8. Mutation, Reparatur und Rekombination

37 flashcardsby Jennifer
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1
Punktmutation
Austausch/ Umwandlung von Basen an einzelnen Positionen der DNA

> Transition und Transversion
2
Transition
> Punktmutation
> Purinbasen wird durch andere Purinbasen ersetzt
oder
> Pyrimidinbase wird durch andere Pyrimidinbase ersetzt
3
Transversion
> Punktmutation
> Purinbase wird durch Pyrimidinbase ersetzt
oder
> Pyrimidinbase wird durch Purinbasen ersetzt
4
Indels
Insertion oder Deletion weniger Basenpaare in der DNA
5
Folgen von Punkt- oder Indelmutationen im NICHT-kodierenden Bereichen.
> Proteinbindestellen können verloren gehen
6
Synonyme Mutation
> Basentausch führt zu keiner Änderung der Proteinsequenz
= Stille Mutation
7
Nicht-synonyme Mutation
> Ein Basenaustausch führt zur Änderung der Aminosäuren
=Missense Mutation
8
Nonsense-Mutation
> Basenaustausch führen zu einem Stopcodon, an der die Translation stoppt
9
Leserahmen Mutation
> Nukleotid-Insertionen oder -Deletionen führen zu einer Verschiebung des Leserahmens und der Bildung einer komplett anderen Aminosäuresequenz
10
Wie erzeugen Mutagene Punktmutationen
> Basen ersetzten (Basenanaloga)
> Basen verändern (Alkylierende Agenzien
> Basen zerstören
11
Basenanaloga Wirkung und Beispiel
> werden wie bestimmte Basen eingebaut, paaren aber anders
> 5-Bromo-Uracil (5-BU), 2-Aminopurin (2-AP)
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5-Bromo-Uracil 5-BU
> ist ein Basenanaloga
> wird wie Thymin eingebaut paart aber mit Guanin
> führt zu Transitionen
13
2-Aminopurin (2-AP)
> ist ein Basenaloga
> wird eingebaut wie Adenin, paart aber mit Cytosin
> führt zu Transitionen
14
Alkylierende Agenzien Wirkung und Beispiel
> ändern das Paarungsverhalten von Basen durch Alkylierung
Bsp. EMS (Ethyl-Methan-Sulfonat)
15
Ethyl-Methan-Sulfon EMS
> Alkylierende Agenzien
> Alkyliert Guanin
> O-6-Ethyl-Guanin paart mit Thymin statt Cytosin
> führt zu Transitionen
16
Interkalierende Agenzien Wirkung und Beispiel
> Verursachen Insertionen oder Deletionen
> Bsp. Proflavin
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Proflavin
> schiebt sich zwischen Basenpaare in der DNA
> Dehnung der DNA Doppelhelix
> es entstehen Fehler bei der Replikation
> interkalierend
18
SOS-Reperatur
> durch fehlen von Basen oder falsche Basenähnliche Strukturen bauen fehlertolerante Polymerasen eine zufällige Base ein (25% Wahrscheinlichkeit dass es richtig ist)
> besser irgendeins als gar keins

> Zerstörung z.B. durch UV-Strahlung oder Aflatoxin B1
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Was sind Mutationen
Mutationen sind bleibende Veränderungen in der Nukleotidfolge in der DNA. Sie entstehen während der Replikation, durch Fehlpaarung oder fehlerhaften Einbau.
20
Salvador Luria und Max Delbrück
> Fluktuationstest (1943)
> Experiment mit Phagenresistenten E.coli
> Entstehen Mutationen spontan oder durch Umweltbedingungen
-> Mutationen entstehen spontan
21
Wie entstehen spontane Mutationen?
> Fehler bei der Replikation (Einbau falscher Nukleotide, Indels, große Deletionen oder Verdopplungen)
> durch Depurinierung und Deaminierung von Basen
> Oxidative Schäden an Basen
22
Deaminierung von Basen
durch Deaminierung entstehen anders paarende Basen
23
Beispiel für Oxidative Schäden an Basen
Guanin wird zu 8-oxo-dG paart mit Adenin statt mit Cytosin
> Transversion
24
Führt jeder Schaden zu einer Mutation?
> Nein, die meisten Fehler werden behoben
25
Fehlerfreie Reperatur
> Chemische Reperatur der Geschädigten Base
oder
> Abbau der Geschädigten DNA und Neu Synthese auf Grundlage eines existierenden Matritzenstranges
26
Photolyase
> direkte Umkehr eines eingebauten Schadens
=> Direkte Reparatur des Schadens, lange vor der Replikation
> Die Photolyase kann UV-induzierte Pyrimidin-Dimere mit Hilfe von sichtbarem Licht auflösen
27
Basen- oder Nukleotid-Exzisions-Reperatur BER
> Base oder Nukleotid wird ausgeschnitten und Fehler behoben
28
Entfernung eines einzelsträngigen DNA-Segmentes und Neusynthese
> Sequenz wird ausgeschnitten und neu synthetisiert
29
Basenexzisionsreparatur (BER) Ablauf
> kann z.B. eine Deaminierung von Cytosin zu Uracil repariert werden

(1) Uracilglycosylase entfernt Uracil aus DNA, es entsteht eine apyrimidinische Stelle
(2) AP Endonuclease schneidet das Zucker-Phosphat heraus
(3) Deoxyribophosphodiesterase entfernt weitere Nukleotide
(4) DNA Polymerase füllt die Lücke mit neuem Strang auf Grundlage des Gegenstranges
(5) DNA Ligase verknüpft das DNA Rückgrat
30
Nukleotidexzisionsreparatur (NER)
> können nicht-passende Basenpaare (z.B. Thymidin-Dimere) identifizieren und ersetzen

(1) uvrABC Exonuklease entfernt ein 12-Nukleotid Fragment um den Fehler herum

(2) DNA Polymerase I füllt die Lücke mit neuem Strang auf Grundlage des Gegenstranges

(3) DNA Ligase verknüpft das DNA Rückgrat
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Fehlpaarungs Reperatur / Mismatch repair
> beseitigt Fehler die während der Replikation eingebaut wurden
> nur der Fehler im neusynthetisierten Strang wird repariert

> in E. coli wird dieser Strang durch die noch fehlende Methylierung erkannt.
> In Hefe folgt die Mismatch-Reparatur-Maschinerie direkt der Replikationsgabel
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Wie können Doppelstrangbrüche repariert werden?
> Nichthomologe Endverknüpfung (fehleranfällig)
oder
> Homologe Rekombination (ziemlich genau)
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Nichthomologe Endverknüpfung NHEJ
> fehleranfällig
> wird in sich-nicht-replizierenden Zellen verwendet
34
Homologe Rekombination
> Anwesenheit eines homologen Chromosoms wesentlich
> wird in sich teilenden Zellen verwendet
> fehlerfrei
> Rad51 ist ein Rec Homolog
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Homologe Rekombination bei der Meiose (Crossover)
> Während des Crossovers wird die DNA in beiden homologen Chromatiden an der gleichen Stelle gebrochen
> die Stränge werden getauscht und wieder verknüpft, ohne dass Information verloren geht oder dazukommt
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Welche der Fehlermechanismen führt meistens zu Transitionen?
  • Die Zugabe von EMS
  • Das Basenanaloga 5-BU
  • Die Anwesenheit von Proflavin
  • Das Oxidationsprodukt 8-oxo-dG
  • Die spontane Deaminierung von Cytosin
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Welche der Mechanismen gehört zu den fehlerfreien Reparaturmechanismen?
  • Nicht-Homologe Endverknüpfung (NHEJ)
  • SOS-Reparatur
  • Basenexzisionsreparatur
  • Fehlpaarungsreparatur
  • Homologe Rekombination
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