1Was ist der Fachbegriff für “Gemeinschaftswesen” (wie Aristoteles den Mensch definiert)?
zoon politikon
2Was ist das Gemeinschaftswesen “Mensch” (aus biologischer Sicht)?
ein sogenanntes “Herdentier”
3Begriff für “Den Weg in die Gesellschaft finden / sich der Gesellschaft anpassen”
Sozialisation
4Was ist bei Interaktion zwischen Mensch und Gesellschaft wichtig?
Die Frage nach Freiheit und Determination.
5Was ist die Soziologie?
Das Verhältnis zwischen Individuum und der Gesellschaft
6Warum ist die Sozialisation ein lebenslanger Prozess?
Weil der Mensch in ständiger, aktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt steht und die darin (in der Umwelt/Gesellschaft) gültigen Werte, Normen, Verhaltensmuster und Handlungsmuster übernimmt = Ziel. (Da die Gesellschaft sich stetig verändert, ist die Sozialisation ein lebenslanger Prozess)
7Sozialisationsinstanzen
Vermittler zwischen Individuum und Gesellschaft
8Wann erfolgt die Primäre Sozialisation?
In den frühen Lebensjahren innerhalb der Familie = primäre Sozialisationsinstanz
9Wann findet die sekundäre Sozialisation statt?
Im alltäglichen späteren Leben, wobei eine Vielzahl gesellschaftlicher Institutionen (wie Schule, Vereine, Medien) dazu beitragen = Sekundäre Sozialisationsinstanzen
10Was sind die zwei Prozesse, welche die Sozialisation ermöglichen?
1. der vom Individuum ausgehende, entwicklungsmäßig ablaufende Prozess (durch Anlagen, Fähigkeiten bedingt) & der von der Gesellschaft geleistete Prozess
11Was ist das Ziel der Sozialisation?
Das Ersetzen von äußeren Anweisungen (Befehle, äußere Kontrolle) durch innere Kontrolle (Selbstkontrolle) wie Normen, Verhaltensstandards, Überzeugungen. => der Wandel von äußerer Kontrolle zu Selbstkontrolle
12Was ist das Problem in einer Gesellschaft?
Jeder Mensch ist Träger verschiedener sozialer Rollen -> und damit Träger von Rollenerwartungen (Erwartungen, die Andere an das Individuum stellen). => Problem: zu viele Erwartungen können nicht gleichzeitig erfüllt werden
13Wie nennt man es, wenn ein Individuum nicht alle Rollenerwartungen erfüllen kann?
Das ist ein sogenannter “Rollenkonflikt”.
14Was umfasst eine Rolle?
Verschieden “Rollensegmente”, die von den Bezugsgruppen ausgehen, mit denen der “Rolleninhaber” verkehrt (Kontakt hat).
15Was sind die 3 Arten von Erwartungen an einen Rolleninhaber?
“Muss-Erwartung”, “Soll-Erwartung”, “Kann-Erwartung”
16Was ist die Konsequenz bei Nichtbefolgen einer “Muss-Erwartung”?
Verstoß gegen Diese führt zu erheblichen Sanktionen durch Gruppe (= die, die an dich Erwartungen haben, bestrafen dich) oder sogar zum Rollenverlust
17Was ist die Konsequenz bei Nichtbefolgen einer “Soll-Erwartung”?
Der Rolleninhaber wird sanktioniert (bestraft), behält aber seine Position.
18Was ist die Konsequenz bei Nichtbefolgen einer “Kann-Erwartung”?
Hat keine Sanktionen zur Folge, da die Erfüllung dieser Erwartung freiwillig ist. Die Erfüllung führt zu einer neutralen oder positiven Reaktion von der Gruppe.
19Was ist ein Problem bei den Rollenvorschriften?
Sie sind nicht immer schriftlich festgehalten, sondern werden oft nur in mündlicher Form oder über Modelle vermittelt.
20Von wem werden die Inhalte einer Rolle bestimmt?
Von der Gesellschaft (also nicht vom Träger der Rolle), die Rolle des “Schüler” gibt es auch, wenn eine Person nicht die Rolle des Schülers trägt (Rollen gibt es immer, aber nicht jeder nimmt jede Rolle ein)
21Was ist die Folge von sehr formellen Rollenerwartungen?
Es gibt weniger Spielraum zur Rollendistanz (Distanzierung von der Rolle) oder Rollenverweigerung.
22Welche zwei Arten von Rollen unterscheidet man?
1. Rollen, für die sich jeder “frei entscheiden” kann & 2. “unvermeidbare” Rollen (Geschlechterrollen, je nach Gesellschaft strenger oder nicht ausgestaltet, altersabhängige Rollen)
23Wieviele Rollen hat ein Individuum?
Mehrere, ein Individuum ist gleichzeitig der “Träger mehrerer, verschiedener Rollen = Rollensatz / Rollenensemble) und aufgrund seiner Einbettung in die schnell und stark veränderliche Gesellschaft ist Jeder einem “Rollenwechsel” ausgesetzt.
24Welche 2 Arten von “Rollenkonflikten” gibt es?
Interrollenkonflikte & Intrarollenkonflikte
25Wie entstehen Interrollenkonflikte?
Diese entstehen aufgrund der Unvereinbarkeit von zwei verschiedenen Rollen (man kann nicht zwei Rollen gleichzeitig erfüllen).
26Wie entstehen Intrarollenkonflikte?
Diese bestehen zwischen verschiedenen Segmenten derselben Rolle (man kann nicht zwei Sachen innerhalb einer Rolle gleichzeitig erfüllen).
27 An wen wenden sich die Rollenvorschriften?
Nur an den Inhaber der Position (an den Rolleninhaber).
28Woraus resultieren Statusunterschiede?
Sie entstehen aufgrund der verschiedenen sozialen Rollen.
29Was beeinflussen die Statusunterschiede?
Sie beeinflussen und steuern bewusst und unbewusst das Handeln der Menschen.
30Definiere den “Status”
Die gesellschaftliche Stellung, die eine Person im Vergleich zu Anderen einnimmt (unterschieden nach Kriterien wie: Einkommen, Beruf, Ansehen)
31Was resultiert aus dem Status?
verschiedene Merkmale wie unterschiedliche Rechte & Pflichten, Privilegien / Möglichkeiten etc. für Personen mit einem bestimmten Status. Die Gesellschaft wird durch den Status in Schichten eingeteilt = “gesellschaftliche Differenzierung”
32Wie werden Statusunterschiede vermittelt?
Über Statussymbole wie Autos, Kleidung, Urlaubsziele etc.
33Welche Typen des Status gibt es (in der Soziologie)?
Statuskonsistenz, Statusinkonsistenz, erworbener Status, zugeschriebener Status
34Statuskonsistenz:
Die genannten Merkmale treten gleichzeitig auf (z.B. hohe Bildung führt zu hohem Einkommen)
35Statusinkonsistenz:
Gegenteil von “Statuskonsistenz”
36erworbener Status:
Status wurde durch Leistung und Fähigkeiten erlangt; unabhängig von sozialer Herkunft
37zugeschriebener Status:
Status, den ein Mensch aufgrund von Alter, Geschlecht oder Hautfarbe bekommt.
38Was ist das Fazit, dass man sich zum Status merken sollte?
Er hat auch heute noch großen Einfluss auf das Denken und Handeln der Menschen.
39Definiere “Schicht”:
Gruppe von Menschen, die aufgrund von Merkmalen (wie Ausbildung, Einkommen, Gesundheits- oder Altersvorsorge) als ungeführ gleich eingestuft werden können.
40Merkmale der Schichtzugehörigkeit:
Verfügungsgewalt über Sanktions- oder Machtmittel (man hat viel Ansehen oder Geld) oder weitere Kriterien (wie Religion, Rasse?, politische Orientierung)
41Was ist das Problem bei der Definition der “Schichtzugehörigkeit”?
Schichten werden unterschiedlich definiert, weil es in der Gesellschaft nicht eine Ober- Mittel- und Unterschicht gibt (= grobes Raster), sondern sie eher nach 7 Schichten eingeteilt werden sollte (Modell von Goldthorpe). Kriterien (Goldthorpe): Einkommensquellen von Personen und Stellung im Wirtschaftsbetrieb
42Welche Auswirkung hat das Schichtensystem auf die menschliche Entscheidungsfreiheit?
Es schränkt diese stark ein und (= wirkt sehr determinierend).