1Was ist Rangieren?
Das Bewegen von Fahrzeugen im Bahnbetrieb, ausgenommen das Fahren von Zügen.
2Was zählt ebenfalls als Rangieren?
Das Bewegen im Baugleis.
3Nenne drei Arten von Fahrzeugbewegungen beim Rangieren
Aufdrücken, Abdrücken & Ablaufen, Abstoßen.
4Was bedeutet „Aufdrücken“?
Bewegen von Fahrzeugen zum Entkuppeln oder zum Kuppeln.
5Was bedeutet „Abdrücken“?
Fahrzeuge durch Druck in Bewegung setzen und dann abkuppeln.
6Was bedeutet „Ablaufen“?
Fahrzeuge rollen durch Gefälle selbstständig.
7Was bedeutet „Abstoßen“?
Fahrzeug durch Stoß beschleunigen und abkuppeln.
8Was bedeutet „Beidrücken“?
Bewegen von Fahrzeugen zum Kuppeln an stehende Fahrzeuge.
9Was bedeutet „Verschieben“?
Bewegen von Fahrzeugen ohne eigene Traktion (z. B. per Hand).
10Wie schnell darf beim Rangieren maximal gefahren werden?
25 km/h, im Baugleis 20 km/h.
11Wann darf eine niedrigere Geschwindigkeit gelten?
Wenn sie in den örtlichen Zusätzen oder der Betra vorgegeben ist.
12Wie dürfen Aufgaben vom TF auf den RBG übertragen werden?
Durch örtliche Zusätze, Bau- und Betriebsanweisung oder durch einen TF.
13Wie erfolgt die Verständigung beim Rangieren mündlich?
Empfänger muss wiederholen, Bestätigung mit „Richtig“.
14Wie erfolgt die Verständigung bei einseitiger Sprechanlage?
Auftrag muss zweimal gegeben werden, zweite mit „Ich wiederhole…“.
15Was muss in einer Antwort auf eine Frage enthalten sein?
Alle wesentlichen Angaben der Frage.
16Wann darf der RBG Fahrzeugbewegungsaufträge geben?
Nur wenn er den Fahrweg beobachtet.
17Was muss der TF bei jedem Halteauftrag tun?
Diesen ausführen, auch wenn er nicht vom RBG kommt.
18Was tun bei unterbrochenem Sichtkontakt zwischen TF und RBG?
Geschwindigkeit drosseln, ggf. anhalten.
19Wer bestimmt Weitergabe der Rangiersignale bei Sichtbehinderung?
Der RBG bestimmt einen oder mehrere RBG.
20Was muss bei Gefahr getan werden?
Umsichtig und entschlossen handeln, ggf. Fahrzeuge anhalten.
21Was sind Beispiele für Unregelmäßigkeiten an Fahrzeugen?
Brandgeruch, Ölqualm, blockierter Radsatz.
22Was tun bei Unregelmäßigkeit am Oberbau?
Sofort dem Weichenwärter melden.
23Was tun bei unzulässigem Vorbeifahren an Halt zeigendem Signal?
Sofort anhalten, WW verständigen.
24Was muss der TF dem WW vor der Fahrt mitteilen?
Ziel, Zweck, Besonderheiten.
25Welche besonderen Fahrten muss der TF dem WW melden?
Lü-Sendungen, außergewöhnliche Länge, Kleinwagenfahrt usw.
26Wann darf der TF auf diese Mitteilung verzichten?
Bei regelmäßig wiederkehrenden Fahrten oder bestimmten Sonderfällen.
27Wann ist beim Ablaufen die Zustimmung des WW erforderlich?
Nur zu Beginn.
28Wann darf ein Fahrzeug in ein Baugleis eingesetzt werden?
Nur mit Zustimmung des WW.
29Wer bestimmt über weitere Bewegungen beim Rangieren im Baugleis?
Die in der BETRA genannte Person.
30Was muss vor Bewegung der Fahrzeuge getan werden?
Beteiligte Rangierer, andere TFs und Personen verständigen.
31Was muss der WW dem TF mitteilen?
Gestörte Bahnübergänge, Signale, Oberleitungen, besondere Fahrwege.
32Wann darf der WW seine Zustimmung erteilen?
Wenn Beteiligte verständigt und der Fahrweg eingestellt ist.
33Was muss vor dem Rangieren an der Spitze geschehen?
WW muss Erlaubnis vom FDL einholen.
34Was muss beim Rangieren über Ra10 oder Einfahrweiche getan werden?
WW muss Zustimmung vom FDL einholen.
35Was umfasst die Fahrbereitschaftsfeststellung?
Fahrzeuge gekuppelt, Bremsen gelöst, Hemmschuhe entfernt etc.
36Welche Fahrzeuge müssen vor Bewegungen gekuppelt sein?
Alle gemeinsam zu bewegenden Fahrzeuge, außer beim Abstoßen, Beidrücken oder Ablaufen.
37Wann müssen Hemmschuhe gebrauchsfähig bereitliegen?
Beim Abstoßen und Ablaufen.
38Was gilt für mitfahrende Personen bei Fahrbereitschaft?
Sie müssen verständigt worden sein.
39Wie müssen Türen von Reisezugwagen vor Bewegung sein?
Geschlossen.
40Was ist bei BP (Bremsprobe) oder Handbremsen zu beachten?
Müssen getestet oder geprüft worden sein.
41Was muss für „freier Fahrweg“ erfüllt sein?
HL gekuppelt, TF an der Spitze, Bremsen geprüft.
42Was ist Voraussetzung für „freier Fahrweg“ bei Tfz-Fahrt zu zweit?
Alle brauchbaren Bremsen eingeschaltet und geprüft.
43Was bedeutet HL im Zusammenhang mit „freier Fahrweg“?
Hauptluftleitung.
44Wann darf Oberleitung in Ladegleisen eingeschaltet werden?
Wenn alle Tätigen informiert und in Sicherheit sind.
45Was darf mit der Oberleitung nicht gemacht werden?
Nicht zu einer zuvor vereinbarten Zeit wieder einschalten.
46Was gilt für Kleinwagenfahrten beim Auffahren von Weichen?
Diese dürfen keine regulären Weichen auffahren.
47Was gilt beim Auffahren von Weichen?
Nur in Auffahrrichtung räumen, Rückfallweichen dürfen aufgefahren werden.
48Was passiert beim Auffahren einer Weiche, die zu einer Fahrstraße gehört?
Es müssen Maßnahmen wie bei Gefahr getroffen werden.
49Wann beginnt eine Zugfahrt?
Mit Vorbeifahrt der Spitze der Rangierfahrt an bestimmten Signalen.
50Wann darf eine Zugfahrt in eine Rangierfahrt übergehen?
An Halteplätzen, vor Signalen, zur Einfahrt ins Baugleis etc.
51Wann darf eine Rangierfahrt in eine Zugfahrt übergehen?
Wenn die Voraussetzungen für Abfahrt erfüllt sind.
52Was ist beim Übergang von Baugleis in Zugfahrt zu beachten?
Nicht zugelassen, außer Betra enthält andere Regelungen.
53Was gilt für Einfahrt von einer Anschlussstelle als Zugfahrt?
Regelungen in den örtlichen Zusätzen.
54Was ist bei Gruppensignalen ohne Sperrsignal nicht erlaubt?
Übergang in eine Zugfahrt.
55Welche Voraussetzungen gelten für Übergang ohne Halt?
Zugnummer im Streckenbuch, Zustimmung durch Sh1-Signal.