile: Langfristige Bodenfruchtbarkeit, hohe Biodiversität
4nachhaltige Nutzungsformen = Agroforstwirtschaft
- Kombination von Landwirtschaft und Forstwirtschaft
- Bäume zwischen/mit Nutzpflanzen oder Weidetieren
- Vorteile: Erosionsschutz, CO₂-Speicherung, Biodiversität
5nachhaltige Nutzungsformen = Ökologischer Landbau
- Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide und Mineraldünger
- Fruchtfolge, Gründüngung, biologischer Pflanzenschutz
- Vorteile: Grundwasser- und Bodenschutz, geringere Umweltbelastung
6nachhaltige Nutzungsformen = Präzisionslandwirtschaft
- Technologiegestützte, standortspezifische Bewirtschaftung
- GPS, Drohnen, Sensoren, KI für optimierte Ressourcennutzung
- Vorteile: Reduktion von Dünger/Pestiziden um bis zu 30%
7nachhaltige Nutzungsformen = Regenerative Landwirtschaft
- Ziel: Aktive Verbesserung von Ökosystemen
- Minimale Bodenbearbeitung, permanente Bodenbedeckung, Integration von Tieren
- Vorteile: Humusaufbau, CO₂-Bindung, Bodenregeneration
8Konventioneller vs. ökologischer Landbau
Konventionell: hohe Produktivität, Spezialisierung, wachsende Betriebsgrößen,
Kritik: Umweltbelastung & Biodiversitätsverlust;
Ökologisch: naturnaher Anbau, Urban Gardening als Gegenmodell, geringere Erträge aber nachhaltig
9Globalisierung (Überblick)
Zunehmende weltweite Verflechtung in Wirtschaft, Handel, Kultur & Technologie
bringt Chancen:
- Wirtschaftswachstum und günstigere Preise
- Technologietransfer und Innovation
- Arbeitsplätze in Schwellenländern
- günstigere Preise durch internationalen Wettbewerb
- besseres/ qualitativeres Angebot
- (kultureller Austausch)
birgt Risiken:
- wachsende globale Disparitäten
- Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen
- Umweltbelastung durch globale Produktionsketten
- Abhängigkeit von globalen Lieferketten
- Rohstoffarmut & schlechte terms-of-trade für Entwicklungsländer
10Globale Disparitäten
Ungleiche wirtschaftliche Entwicklung zwischen Zentrum (reiche Industrieländer) und Peripherie (globaler Süden)
- Rohstoffexportländer erzielen niedrige BIP-Wachstumsraten durch ungünstige terms-of-trade
11Entwicklungstheorien (Überblick)
Zwei konkurrierende Erklärungsmodelle warum Länder arm / reich sind: 1. Modernisierungstheorie 2. Dependenztheorie – beide liefern unterschiedliche Strategieempfehlungen
12Modernisierungstheorie
Unterentwicklung als inneres Problem eines Landes (fehlende Kapitalbildung, Technologie, Institutionen)
Lösung:
-Anpassung an westliche Entwicklungsmodelle, Industrialisierung, Integration in den Weltmarkt
- Ein nachahmen des Wachstums des globalen Nordens
13Dependenztheorie
Unterentwicklung von Entwicklungsländern wird beschrieben.
Schuld seien exogene Faktoren:
- lang anhaltende Abhängigkeit von Industrieländern aus kolonialer Zeit
- Die Weltwirtschaft ist hierarchisch gegliedert. Industrieländer (Zentrum) beuten Entwicklungsländer (Peripherie) aus, indem sie Rohstoffe billig importieren und teure Fertigprodukte exportieren.
- Zentrum-Peripherie-Modell
Handlungsoptionen:
- Entwicklungsländer werden als gleichwertige Handelspartner behandelt
- Abkopplung vom Weltmarkt, damit EL nicht in Konkurrenz steht
14Zentrum-Peripherie-Modell
Beschreibt die strukturelle Ungleichheit zwischen wirtschaftlich starkem Zentrum und abhängiger Peripherie – Polarisationsumkehrmodell zeigt Möglichkeit der Entwicklung durch Milderung & Abbau von Disparitäten
15Modell der Polarisationsumkehr
beschreibt, wie die Disparitäten im Zentrum-Peripherie-Modell abgebaut werden können
- besteht aus 5 Phasen:
- Räumliche Konzentration
- Intraregionale Dezentralisation
- Interregionale Dezentralisation
- Subintraregionale Dezentralisation
- stabiles urbanes Hierachiesystem
16Phase 1 - Räumliche Konzentration
- Unterstützung des Oberzentrums, durch ausländische Direktinvestitionen
17Phase 2 - Intraregionale Dezentralisation
- Innovationsdiffusion
- dadurch entstehen Mittelzentren
- Unterstützung des Oberzentrums durch ADIs
18Phase 3 - Intraregionale Dezentralisation
- Zuzug und lokale Investitionen in Mittelzentren
- Unterstützung des Oberzentrums durch ADIs
19Phase 4 - Sub-intraregionale Dezentralisation
- Mittelzentren wachsen zu Oberzentren
- Neue Innovationsdiffusion
- dadurch enstehen neue Mittelzentren
20Phase 5 - stabiles urbanes Hierachiesystem
- pro Kopf Einkommen fast vollständig ausgeglichen
- peripheres Gebiet vollständig durch Hinterland & Siedlungen besiedelt
21Entwicklungsstrategien
Zwei Hauptstrategien: 1. Importsubstitution = eigene Industrie aufbauen, Importe durch heimische Produkte ersetzen 2. Exportdiversifizierung = Exportpalette verbreitern, um Rohstoffabhängigkeit zu reduzieren
22Sektorenstruktur
Primärsektor - Landwirtschaft --> Hoher Anteil = geringe Entwicklung
Sekundärsektor --> wachsender Anteil --> Industrialisierung
Tertiärsektor --> hoher Anteil --> höhere Entwicklung
23Einordnen des Entwicklungsstandes
1. Haben typischerweise einen hohen Anteil des Primärsektors
BIP (pro Kopf):
- Eigenschaft: wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes
-Problem: Keine Berücksichtigung der Einkommensverteilung
HDI:
- Zusammengesetzter Indikator aus:
- Lebenserwartung, Bildung (alphabetisierungsrate, Schulbesuchsdauer), BIP pro Kopf, Werte zwischen 0 und 1 (höher = entwickelter)
HPI:
- Zusammengesetzter Indikator aus:
- Lebenserwartung, Lebenszufriedenheit,- ökologischer Fußabdruck
LDC:
- Liste aus den niedrigsten entwickelten Ländern:
- niedriges Pro-Kopf-Einkommen
- hohe wirtschaftliche Vulnerabilität
- schwache Human Assets
- gesammelte Kenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen, die zur Wertschöpfung einer Firma/ Landes beitragen
24joint Ventures
Unternehmen (globaler Norden) kooperiert (partnert) mit Unternehmen (globaler Süden)
globaler Norden: generiert: neuen Absatzmarkt & billige Produktion
globaler Süden: profitifitiert mit Arbeitsplätzen, Technologie/Investitionen = wirtschaftlichem Wachstum
25Nationale- und Sonderwirtschaftszone
Nationale Zone:
Wirtschaftsstandort <--> nationaler Markt
Sonderwirtschaftszone:
internationaler Markt <--> Wirtschaftsstandort <--> nationaler Markt
- In der Zone gelten spezielle Gesetzte und Vorschriften
- senken bürokratische Hürden
- Anlockung von ADIs
- Förderung des Exports
- Schaffung von Arbeitsplätzen / ankurbeln der Wirtschaft
- Testgebiet für neue Reformen (Pilotfunktion)
beispiele
steuerfreigebiete / Zollfreigebiete
Exportproduktionszonen -> Konzentration auf den Export
26Agenda 2030 & 5 P's
Die Agenda 2030 ist ein globaler Aktionsplan der Vereinten Nationen, der durch 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) weltweit eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich stabile Zukunft für alle Menschen sichern soll
Die Handlungsleitenden Perspektiven:
1. People 2. Planet 3. Prosperity (Wohlstand) 4. Peace (Frieden) 5. Partnership
27globale wirtschaftliche Integration
1. Handelsintegration
2. Finanzielle Integration
3. Bildung und Technologie
281. Handelsintegration
1. Handelsbilanz
Verhältnis von Exporten zu Importen
positive Handelsbilanz = mehr Exportgewinn als Importverlust
= Import ist gößer als Export
2. Globale Einbindung
Entwicklungsländer konkurrenzfähig auf dem globalen Markt machen
292. Finanzielle Integration
1. Entwicklungshilfen
2. Schuldenerlass
- Für hoch verschuldete Länder werden teilweise Schulden erlassen, damit das Geld in ihre Wirtschaft
3. ADI's
- Direktinvestition für ein, im globalen Norden, ansässiges Unternehmen in ein Land des globalen Südens
30Multinationale Unternehmen
sind
große Konzerne mit Hauptsitz in einem Land, die Tochtergesellschaften, Produktionsstätten und Vertriebseinrichtungen in mehreren anderen Ländern unterhalten