Pathologie 1-3

40 flashcardsby Ela
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1
Was versteht die WHO unter Gesundheit?
Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.
2
Was ist Voraussetzung für Gesundheit laut WHO?
Intakte Regulationsmechanismen des Organismus → Adaptation.
3
Wie definiert sich Krankheit?
Als Störung der biologischen Ordnungs- und Regulationssysteme.
4
Was beschreibt die Pathologie?
Die Lehre von Leiden sowie krankhaften Organ- und Gewebeveränderungen.
5
Was sind die Hauptaufgaben der Pathologie?
Diagnostik, Forschung und Ausbildung.
6
Welche diagnostischen Methoden gehören zur Intravitaldiagnostik in der Pathologie?
Zytopathologie, Schnellschnitt, Biopsien, Operationspräparate, Mikrobiologie.
7
Was ist eine postmortale diagnostische Methode in der Pathologie?
Die Autopsie (klinische Obduktion).
8
Was unterscheidet die allgemeine von der speziellen Pathologie?
Die spezielle Pathologie betrachtet organspezifische Befunde unter allgemeinen Gesetzmäßigkeiten.
9
Was bedeutet Ätiologie?
Die Ursache oder der auslösende Faktor einer Störung.
10
Was sind endogene Krankheitsursachen?
Genetisch bedingte Ursachen wie chromosomale Läsionen oder DNA-Mutationen.
11
Was sind exogene Krankheitsursachen?
Einflüsse wie Ernährung, physikalische oder chemische Faktoren, Infektionen, Hormone oder psychogene Faktoren.
12
Was beschreibt die Pathogenese?
Den Ablauf der Reaktion des Organismus auf den schädigenden Faktor.
13
Was ist der Unterschied zwischen kausaler und formaler Pathogenese?
Kausale: Ursache → Wirkung; Formale: strukturelle und funktionelle Veränderungen.
14
Welche Verlaufsformen von Krankheiten gibt es?
Perakut, akut, chronisch, rezidivierend.
15
Welche möglichen Ausgänge kann eine Krankheit haben?
Heilung (restitutio ad integrum oder Reparation), Rezidiv, Defektheilung, Tod.
16
Was beschreibt Morbidität?
Die Häufigkeit einer Krankheit in der Bevölkerung (pro 100.000/Jahr).
17
Was beschreibt Inzidenz?
Die Zahl der Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum.
18
Was beschreibt Mortalität?
Die Zahl der Todesfälle durch eine bestimmte Krankheit in der Gesamtbevölkerung.
19
Was beschreibt Letalität?
Den Anteil der Todesfälle unter den Erkrankten (Maß für Lebensbedrohlichkeit).
20
Warum ist die Mortalität gesundheitspolitisch relevant?
Sie zeigt die gesellschaftliche Bedeutung und Verbreitung von Todesursachen.
21
Warum ist die Letalität klinisch relevant?
Sie dient als prognostischer Indikator für die Lebensbedrohlichkeit einer Krankheit.
22
Welche makroskopischen Untersuchungen führt man in der Pathologie durch?
Beurteilung von Form, Farbe, Konsistenz, Oberfläche und Gewicht.
23
Was umfasst die mikroskopische Untersuchung?
Übersichtsfärbung (HE) und Spezialfärbungen für Bindegewebe, Schleim, Fette etc.
24
Was untersucht die Zytopathologie?
Zytoplasmatische und nukleäre Veränderungen (Exfoliativ- oder Punktionszytologie).
25
Was wird in der Bakteriologie und Serologie nachgewiesen?
Erreger mittels Mikroskopie, Kultur, ELISA oder Immunoassays.
26
Welche Ziele hat die klinische Obduktion?
Klärung der Todesursache, Therapieversagen, neue Krankheitsbilder und Qualitätssicherung.
27
Was ist das Ziel einer Obduktion allgemein?
Klärung der Grundkrankheit, Todesursache und pathophysiologischer Zusammenhänge.
28
Welche Arten von Obduktionen gibt es?
Gerichtliche, sanitätspolizeiliche, klinische und Privatobduktion.
29
Wann erfolgt eine gerichtliche Obduktion?
Bei Verdacht auf Fremdverschulden, Narkosetod oder Gewalt.
30
Wann erfolgt eine sanitätspolizeiliche Obduktion?
Bei plötzlichem Tod, Infektionskrankheiten oder unklarer Identität.
31
Wann erfolgt eine klinische Obduktion?
Bei Todesfällen im Krankenhaus zur Diagnosekontrolle oder Forschung.
32
Wann erfolgt eine Privatobduktion?
Auf Wunsch der Angehörigen, z. B. zu Versicherungszwecken.
33
Was ist das Ergebnis einer Obduktion?
Feststellung der Todesursache, Diagnosesicherung, Dokumentation und Beitrag zur Statistik.
34
Was sind unsichere Todeszeichen?
Bewusstlosigkeit, Atemstillstand, Pulslosigkeit, Pupillenstarre – sie können reversibel sein.
35
Was sind sichere Todeszeichen?
Totenflecke, Totenstarre, Totenkälte, Autolyse/Fäulnis, Hirntod.
36
Wann treten Totenflecke (Livores) auf?
Etwa 20–30 Minuten nach Kreislaufstillstand, zunächst wegdrückbar, später fixiert.
37
Wann tritt Totenstarre (Rigor mortis) ein?
Nach 2–3 Stunden, beginnt kranial und schreitet kaudal fort (Nysten-Regel).
38
Was beschreibt die Totenkälte?
Temperaturangleichung an die Umgebung mit ca. 1 °C Abfall pro Stunde.
39
Was bedeutet Autolyse bzw. Fäulnis?
Späte sichere Todeszeichen durch körpereigene Enzyme und bakterielle Zersetzung.
40
Was kennzeichnet den Hirntod?
Ein isoelektrisches EEG ≥ 1 Stunde, keine Reflexe und keine Spontanatmung.
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