1Definition Population
- Grundgesamtheit
- Gesamtmenge aller K Beobachtungseinheiten, über die Aussagen getroffen werden sollen
- definiert über eindeutige, leicht zu erhebende Merkmale (zeitlich, örtlich, kulturell beschränkt)
2Arten von Erhebungen
- Vollerhebung: gesamte Population, N
- Stichprobenerhebung: Ausschnitt der Population, n
- in der Psychologie basieren Populationsbeschreibungen i.d.R. auf Beschreibungen einer repräsentativen Stichprobe (je weniger repräsentativ, desto ungenauer die Schätzung)
3Biases durch Repräsentativität
- Selektionsbias: Auswahlgrundlage verzerrt, VPN werden durch Auswahlmethode, d.h. durch Forschende, ausgeschlossen
- Non-Response bias: nicht jede ausgewählte Person nimmt Teil
4Missingness
- Art und Weise, wie Daten fehlen -> unterschiedliche Gründe und Konsequenzen für Repräsentativität und Schlussfolgerungen
- not missing at random (NMAR): nonignorable nonresponse, Daten fehlen wegen einer bestimmte Variablen ausprägung -> schwer korrigierbar
- missing at random (MAR): unzureichende Berücksichtigung demographischer Effekte, korrigierbarer Effekt auf Repräsentativität
- missing completely at random (MCAR): technische oder prozedurale Fehler, kein Effekt auf Repräsentativität
5Fehlerquellen bei der Generalisierung
- Population bestimmt abhängig von Forschungsfrage den Stichprobenplan
- Stichprobe ist abhängig von Machbarkeit und Verzerrungen
- Generalisierung ist abhängig von der Stichprobe, entspricht selten der Population
6Auswahlwahrscheinlichkeit
- probabilistisch: bekannte Elemente der Population haben die gleiche Wahrscheinlichkeit, in der Stichprobe zu sein
- nicht-probabilistisch: Auswahlwahrscheinlichkeit ist unbekanntnkontrollierbar
7Probabilistische Stichproben
- einfache Zufallsstichprobe
- Klumpenstichprobe: zufällige Auswahl repräsentativer Personengruppen
- geschichtete Stichprobe: Population wird in Gruppen (Schichten) eingeteilt; bestimmte Anzahl an Personen einer Gruppe wird in die Stichprobe aufgenommen
- mehrstufige Stichprobe: mehrfache Klumpen- oder geschichtete Stichprobe
8Nicht-probabilistische Stichproben
- Ad-hoc-Stichprobe: "wer zufällig vorbeikommt"
- theoretische Stichprobe: theoretisch begründete Auswahl (z.B. Erkrankte)
- Quotenstichprobe: Auswahl nach Merkmalsschlüssel
9Kriterien Stichprobenumfang
- Repräsentativität: Anzahl relevanter Merkmale, Anzahl und Häufigkeit von Merkmalsausprägungen
- Präzision der Schätzung eines Merkmals: je heterogener as Merkmal, desto unpräziser die Schätzung
- Schätzung der Effektstärke: je kleiner der Effekt, desto größer muss die Stichprobe sein, um ihn reliabel abzubilden
10Lizardman's Constant
ca. 4% aller Antworten in Befragungen sind unbrauchbar
11Biases bei der Datenerhebung
- Collider bias: die berücksichtigten Variablen beeinflussen den Auswahlprozess
- (Selective) Attrition bias: Verzerrung durch Abbrecher