Einführung und Methoden der Entwicklungsbiologie

25 flashcardsby Jennifer
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1
Was bezeichnet man als Enwicklung?
= ist die Übersetzung und Umwandlung des Genoms in morphologische Merkmale

> dynamischer Prozess (Befruchtung, Furchung, Gastrulation, Larve, Adultes Individuum, Gametogenese)
2
Fragen / Bereiche der Entwicklungsbiologie
> Zelldifferenzierung
> Musterbildung
> Morphogenese
> Wachstum
> Reproduktion
> Regeneration
> Umwelteinflüsse
> Evolution
3
Methodenbereiche in der Entwicklungsbiologie
> Beschreibende (Deskreptive) Methoden
> Zellmarkierungsmethoden
> Genexpressionsanalyse
> Ultratrukturuntersuchungen
> Experimentelle Methoden
4
Beschreibende deskriptive Methoden
> Direkte Beobachtung
> 4D-Mikroskopie
5
Direkte Beobachtung
> Beobachten und Vergleichen
> Zeichnungen und Beschreibungen
6
4D-Mikroskopie
> Ermöglicht Aufnahme von Bildern über Zeit und in drei räumlichen Dimensionen
> oft automatisiert und mit KI-Unterstützung
> erlaubt die detaillierte Verfolgung von Zellbewegungen und -interaktionen
7
Zellmarkierungsmethoden
> Farbstoffmarkierungen (z.B. GFP)
> Antikörpermarkierungen: Antikörper binden an bestimmte Proteine einer Zelle und machen sie sichtbar (Immunfärbung)
> In-situ-Hybridisierung: Markierung bestimmter mRNA-Moleküle, um zu sehen, in welchen Zellen ein Gen aktiv ist.

oft Kombiniert mit Lichtscheibenmikroskopie
8
Farbstoffmarkierungen
Zellen können mit Farbstoffen markiert werden, um ihre Herkunft und ihr Schicksal während der Entwicklung zu verfolgen.
9
Lichtscheibenmikroskop (Light Sheet Microscopy)
> Mikroskopietechnik, die schnelle 3D-Bildgebung von sich entwickelnden Embryonen ermöglicht
> oft in Kombination mit Fluoreszenzmarkierungen
10
Molekulare Zellmakierungen
Fluoreszenzproteine: Proteine wie das Green Fluorescent Protein (GFP), ermöglichen die Visualisierung von Zellen und Proteinen in lebenden Organismen

Brainbow: Eine Technik, die durch die Markierung von Neuronen mit unterschiedlichen Fluoreszenzfarben eine detaillierte Untersuchung neuronaler Schaltkreise ermöglicht
11
Genexpressionsanalysen
> In-situ-Hybridisierung
> Single-cell-Transcriptomics
> Spatial-single-cell-Transcriptomics
12
In-situ-Hybridisierung
> Ermöglicht Lokalisierung spezifischer mRNA-Moleküle in Gewebeschnitten oder Embryonen
> welche Gene zu welchem Zeitpunkt und an welchem Ort exprimiert werden
> Verwendung markierter Sonden, die an die Ziel-mRNA binden
13
Single-cell Transcriptomics (scRNA-seq)
> ermöglicht es die Genexpression in einzelnen Zellen zu analysieren
> erlaubt die Rekonstruktion von Entwicklungstrajektorien (Entwicklungswege von Zellen) und die Identifizierung von Zelltypen und deren Schicksalen.
14
Spatial Single-cell Transcriptomics
> Kombiniert Analyse der Genexpression einzelner Zellen mit ihrer räumlichen Lokalisierung im Gewebe
> liefert detailliertes Bild wie Genexpression Muster in der räumlichen Organisation des sich entwickelnden Organismus widerspiegelt
15
Ultrastrukturuntersuchungen
> Elektronenmikroskopie
= Ermöglicht die Untersuchung der feinsten zellulären und subzellulären Strukturen. Dies kann mit anderen Methoden kombiniert werden, um Zellstrukturen und Genexpression auf höchstem Detailniveau zu korrelieren.
16
Experimentelle Methoden
> Frühe Experimente (z.B. Wilhelm Roux, Hans Driesch, Theodor Boveri)
> Spemann-Mangold-Organizer
> Mechanische Mikromanipulation
> Molekulare Manipulation
17
Frühe Experimente
Roux: Untersuchte die Rolle von Zellen durch Entfernung von Zellmaterial aus frühen Embryonen.
Driesch: Zeigte durch die Trennung von Zellen aus frühen Embryonen, dass diese sich zu vollständigen Organismen entwickeln können (totipotente Zellen).
Boveri: Untersuchte die Rolle von Mikromeren bei der Induktion von Strukturen.
18
Spemann-Mangold-Organizer
> Experimente, die zeigten, dass eine spezifische Region des Embryos (der Spemann-Mangold-Organizer) die Fähigkeit besitzt, die Entwicklung umliegender Zellen zu induzieren und zu steuern.
19
Mechanische Mikromanipulation
Experimentelle Technik, bei der einzelne Zellen oder Gewebe eines Embryos mechanisch entfernt, transplantiert, getrennt oder verschoben werden, um ihre Rolle in der Embryonalentwicklung zu erforschen.

oft mit: Mikronadeln, Glaskapillaren oder Pinzetten
20
Molekulare Manipulation Methoden
> Mutagenese
> Gen-Knock-out und Knock-down Methoden
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Mutagenese als experimentelle Methode
> Chemische Mutagenese (z.B. EMS): Ethylmethansulfonat wird verwendet, um zufällige Mutationen zu erzeugen.
> Screening-Strategien: Identifizierung von Mutanten mit spezifischen Phänotypen (z.B. Maternaler Effekt, Gap Gene, Paarregel-Gene, Segmentpolaritäts-Gene, Hox-Gene).
22
Gen-Knock-out und Knock-down Methoden
> RNA-Interferenz (RNAi)
> Morpholino-Oligonukleotide
> CRISPR-Cas9
23
RNA-Interferenz (RNAi)
> Reduziert Expression eines Gens durch den Abbau der mRNA
> geschieht durch Einführung von doppelsträngiger RNA (dsRNA), die spezifisch für die Ziel-mRNA ist
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Morpholino-Oligonukleotide
> kurze künstlich hergestellte Nukleinsäureketten (Morpholinring statt Zucker)
> binden an bestimmte mRNA
> können Translation, Splicing verhindern
> führt zu Knock-down der Genexpression
25
CRISPR-Cas9
> Gen-Editierungstechnologie mit der Gene gezielt geschnitten werden können
> Guide RNA leitet Cas9-Enzym zu DNA Sequenz wo es Doppelstrangbruch erzeugt
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