01: Einführung

15 flashcardsby greta
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1
3 Bearbeitungsperspektiven
- Individuum: Verhaltens- und Leistungsbedingungen, Diagnose und Förderung
- Gruppen bzw. Interaktionsbeziehungen: Formen, Bedingungen und Prozesse von Arbeitsgruppen und Führungsbeziehungen
- Organisation: Formen und Charakteristika (z.B. Organisationsklima) sowie Beziehungen zur Umwelt
2
AOW als Fach angewandter Psychologie
- in Grundlagenfächern keine Spezifizierung für Arbeit und Organisationen
- eigenständige Theoriebildung (Grundlagenforschung) und Instrumentenentwicklung nötig
- braucht Gestaltungstheorien (Arbeitsgestaltung, Kommunikationstraining)
- theorie-, methoden-, problem- und gestaltungsgeleitet
- Gütekriterien ungleich grundlagenorientierter Forschung: externe Validität (vgl. interne Validität) und Nützlichkeit
3
Was ist Arbeitspsychologie?
- Erleben und Verhalten in Organisationen/im Arbeitskontext
- abhängig von Arbeitsbedingungen, -aufgaben und Leistungsvoraussetzungen
- Analyse, Bewertung und Gestaltung von Arbeitsprozessen
- Charakterisierung von Arbeitshandeln, Anpassungen an Arbeitsanforderungen und -umgebung, Auswirkungen der Arbeitsbedingungen
4
Was ist Ingenieurspsychologie?
- Teil der Arbeitspsychologie oder eigenständiges Fach
- Mensch-Maschine/Computer-Schnittstelle
- technische Systeme gestalten, damit sie einfach und sicher zu bedienen sind und akzeptiert werden
5
Was ist Organisationspsychologie?
- Wechselbeziehungen zwischen Individuum und Organisation
- Einstellung/Motivation Mitarbeitender erfassen und beeinflussen -> gemäß der Ziele der Organisation
- Führung, Teamzusammenstellung, Macht/Kooperation/Konflikte, Klima und Werte, Entwicklung
6
Was ist Personalpsychologie?
- Teilbereich der Organisationspsychologie
- Verhaltenssteuerung sowie Personalfunktionen (Beschaffung, Auswahl, Entwicklung, Vergütung) unterstützen
- geeignete Bewerber auswählen, Arbeitsleistung bewerten, ...
7
Was ist Markt- und Werbepsychologie?
- Austausch- und Marktbeziehungen zwischen Org. und Umwelt, Kundenbeziehungen
- Markt: ökonomischer Ort des Gütertauschs unter Preisbildung und Berücksichtigung von Angebot und Nachfrage
- Kaufentscheidungen, Werbung
8
Was ist Wirtschaftspsychologie?
- übergeordneter Begriff
- Fokus auf der Person als Arbeitnehmer, Arbeitsplatzinhaber, Besitzer, Konsument usw.
9
Meilensteine in der Geschichte
- Industrielle Revolution
- 1879: Wilhelm Wundt
- 1903: William Stern definiert Psychotechnik
- 1910: Münsterberg hält VL Wirtschaftpsychologie
- 1927: Giese unterscheidet Objekt- und Subjektpsychotechnik
- Hawthorne-Studien: Beginn der Human-Relations-Bewegung; Arbeitspsychologie entsteht
- 60er: Beginn organizational psychology, 1972 erstes deutsches Lehrbuch
- 1985: Gründung der Fachgruppe A-O-Ps der DGPs
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Economic Human
- Scientific Management von Frederic Taylor
- Fokus auf individuelle Arbeitende, diese werden kaum anders als Maschine behandelt (Trennung von Hand- und Kopfarbeit) -> Auswahl und Schulung
-sieht nur monetäre Anreize als Motivationsursache
- Zergliederung von Arbeitsaufgaben ind kleinteilige Elemente
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Social Human
- Human-Relations Bewegung
- soziale Bedürfnisse als Motivationsquelle, sozialer Druck unter Kollegen als Anreiz (anstatt monetärer Reize) -> Identität durch Beziehung, Beeinflussung durch Management indem soziale Bedürfnisse befriedigt werden
- nach ind. Rev. sinnentleerte Arbeit -> Wiederherstellung der Sinnhaftigkeit
12
Self-Actualizing Human
- Selbstverwirklichung als Bedürfnis -> sinnvolle/sinnstiftende Tätigkeit (Ende der 50er)
- Menschengerechte Gestaltung von Arbeit(-saufgaben)
13
Menschenbilder und mögliche Wirkungskreise: Theorie X und Y nach McGregor (1960)
- X: Mensch ist faul -> strenge Vorschriften und Kontrolle -> passiv vermeidendes Arbeitsverhalten (Dienst nch Vorschrift) -> Verantwortungsdiffusion, mangelnde Initiative -> Mensch wirkt faul
- Y: Mensch ist interessiert -> Handlungsspielräume und Selbstkontrolle -> Engagement -> Initiative und Verantwortungsbereitschaft -> wirkt interessiert
14
Complex Human
- Mensch ist individuell: Bedürfnisse und Motive sind subjektiv, variieren aber auch intrapersonal nach Zeit und Situation
- Differentielle Wege zur Bedürfnisbefriedigung: Bedürfnisse interagieren -> komplexe Motivationsmuster, Werte und Ziele -> versch. Ebenen
- Dynamik: durch org.-Erfahrungen neue Motive lernen bzw. bereits gelernt haben
- keine One-Size-Fits-All-Managementstrategie
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Virtual Human
- Mensch in der modernen Informationsgesellschaft -> unzählige Optionen
- Enttraditionalisierung (Entwickeln eigener Orientierungsmuster), Optionierung (Entscheidungen nötig), Individualisierung (VUCA: Votalität, Unsicherheit, Komplexität und Widersprüchlichkeit), Netzwerkbildung
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