1was heißt „kommutative“ Gerechtigkeit?
kommutativ = ausgleichend
2Was heißt „distributive“ Gerechtigkeit?
distributiv = austeilend
3Wo (durch wen) wird die kommutative Gerechtigkeit angewendet?
Durch die Judikative, vor Gericht
4Wo (durch wen) wird die distributive Gerechtigkeit angewendet?
Durch die Legislative (z.B. Steuergesetze)
5Was ist arithmetische Proportionalität?
So nennt man das angewandte Verfahren vor Gericht, um Vor- und Nachteile auszugleichen
6Spielt die würdigkeit des Empfängers für die kommutative Gerechtigkeit eine Rolle?
Nope
7Wo wird die kommutative Gerechtigkeit angewendet?
1. bei Tausch von GÜTERN (z.B. Miete/Kauf) -> Ziel: Gleichwertige Güter, Vertrag, Kauf
2. bei Wiedergutmachung von Schäden -> z.B. Schadensersatz (im Zivilrecht)
3. bei Verhängung von Strafen -> Bestrafung als Ausgleich (im Strafrecht)
8Was ist das KRITERIUM für die kommutative Gerechtigkeit?
- Herstellung des URSPRÜNGLICHEN ZUSTANDS nach dem RESTITUTIONSPRINZIP
9Was ist das Restitiutionsprinzip (bei Kriterium der kommutativen Gerechtigkeit)?
Der Augleich zwischen dem rechtswidrigen Verhalten des Täters und dem Nachteil des Opfers
10Welches Verfahren / welche Verteilungsregel gibt es beim distributiven Recht?
Das Ziel ist die gerechte Verteilung von GÜTERN und LASTEN im STAAT.
Verteilung muss PROPORTIONAL zur WÜRDIGKEIT DES EMPFÄNGERS sein
(Prinzip: geometrische PROPORTIONALITÄT)
11Was sind Güter (bei der distributiven Gerechtigkeit)?
- Lob
- Ämter
- Ehren
- Geld
12Was sind die Kriterien der Verteilung (bei distributiver Gerechtigkeit?
1. Bedürftigkeit
2. Rang
3. Leistung
13Welche Varianten der distributiven Gerechtigkeit gibt es?
- Jedem das GLEICHE (z.B. Klassenfahrt, Begrüßungsgeld der DDR, Wahlrecht, Pflege)
- Jedem das SEINE (z.B. Verdients, Steuer, Sozialleistung, Kindergeld)
14Was bedeutet der Grundbegriff „Gerechtigkeit“ nach Aristoteles?
Gerechtigkeit als UNIVERSELLES PRINZIP = eine durch GEWÖHNUNG erworbene TUGEND
15Was bedeutet der Grundbegriff „Tugend“ nach Aristoteles?
Tugend = die MITTE ZWISCHEN DEN EXTREMEN, die BEHERRSCHUNG DER AFFEKTE
die Tugend ist nicht auf den Einzelnen bezogen, sondern AUF DEN MITBÜRGER (also auf Jeden)
die Tugend ist das innere TELOS des Menschen
16Was bedeuten die Grundbegriffe „kommutative und distributive Gerechtigkeit“ nach Aristoteles?
Die kommutative und distributive Gerechtigkeit sind jeweils EINZELTUGENDEN und werden daher als „PARTIKULARE“ GERECHTIGKEIT bezeichnet