1Woraus setzt sich “Phubbing” zusammen?
Aus “Phone” und “snubbing” (= jemanden nicht beachten, verächtlich behandeln)
2Definition von “Phubbing”
Seinen Gesprächspartner ignorieren, weil einem das Handy wichtiger ist
3Was ist das Problem mit Phubbing?
Die meisten lehnen das Verhalten ab, wenn sie es selbst betrifft. Sie selbst “phubben” aber andere ebenfalls.
4Wie ist Phubbing zu bewerten?
als respektlos und moralisch falsch
5Fachbegriff für Phubbing
digital akrasia (Digitale Willensschwäche)
6Maßnahmen gegen digitale Willensschwäche
Handy stummschalten, weit weg legen, einstellbares Zeitlimit, an einen Ort legen wo man es nicht gerne benuzt, Benutzung erschweren, Schlafenszeit aktivieren (Fokus), produktive Nutzung der Zeit (am Handy) z.B. für Aktienkurse oder so
7Willensschwäche in der Philosophie: Was sagte Donald Davidson?
Person X handelt absichtlich seinem eigenen bestmöglichen Urteil zuwider -> Willensschwäche; Bestimmung der Willensschwäche nicht moralisch, sondern handlungstheoretisch/ wissenschaftlich.
8Beispiele für Willensschwäche:
ungesundes Essen anstelle Gesundes konsumieren; lieber ins Kino anstelle auf wichtige Schux vorbereiten; Computerspiele spielen anstelle Sport mit Freunden draußen zu machen; Mobber unterstützen, obwohl man selbst weiß wie es sich anfühlt, gemobbt zu werden
9Was definiert Aristoteles als Willensschwäche?
Nicht Handeln wie jemand, der weiß und reflektiert, sondern “wie ein Schlafender oder Betrunkener”, also wie jmd der nicht bei vollem Bewusstsein ist.
10Definiert er eine willensschwache Person als schlecht?
Nein. Die Person handelt zwar “wollend”, sie weiß also was sie tut, aber sie ist nicht schlecht, weil ihr Vorsatz zu handeln gut ist (ist dann “halbschlecht”).
11Mit was vergleicht Aristoteles den willensschwachen Menschen?
Mit einem Staat, der alle nötigen Beschlüsse fasst und gute Gesetze hat, diese aber nicht vollstreckt / umsetzt (-> Gesetze sind zwar gut aber nutzlos.)
12Von was unterscheidet sich der willensschwache Mensch aber (bei Aristoteles)?
Er unterscheidet sich vom “schlechten” bzw vom (tierisch) “rohen” Menschen.
13Was ist (laut Aristoteles) der Gegenbegriff zur Unbeherrschtheit / Willensschwäche?
Der Begriff der “Beherrschtheit”. (is ja logisch)
14Was definiert Donald Davidson als Willensschwäche?
Für ihn ist Willensschwäche, dass eine Person absichtlich dem eigenen, bestmöglichen Urteil zuwiderhandelt.
15Was ist hier der Unterschied zu Aristoteles?
Davidson definiert Willensschwäche allgemeiner, da er den Begriff nicht moralisch fasst (wie Aristoteles), sondern allgemein handlungstheoretisch. Die Klasse der “unbeherrschten/willensschwachen” Handlungen ist von ihm weiter gefasst.
16Was sind Gemeinsamkeiten zwischen Aristoteles und Davidsons Sichtweisen auf die Willensschwäche?
Handlungen, die wider besseren Wissens trozdem ausgeführt werden & Bezeichnung des Phänomens als “Willensschwäche” bzw “Unbeherrschtheit”
17Was sind Unterschiede zwischen Aristoteles und Davidsons Sichtweisen auf die Willensschwäche?
Moralischer Begriff von Willensschwäche bei Aristoteles <-> handlungstheoretischer Begriff bei Davidson
18Wie kann man entscheiden, ob eine Handlung nach Davidson oder nach Aristoteles bewertet werden muss?
Wenn eine Person ihrem eigenen bestmöglichen Urteil absichtlich zuwiderhandelt, dann ist es Davidson, wenn es eine nicht absichtliche Zuwiderhandlung ist, dann Aristoteles.
19Wieviele negative Charakterverfassungen gibt es bei Aristoteles?
3 Stück
20Was ist die 1. negative Charakterverfassung (nach Aristoteles)?
Schlechtigkeit (kakia) <-> Gutheit (arete)
21Mit was wird diese (1. negative Charakterverfassung) verglichen?
Der schlechte Mensch gleicht einem Staat mit schlechten Gesetzen, die konsequent (= bewusst) angewendet werden.
22Was ist die 2. negative Charakterverfassung (nach Aristoteles)?
Unbeherrschtheit (akrasia) <-> Beherrschtheit (enkrateia)
23Mit was wird diese (2. negative Charakterverfassung) verglichen?
Der unbeherrschte Mensch gleicht einem Staat mit guten Gesetzen, die nicht angewendet (= nutzlos) werden.
24Was ist das Hauptproblem mit unbeherrschten Menschen?
Der unbeherrschte Mensch weiß zwar, was er tut, er kann sich aber nicht kontrollieren (“lässt sich zu etwas negativem verleiten”).
25Was ist die 3. negative Charakterverfassung (nach Aristoteles)?
tierische Rohheit (therioles) <-> übermenschliche Tugend (kein extra Fachbegriff)