1Punktmutation
Austausch/ Umwandlung von Basen an einzelnen Positionen der DNA
> Transition und Transversion
2Transition
> Punktmutation
> Purinbasen wird durch andere Purinbasen ersetzt
oder
> Pyrimidinbase wird durch andere Pyrimidinbase ersetzt
3Transversion
> Punktmutation
> Purinbase wird durch Pyrimidinbase ersetzt
oder
> Pyrimidinbase wird durch Purinbasen ersetzt
4Indels
Insertion oder Deletion weniger Basenpaare in der DNA
5Folgen von Punkt- oder Indelmutationen im NICHT-kodierenden Bereichen.
> Proteinbindestellen können verloren gehen
6Synonyme Mutation
> Basentausch führt zu keiner Änderung der Proteinsequenz
= Stille Mutation

7Nicht-synonyme Mutation
> Ein Basenaustausch führt zur Änderung der Aminosäuren
=Missense Mutation

8Nonsense-Mutation
> Basenaustausch führen zu einem Stopcodon, an der die Translation stoppt

9Leserahmen Mutation
> Nukleotid-Insertionen oder -Deletionen führen zu einer Verschiebung des Leserahmens und der Bildung einer komplett anderen Aminosäuresequenz

10Wie erzeugen Mutagene Punktmutationen
> Basen ersetzten (Basenanaloga)
> Basen verändern (Alkylierende Agenzien
> Basen zerstören
11Basenanaloga Wirkung und Beispiel
> werden wie bestimmte Basen eingebaut, paaren aber anders
> 5-Bromo-Uracil (5-BU), 2-Aminopurin (2-AP)
125-Bromo-Uracil 5-BU
> ist ein Basenanaloga
> wird wie Thymin eingebaut paart aber mit Guanin
> führt zu Transitionen

132-Aminopurin (2-AP)
> ist ein Basenaloga
> wird eingebaut wie Adenin, paart aber mit Cytosin
> führt zu Transitionen

14Alkylierende Agenzien Wirkung und Beispiel
> ändern das Paarungsverhalten von Basen durch Alkylierung
Bsp. EMS (Ethyl-Methan-Sulfonat)

15Ethyl-Methan-Sulfon EMS
> Alkylierende Agenzien
> Alkyliert Guanin
> O-6-Ethyl-Guanin paart mit Thymin statt Cytosin
> führt zu Transitionen

16Interkalierende Agenzien Wirkung und Beispiel
> Verursachen Insertionen oder Deletionen
> Bsp. Proflavin
17Proflavin
> schiebt sich zwischen Basenpaare in der DNA
> Dehnung der DNA Doppelhelix
> es entstehen Fehler bei der Replikation
> interkalierend

18SOS-Reperatur
> durch fehlen von Basen oder falsche Basenähnliche Strukturen bauen fehlertolerante Polymerasen eine zufällige Base ein (25% Wahrscheinlichkeit dass es richtig ist)
> besser irgendeins als gar keins
> Zerstörung z.B. durch UV-Strahlung oder Aflatoxin B1
19Was sind Mutationen
Mutationen sind bleibende Veränderungen in der Nukleotidfolge in der DNA. Sie entstehen während der Replikation, durch Fehlpaarung oder fehlerhaften Einbau.
20Salvador Luria und Max Delbrück
> Fluktuationstest (1943)
> Experiment mit Phagenresistenten E.coli
> Entstehen Mutationen spontan oder durch Umweltbedingungen
-> Mutationen entstehen spontan
21Wie entstehen spontane Mutationen?
> Fehler bei der Replikation (Einbau falscher Nukleotide, Indels, große Deletionen oder Verdopplungen)
> durch Depurinierung und Deaminierung von Basen
> Oxidative Schäden an Basen
22Deaminierung von Basen
durch Deaminierung entstehen anders paarende Basen

23Beispiel für Oxidative Schäden an Basen
Guanin wird zu 8-oxo-dG paart mit Adenin statt mit Cytosin
> Transversion

24Führt jeder Schaden zu einer Mutation?
> Nein, die meisten Fehler werden behoben
25Fehlerfreie Reperatur
> Chemische Reperatur der Geschädigten Base
oder
> Abbau der Geschädigten DNA und Neu Synthese auf Grundlage eines existierenden Matritzenstranges
26Photolyase
> direkte Umkehr eines eingebauten Schadens
=> Direkte Reparatur des Schadens, lange vor der Replikation
> Die Photolyase kann UV-induzierte Pyrimidin-Dimere mit Hilfe von sichtbarem Licht auflösen

27Basen- oder Nukleotid-Exzisions-Reperatur BER
> Base oder Nukleotid wird ausgeschnitten und Fehler behoben

28Entfernung eines einzelsträngigen DNA-Segmentes und Neusynthese
> Sequenz wird ausgeschnitten und neu synthetisiert

29Basenexzisionsreparatur (BER) Ablauf
> kann z.B. eine Deaminierung von Cytosin zu Uracil repariert werden
(1) Uracilglycosylase entfernt Uracil aus DNA, es entsteht eine apyrimidinische Stelle
(2) AP Endonuclease schneidet das Zucker-Phosphat heraus
(3) Deoxyribophosphodiesterase entfernt weitere Nukleotide
(4) DNA Polymerase füllt die Lücke mit neuem Strang auf Grundlage des Gegenstranges
(5) DNA Ligase verknüpft das DNA Rückgrat

30Nukleotidexzisionsreparatur (NER)
> können nicht-passende Basenpaare (z.B. Thymidin-Dimere) identifizieren und ersetzen
(1) uvrABC Exonuklease
entfernt ein 12-Nukleotid Fragment um den Fehler herum
(2) DNA Polymerase I füllt die Lücke mit neuem Strang auf Grundlage des Gegenstranges
(3) DNA Ligase verknüpft das DNA Rückgrat

31Fehlpaarungs Reperatur / Mismatch repair
> beseitigt Fehler die während der Replikation eingebaut wurden
> nur der Fehler im neusynthetisierten Strang wird repariert
> in E. coli wird dieser Strang durch die noch fehlende Methylierung erkannt.
> In Hefe folgt die Mismatch-Reparatur-Maschinerie direkt der Replikationsgabel
32Wie können Doppelstrangbrüche repariert werden?
> Nichthomologe Endverknüpfung (fehleranfällig)
oder
> Homologe Rekombination
(ziemlich genau)
33Nichthomologe Endverknüpfung NHEJ
> fehleranfällig
> wird in sich-nicht-replizierenden Zellen verwendet

34Homologe Rekombination
> Anwesenheit eines homologen Chromosoms wesentlich
> wird in sich teilenden Zellen verwendet
> fehlerfrei
> Rad51 ist ein Rec Homolog

35Homologe Rekombination bei der Meiose (Crossover)
> Während des Crossovers wird die DNA in beiden homologen Chromatiden an der gleichen Stelle gebrochen
> die Stränge werden getauscht und wieder verknüpft, ohne dass Information verloren geht oder dazukommt

36Welche der Fehlermechanismen führt meistens zu Transitionen?
- Die Zugabe von EMS
- Das Basenanaloga 5-BU
- Die Anwesenheit von Proflavin
- Das Oxidationsprodukt 8-oxo-dG
- Die spontane Deaminierung von Cytosin
37Welche der Mechanismen gehört zu den fehlerfreien Reparaturmechanismen?
- Nicht-Homologe Endverknüpfung (NHEJ)
- SOS-Reparatur
- Basenexzisionsreparatur
- Fehlpaarungsreparatur
- Homologe Rekombination