1Was versteht man unter Lernen?
Lernen ist die Aneignung eines Lerngegenstandes wodurch langfristig Einstellungen und Verhaltensweisen verändert werden.
2Welche Lernvoraussetzungen sind hilfreich?
Praktische Begabung, Intelligenz, Motivation, Konzentrationsfähigkeit
3Wie siht eine typische Lernsituation aus?
Auszubildender und Ausbilder beschäftigen sich mit einen Lerngegenstand (Lerndreieck)
4Welche Lernarten unterscheidet man?
Geplantes Lernen und zufälliges Lernen, theoretisches Lernen und praktisches Lernen, bewusstes und unbewusstes Lernen
5Was bedeutet Lernkompetenz?
Die Auszubildenden sollen zu selbst gesteuertem Lernen befähigt werden. Zum selbständigen Planen, Durchführen und Kintrollieren eines Auftrages
6Was sind Ditaktische Prinzipien?
Das sind Grundsätze die das Lernen und Unterweisen betreffen.
7Welche didaktische Prinzipien sollten in der Ausbildung beachtet werden?
Die Anwendung der Prinzipien der Altersgerechtigkeit, der Zielklarheit, der Anschaulichkeit, der Praxisnähe, der Förderung der aktivitäten, der Erfolgssicherung und des handlungsorientierten Lernens sind für die erfolge notwendig.
8In welcher Form findet Differenzierung beim Lernen statt?
Differenzierung bedeutet unterschiedliche Behandlung einer Gruppe, die der individuellen Leistung der Auszubildenden entspricht.
9Was verstehtman unter Individualiesierung?
Hierbei werden alle Lerlinge nach unterschiedlichen Bedürfnissen gefördert.
10Welche Aktionsformen unterscheidet man in der Ausbildung?
Die Aktionsformen sind: Vormachen, zeigen, erklären, vorführen, anerkennen und Fragen stellen
11Welche Sozialformen gibt es?
Es gibt Einzelarbeit, Gruppenarbeit oder Frontalunterricht
12Wie kann ein Lernprozess ausgelöst werden?
mit der Drei-Stuffen-Methode: Auszubildende werden vorbereitet, setzten sich mit dem Lerngegenstand auseinander und festigen das Erlernte durch Üben.
13Weshalb werden Lernziele formuliert?
um die Unterweisung zu strucktuieren, jedem Lernschritt zu Kontrollieren. Lernziele beschreiben die erwerbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
14Was versteht man unter einem Lernziel?
Ein Lernziel beschreibt ein beobachtbares Endverhalten, das durch das Lernen in der Ausbildung erreucht werden soll
15Welche Lernzielbereiche gibt es?
Man unterscheidet den kognitiven, psychomotorischen, affektiven und sozial-kommunikative Lernziele
16Was beschreibt kognitive Lernziele?
Sie beschreiben den Lernbereich Wissen, Verstehen, Erklären und Begründen
17Worauf beziht sich psychomotorische Lernziele?
auf körperliches Handeln und manuelle Tätigkeiten
18Was sind affektive Lernziele?
Sie beschreiben Empfindungen, Einstellungen, Haltungen, Behutsamkeit und Achtsamkeit
19Was sind sozial-kommunikative Ziele?
Sie beschreiben die Fähigkeit sich mit anderen auszutauschen und zu kooperieren
20Wie werden Ziele nach dem Grad der Genauigkeit unterschieden?
Leitziele, Richtziele, Grobeziele, Feinziele
21Welche Lernzielniveaus unterscheidet man? (Anspruchsniveau)
Reproduktion > einfachgelerntes wiederhollt, Reorganisation > wird mit eigenen Worten wiedergegeben, Übertragung (Transfer) > auf ähnliche Aufgaben übertragen, Neuleistung > weiter entwickelt und problemlösend eingesetzt
22Eine weitere Darstellung unterschiedlicher Anspruchniveaus:
Die Reihenfolge vim Leichten zu Schweren lautet: Faktenwissen, Kenntnisse über Verfahren, Problemlösungstrategien, Kenntnisse zur Analyse und Bewertug
23Was beinhaltet eine Lernzielbeschreibung ?
Sie beschreibt das Endverhalten, das durch das Lernen erreicht wird, unter welchen Bedinungen gelernt wird und wie der Lernerfolg kontrolliert werden kann
24Was ist bei der Auswahl der Lernziele zu beachten?
Sie sind aus dem Ausbildungsrahmenplan zu entnehmen und müssen den Prüfungsanforderungen entsprechen. Ausbilder berücksichtigen die berieblichen Bedinungen und die Auffasungsgabe des Auszubildenden
25Was verstehtman unter der Lernmotivation?
Sie ist der beweggrund zum Lernen
26Welche Arten von Motivation sind zu unterscheiden?
Aktualmotiv > aktueller Anlass, habituellem. > die Gewohnheit, primäre M. > (direkt) Spaß macht, sekundäre M. > (indirekt) finanzieller Anreiz
27Welches sind starke Motive in der Ausbildung?
Erfolgserlebnisse, Anerkennung, Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit, Aufstiegsmöglichkeit
28Wie können die Ausbilder die Motivation fördern?
gutes Betriebsklima, kooperativen Führungsstiel, Übertragung von Verantwortung, Lob und Anerkennung, berücksichtigen Lerntempo, vermeiden Über- oder Unterfordung
29Weshalb motiviert das auftragsorientierte Lernen besonders gut?
Auszubildende sind im engem Kontakt zum Ausbilder. Sie lernen realitätsnah am Kundenauftrag und erfahren Arbeitsvielfalt. Ihr selbstvertrauen wird gestärkt.
30Wie können Auszubildende den Lernerfolg sichern?
Sie übertragen das Gelernte auf ähnliche Arbeitsvorgänge, so ergeben sich ständig leicht veränderte Übungen. ( Transferleistung)
31Übber welche Speichermodelle verfügt das Gedächnis?
Es gibt das Unterkurzzeitgädechnis das Informationen bis zu 2 Sekunden sammelt. Was für wichtig gehalten wird, bleibt bis 20 Minuten im Kurzzeitgedächnis. Informationen die in Langzeitgedächnis gelangen gelten als gelernt und können jederzeit abgerufen werden
32Was stellt die Vergessenskurve dar?
Sie zeigt auf wie der Behaltenseffekt Tage nach dem Lernen abnimmt
33Wie kann der Behaltenseffekt gesteigert werden?
Am besten gelingt dies durch Selbstausführen (Üben), durch Hören und Sehen, durch beobachten und durch Lesen. Der optische Lernkanal ist der leistungsfähigste
34Über welche weitere Kanäle nimmt der Mensch informationen auf?
durch Fühlen, Riechen, Schmecken
35Welche Rolle spielen die beiden Gehirnhälften beim Lernen?
Der linken Gehirnhälfte werden Fakten, Zahlen, Wörter, Analyse, Taktik und Logik zu geordnet, der rechten Bilder, Meinungen, Intuition, Kreativität, Emotionen. Am besten lernt man wenn Wissen mit Emotionen verbunden wird und möglichst viele Lernkanäle angesprochen werden.
36Welche Störfaktoren erschweren das Lernen?
Ablenkung, Lärm, Stress und Konzentrationsstörungen
37Welche Lernbedinungen sind für die Auszubildenden hilfreich?
eine ruhige Arbeitsatmosphäre im Betrieb und eine gute Körperliche und Seelische Verfassung der Auszubildenden
38Worüber geben Lernkurven aufschluss?
Die Zahl der Fehler nimmt mit der Zahl der Versuche ab, die richtigen Bewegungen nehmen mit der Zahl der Versuche zu.
39Welche Bedeutung haben Üben und Transfer für den Lernerfolg?
Beide sind Voraussetzungen für den Lernerfolg
40Wie könnte die Einführung in den Betrieb aussehen (Onboarding)?
persönliche Vorstellung von Ausbildern, Mitarbeitern und Betrieb, Aushändigung aller Unterlagen, Durchführung einfacher Unterweisungen, Unfallverhütungsmaßnahmen
41Wie lange dauert die Probezeit?
mind. 1 Monat, höhstens 4 Monate
42Welchen Zweck erfüllt die Probezeit?
Ausbilder prüfen in dieser Zeit genau die Eignung der Auszubildenden damit die Sozialisation im Betrieb gelingt.
43Welche Bereiche umfasst ein Kundenauftrag?
Neuherstellung, Wartung, Instandhaltung, Reperatur
44Welche Vorteile hat die Auftragsorganisierte Ausbildung?
Azubis erfahren die Kundennähe. Fachliche, persönliche und soziale Kompetenzen werden entwickelt.
45Was versteht man unter einer geschäftsprozessorientierten Ausbildung?
Azubis werden Einblicke in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge vermittelt
46Was sind Standardaufgaben?
einfache, wiederkehrende Aufgaben
47Was sind Problemaufgaben?
Aufgaben die neue Lösungen erfordern. Azubis müssen Problemslösungsstrategien entwickeln.
48Welche sind die häufigsten Aktionsformen in der Ausbildung?
Das sind : Vormachen, zeigen, erklären, vorführen, anerkennen und Fragen stellen.
49Was ist eine Methode?
Darunter versteht man in der Ausbildung geregelte Verfahren und Abläufe
50Welche Methiden des Lehrens und Lernens werden im Betrieb angewendet?
Die systematische Arbeitsunterweisung, die Leittextmethode, das auftragsorganisierte Lernen, die Fallmethode, der Fachvortrag und das programmierte Lernen
51Welche Methodennonzeptionen spielen in der Ausbildung eine Rolle?
Die auftragsorganisierte, lehrgangsorganisierte und die projektorganisierte Ausbildung werden angewendet.