Sozialpädagogik

64 flashcardsby Magda
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1
Was hat sich im März 2024 im Sozialarbeits-Bezeichnungsgesetz geändert?
nur mehr Menschen die Master Sozialpädagogik abschließen dürfen sich Sozialpädagoginnen nennen
2
Nenne 3 Handlungsfelder der Sozialen Arbeit!
Forschung und Lehre
Drogen: Beratung
Migration: Lerncafé
3
Nenne 3 Methoden in der Sozialen Arbeit!
Gruppenarbeit: Sitzkreis, Workshop
Therapie: humanistisch, systemisch, verhaltenstherapeutisch, psychodynamisch
Selbstfürsorge: Atemübung, Selbstverteidigung
4
Wie kam es zum Begriff "Soziale Arbeit"?
Näheverhältnis zwischen Sozialpädagogik und Sozialarbeit führte zuerst zu Schrägstrichverwendung und jetzt zum Eigennamen "Soziale Arbeit"
5
Nenne die Mandate des Quadruplemandates!
Hilfe: Auftrag der Adressat*innen
Kontrolle: Auftrag von gesellschaftlichen Instanzen
Professionelle Autonomie: professionelle Basis, wissenschaftlicher Zugang, Berufskodex, Menschenrechte
Interessen der Einrichtung: Marktinteressen, Werteprinzipien
6
Nenne die 5 Entwicklungsaufgaben für Jugendliche nach Gudrun Quenzel!
Akzeptieren körperlicher Veränderungen (Geschlechtsidentität, Körperproportionen), Aufbau sozialer Beziehungen (Freundschaften, Intimität), Qualifizieren (Selbstwirksamkeit, Lebensunterhalt), Regenerieren (Entspannung, Medienkonsum), Partizipieren (soziales Engagement, Beitrag zu Politik)
7
Nenne drei Arten der Problemrelativierung!
Übertreibung
Unsichtbarkeit
Geschäftemacherei
8
Nenne die verschiedenen Vorgangsweisen bei der Zielerstellung in der KJH!
konsensueller Ansatz
professionsbezogener Ansatz
partizipativ-getrennter Ansatz
9
Was ist wichtig, bei der Zielerstellung in der KJH zu beachten?
Überprüfbarkeit und Abstraktion der Ziele (wann Fall schließen?)
Nah- und Fernziele haben
Beweglichkeit der Ziele (aber nicht zu sehr, sonst keine Ziele mehr)
10
Was sind mögliche Zielkategorien für Kinder und Eltern?
Kinder: Ziele für schulischen Bereich, Verminderung von Problemen
Eltern: Ziel für Umgang mit psychischen Problemen, zur Verbesserung der Erziehungskompetenz
11
Nenne 3 Bedürfnisdimensionen nach Arno Heimgartner!
Atmen, Essen und Trinken, Spiel und Spaß, Sinn und Selbstverwirklichung
12
Nenne 3 wichtige Kriterien bei der Beurteilung des Kindeswohls nach §138 ABGB!
angemessene Versorgung, Wertschätzung und Akzeptanz, Vermeidung der Gefahr Übergriffe zu erleiden
13
Wie ist die KJH gegliedert?
Oberbehörde: FA 11, Behörde: BH oder Magistrat mit Sozialarbeiter*innen,
Einrichtungen der KJH: mit Sozialpädagog*innen
14
Nenne 5 Organisationen der KJH!
SOS-Kinderdorf, Pro Juventute, Sozkom, Caritas, Kinderfreunde
15
Schildere den Ablauf der KJH in der Einzelfallhilfe!
1. Meldung, 2. Klärung der Zuständigkeit (Intake), 3. Gefährdungsabklärung (Asessment), 4. Entscheidung über Leistung, -art und Ziele (Hilfeplan), 5. Durchführung der Leistung, 6. Monitoring der Leistung, 7. Evaluierung der Leistung
16
Was sind die Arbeitsprinzipien der sozialraumorientierten Arbeit?
Augenmerk auf Stärken und Ressourcen, Wille der Leistungsberechtigten als Ausgangspunkt, Projekte möglichst zielgruppen- und bereichsübergreifend
17
Welche sind Primärgründe für eine Fremdunterbringung?
Gewalt (psychisch, körperlich, sexuell, Miterleben), Vernachlässigung (Körperhygiene, Ernährung, Kleidung)
18
Welche sind die Gefährdungsintensitäten?
kein Risiko, Risiko zur Gefährdung, Gefährdung, Gefahr im Verzug
19
Was ist der Unterschied zwischen fallübergreifenden und fallunabhängigen Leistungen?
fallübergreifend: Probleme bestehen bereits mit konkreten Personen, Angebot richtet sich an mehrere Personen mit ähnlichen Situationen
fallunabhängig: präventiv, Arbeit mit Gruppen im Sozialraum
20
Welche Formen der Übergänge nach voller Erziehung gibt es?
Rückführung ins Herkunftsystem, Abbruch der Leistung, Übergang in Selbstständigkeit, Erreichen des 18./21. Lebensjahres, Wechsel in andere Einrichtung, Übergang in Haft
21
Wie läuft eine Rückführung ab?
Vorfeld der stationären Hilfe (Klärung Lage, Arbeit mit Herkunftssystem), Beginn der stationären Hilfe (Stabilisierung Jugendlicher, Aufbau Vertrauen), Während der stationären Hilfe (Kontaktgestaltung, Beziehungsarbeit), Vorbereitung und Umsetzung der Rückkehr (Besuchsregelungen) , nach der Rückkehr (Vermeidung Rückfall)
22
Worauf basiert die Idee eines Familienrats?
auf der Annahme, dass Familien ihre Probleme grundsätzlich selbst lösen können, keine unabhängige dritte Person trifft hier Entscheidungen über die Köpfe der Familie hinweg
23
Wie läuft ein Familienrat ab?
Informationsphase, Family-only-Phase, Ergebnisphase, Folgerat
24
Nenne 3 sozialpädagogische Orientierungen!
Teilnahme und Teilhabe ermöglichen, Bedürfnisse und Ressourcen sehen, Einzigartigkeit anerkennen
25
Nenne einige Arten der Ressourcen nach Wolf!
allgemein: materielle Güter, Orientierungsmittel, ermutigende Lebenserfahrungen; für Kinder spezifisch: stabile Beziehungen, Empathie und Zuwendung
26
Nenne Arten von Ressourcen nach Herriger!
Personenressourcen: physische: Gesundheit, psychische: Selbstakzeptanz Umweltressourcen: soziale: Liebesbeziehung, ökonomische: Einkommen
27
Wie kann man die Ressourcenorientierung umsetzen?
erhöhte Ressourcensensibilität, Förderung von sozialen Netzwerken, Verknüpfung Ressourcen und Lebenswelt, Ressourcenverlust verhindern
28
Nenne 3 Ressourcenübungen!
Ressourcentagebuch, Lieblingslied, Ort der Geborgenheit
29
Welche verschiedenen Auffassungen gibt es von Partizipation?
gesellschaftlicher Partizipationsgedanke: Teilhabe an Lebensbereichen wie Wohnen, Beziehungen; prozessbezogene Bedeutung von Partizipation: Adressat*innen in Leistungsgestaltung miteinbeziehen
30
Schildere das Modell der Partizipationsformen nach Arno Heimgartner!
1. Information (neue Playstation wird gekauft), 2. Mitwirkung (findet ihr wir sollen eine neue Playstation kaufen?) 3. Mitentscheidung (Wir kaufen neue Konsole, welche?) 4. Mitgestaltung (Entscheidung dass Konsole gekauft wird, welche, gemeinsamer Kauf, Aufbau, Spiele...)
31
Was sind Ziele von Beteiligungsverfahren?
Identifikation (wenn eingebunden enger verbunden), Bildung (neue Kompetenzen), Qualität (besser zugeschnitten)
32
Nenne 3 Risiken von Partizipation!
Parzizipation als Ausbeutung, als Illusion, als Überantwortung
33
Nenne die numerischen Präventationsarten und erkläre sie!
Primäre Präventation: für alle, Sekundäre Präventation: für gefährdete Bevölkerungsgruppe, Tertiäre Präventation: Problem soll keine Nebenwirkungen haben, Quartäre Präventation: bei Intervention kein Schaden
34
Nenne die selektierenden Präventationsarten!
indizierte, selektive, universelle Prävention
35
Was ist der Unterschied zwischen Verhältnis- und Verhaltenspräventation?
Verhaltenspräventation: auf Person bezogen, Verhältnispräventation: auf strukturelle Ebene bezogen
36
Was ist die Kritik am Präventationsbegriff?
Fokus auf Defizite (gegen etwas) , Alternativ: für etwas sein
37
Was ist der Unterschied zwischen Integration und Inklusion?
Integration: Hereinholen der Person in die Gesellschaft, Person kompetent machen, Inklusion: Gesellschaft anpassen so dass Person sich beteiligen kann
38
Was ist die Kernidee der Normalisierug, auf welchen Ebenen kann sie z.B. stattfinden?
Führ ein Leben wie die anderen auch; räumlich, sozial, personal
39
Welche sind die Kerndimensionen der Lebensweltorientierung nach Thiersch?
Zeit (Tagesstruktur), Raum (Wohnraum), Soziale Beziehungen (Verwandtschaft)
40
Was beschreibt Empowerment?
Aufbrechen von Machtverhältnissen, mehr Selbstbestimmung
41
Nenne die systemischen Paradigmen nach Staub-Bernasconi!
systemisches (individuelle Werte), soziozentriertes (Solidarität), subjektorientieres Paradigma (Freiheit)
42
Welche sind kritische Raumthemen bei Kindern und Jugendlichen?
Mangel an Räumen, Verhäuslichung, Dominanz Autoverkehr, Virtualisierung
43
Was passiert bei der Gesprächstechnik des aktiven Zuhörens?
aufmerksam zuhören, Inhalte paraphrasieren, Gefühle verbalisieren, Verständnis vermitteln
44
Was sind Joining und Contracting?
Joining: in ersten Minuten der Arbeit mit Klient*innen Beziehung und Vertrauen aufbauen; Contracting: Auftrag und Abschluss klären
45
Was gehört zum Motivational Interviewing?
offene Fragen stellen, change talk (selbstmotivierende Aussagen unterstützen), keine Kritik
46
Welche sind die Phasen der Veränderung?
Präkontemplation: erste Überlegungen, Kontemplation: Ich brauche etwas, Entscheidung: Change Talk, Handlung, Aufrechterhaltung
47
Nenne 3 Fragearten nach Caby und Caby!
Zirkuläres Fragen, Skalierungsfrage, Frage nach Ausnahmen
48
Was versteht man unter den Interventionsart Reframing?
Umdeuten eines negativ bewerteten Verhaltens in einen neuen, positiven oder funktionalen Zusammenhang (dass du weinst heißt du bist emotional erreichbar)
49
Was ist Containment?
Fähigkeit, eine andere Person emotional zu halten und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und darauf angemessen zu reagieren
50
Nenne die 4 Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg!
Beobachtung statt Bewertung, Benennen des Gefühls, Artikulation des Bedürfnis, Formulierung der Bitte
51
Was charaktierisiert die Neue Autorität nach Omer und Streit?
gegen Angst in Erziehung, Gewalt und laissez-faire; für Präsenz, Höflichkeit, Miteinander, Dialog
52
Welche sind die 4 Verankerungen (Neue Autorität)?
Struktur, Präsenz und wachsame Sorge, Unterstützung, Deeskalation
53
Welche Positionen gibt es im OK-Geviert?
gesunde, nihilistische, depressive, wahnhaft-autoritäre
54
Welche Deeskalationsstrategien gibt es?
Haltung, Krisenvorbereitung, Selbstwahrnehmung und -kontrolle, Krisenkommunikation
55
Nenne die 4 Cluster der Psychotherapie!
psychodynamisch-tiefenpsychologisch, humanistisch-existenziell, verhaltenstherapeutisch, systemisch
56
Nenne 3 Abwehrmechanismen nach Anna Freud!
Verdrängung, Reaktionsbildung (gegenteilige Gefühle), Projektion
57
Nenne Grundlagen der Existenzanalyse und Logotherapie nach Längle!
Leben mit innerer Zustimmung, Ort finden wo man Fähigkeiten optimal entfalten kann, Akt der Bejahung des eigenen Lebens, Mensch findet existenzielle Erfüllung wenn er über sich hinausgeht
58
Was sind funktionale Äquivalente nach Böhnisch?
wo kann ich Person etwas geben dass sie sich selbstwirksam fühlt um die destruktiven Zugänge zu vermeiden

Bsp: Schlägereien mit anderen
Funktion: Druck abbauen
Äquivalent: Beitritt in Boxverein
59
Was ist das Grundverständnis sozialer Diagnostik?
Komplexität wird beibehalten, Ressourcen werden wahrgenommen; Gesellschaftliche Zusammenhänge werden berücksichtigt; Individualität wird zugelassen, Lebenswelt wird akzeptiert
60
Was ist die Kasuistik?
Fallinterpretation, Fallanalyse; Ressourcen und Lebenswelt der Klient*innen werden analysiert
61
Was ist eine Netzwerkkarte?
visualisiert Beziehungen zu Menschen im Leben, je näher umso emotionaler, Kategorien: Schule/Arbeit-Familie-Freunde/Bekannte-Professionelle Helfer*innen
62
Was stellt ein Genogramm dar?
Familiensystem über Generationen, Fokus auf: Zugehörigkeit, Konflikte, Trennungen, Muster
63
Wie läuft ein Diagnoseinterview nach Uhlendorff ab?
Einstieg (vorstellen) , Eröffnung (gegenwärtige Lebenssituation abfragen), Überleitung Lebenslauf (wie ist Leben verlaufen?)
64
Welche Settings und Instrumentarien tragen zur Sicherung von Qualität im Sinne der Lernenden Institutionen bei?
Teamtreffen, Dokumentation, Supervision
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