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249 flashcardsby snowdonem
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All cards

1
Was bedeutet 1 Mol einer Substanz?
X Gramm, wobei X die relative Molekülmasse ist; enthält \$6 \times 10^{23}\$ Moleküle
2
Wie viel wiegt 1 Mol Kohlenstoff?
12 g
3
Wie viel wiegt 1 Mol Glucose?
180 g
4
Wie viel wiegt 1 Mol Natriumchlorid?
58 g
5
Was ist eine molare Lösung?
Eine Lösung mit 1 Mol der Substanz pro Liter
6
Wie viel Glucose enthält eine 1 mM Glucoselösung?
180 mg/l
7
Welche Ordnungszahl und Atommasse hat das Kohlenstoffatom?
Ordnungszahl 6, Atommasse 12
8
Welche Ordnungszahl hat das Wasserstoffatom?
1
9
Welche vier Klassen von Makromolekülen gibt es in Organismen?
Kohlenhydrate, Lipide, Nukleinsäuren und Proteine
10
Welche typische Bindungsenergie hat eine kovalente Bindung?
200–400 kJ/mol
11
Welche typische Bindungsenergie hat eine Wasserstoffbrücke?
etwa 20 kJ/mol
12
Welche typische Bindungsenergie hat eine hydrophobe Wechselwirkung?
4–8 kJ/mol
13
Welche typische Bindungsenergie haben Van-der-Waals-Kräfte?
etwa 2 kJ/mol
14
Was ist eine Ionenbindung?
Elektrostatische Anziehung zwischen permanent gegensätzlichen Ladungen
15
Was ist eine Wasserstoffbrücke?
Elektrostatische Anziehung zwischen einem H-Atom mit Teilladung \$\delta^+\$ und einem elektronegativen Atom mit \$\delta^-\$
16
Was ist eine hydrophobe Wechselwirkung?
Zusammenlagerung unpolarer Moleküle in polarem Medium wie Wasser
17
Wie sind Van-der-Waals-Kräfte entstanden?
Durch temporär ungleiche Elektronenverteilung in unpolaren Molekülen
18
Welchen Bindungswinkel haben die H-Atome im Methan?
109° (Tetraeder)
19
Warum lösen sich Salze wie NaCl in Wasser?
Wassermoleküle sind polar und umlagern die Ionen mit ihren \$\delta^+\$- und \$\delta^-\$-Polen
20
Was bedeutet hydrophil?
Wasseranziehend; polare Moleküle ziehen Wassermoleküle an
21
Was bedeutet hydrophob?
Wasserabweisend; unpolare Moleküle lagern sich untereinander zusammen
22
Warum schwimmt Eis oben?
Eis hat eine geringere Dichte als flüssiges Wasser
23
Wozu führt die Dichteanomalie des Wassers bei Seen?
Seen frieren von oben nach unten zu
24
Bei welcher Temperatur hat flüssiges Wasser die größte Dichte?
  • 4 °C
  • 0 °C
  • 10 °C
  • 100 °C
25
Warum kühlt Schwitzen?
Wegen der hohen Verdampfungswärme des Wassers
26
Was bewirkt die hohe Wärmekapazität des Wassers?
Wasser puffert Wärmeenergie
27
Welche drei Eigenschaften des Wassers beruhen auf dem Zusammenhalt der Moleküle?
Kohäsion, Adhäsion und Oberflächenspannung
28
Wie ist der pH-Wert definiert?
\$pH = -\log [H^+]\$
29
Welche H⁺-Konzentration hat reines Wasser?
\$10^{-7}\$ mol/l
30
Welchen pH-Wert hat reines Wasser?
7
31
Warum ist natürliches Wasser mit gelöstem CO₂ leicht sauer?
CO₂ bildet mit Wasser Kohlensäure
32
Wofür sorgen Puffer?
Für einen relativ konstanten pH-Wert
33
Wie viele Einheiten ändert sich die H⁺-Konzentration bei einer pH-Änderung um 1?
Um das Zehnfache
34
Warum ist Meerwasser leicht basisch?
Wegen des Carbonat-Hydrogencarbonat-Systems; Hydrogencarbonat und Carbonat nehmen Protonen auf
35
Woraus entsteht Hydrogencarbonat im Meerwasser?
Aus der Verwitterung von Gesteinen
36
Was ist ein Makromolekül?
Ein Molekül mit über 1000 Atomen
37
Was sind Polymere?
Moleküle, die durch Verbinden kleinerer Einheiten (Monomere) entstehen
38
Welche Klasse der Makromoleküle besteht nicht aus Polymeren?
  • Lipide
  • Proteine
  • Kohlenhydrate
  • Nukleinsäuren
39
Wie viel Gewichtsprozent der meisten lebenden Gewebe macht Wasser aus?
Etwa 70 %
40
Welche vier Hauptfunktionen haben Kohlenhydrate?
Energiequelle, extrazelluläre Strukturkomponente, Ausgangsgerüst für andere Biomoleküle, Signal- und Erkennungsstrukturen
41
Nenne zwei extrazelluläre Strukturkohlenhydrate.
Cellulose und Chitin
42
Welche vier Klassen von Kohlenhydraten gibt es?
Monosaccharide, Disaccharide, Oligosaccharide und Polysaccharide
43
Wie werden Mono- und Disaccharide auch genannt?
Zucker
44
Wie werden Oligo- und Polysaccharide auch genannt?
Glykane
45
Wie lautet die allgemeine Formel der Monosaccharide?
\$(CH_2O)_n\$ mit \$n eq 3\$
46
Welches Monosaccharid ist eine Ausnahme der allgemeinen Formel?
Desoxyribose
47
Was sind Monosaccharide chemisch?
Polyhydroxycarbonylverbindungen
48
Wie sind Kohlenhydrate in Bezug auf Wasser?
Hydrophil und gut wasserlöslich
49
Welche Monosaccharide sind in der Natur am häufigsten?
Pentosen und Hexosen
50
In welcher Form liegen Zucker ab 5 C-Atomen in wässriger Lösung meist vor?
In Ringform
51
Wo sitzt die Carbonylgruppe bei einer Aldose?
Am C1-Atom
52
Wo sitzt die Carbonylgruppe bei einer Ketose?
Am C2-Atom
53
Was bezeichnet die Unterscheidung D- und L-Zucker?
Die Stellung der Hydroxylgruppe am Stereozentrum, das am weitesten von der Carbonylgruppe entfernt ist
54
Was bedeuten dexter und laevus?
Rechts (dexter) und links (laevus)
55
Was sind α- und β-Anomere?
Zwei zusätzliche Stereoisomere, die durch Ringbildung entstehen
56
Wie heißt der Fünfring-Grundkörper bei Zuckern wie Fructose?
Furan (Furanose)
57
Wie heißt der Sechsring-Grundkörper bei Zuckern wie Glucose?
Pyran (Pyranose)
58
Welche Ringform nimmt Glucose in wässriger Lösung an?
Sesselform (Pyranose)
59
Welche chemische Reaktion verknüpft Monosaccharide zu Disacchariden?
Ketal- bzw. Acetalbildung (Kondensationsreaktion)
60
Aus welchen Monomeren besteht Saccharose?
Glucose und Fructose
61
Welche Bindung verknüpft Glucose und Fructose in Saccharose?
α-1→β-2-glykosidische Bindung
62
Welche Bindung verknüpft die Glucosen in Maltose?
α-1→4-glykosidische Bindung
63
Wie wird Saccharose gebildet?
Unter Energieverbrauch aus aktivierter Glucose und Fructose (Kondensationsreaktion)
64
Wie heißt die Rückreaktion der Kondensation?
Hydrolyse
65
Woher wird Saccharose (Rohrzucker) gewonnen?
Aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben
66
Was ist Saccharose im Alltag?
Haushaltszucker
67
Was ist Maltose im Alltag?
Malzzucker
68
Was ist Lactose im Alltag?
Milchzucker
69
Woraus besteht Trehalose?
Glucose + Glucose
70
Woraus besteht Lactose?
Glucose + Galaktose
71
Woraus besteht Cellobiose?
Glucose + Glucose
72
Welches Disaccharid besteht nicht nur aus Glucose?
  • Saccharose
  • Trehalose
  • Maltose
  • Cellobiose
73
Welches Disaccharid ist für Menschen unverdaubar?
Cellobiose
74
Was ist die normale Transportform von Zucker bei Pflanzen?
Saccharose
75
Was ist die normale Transportform von Zucker bei Säugetieren?
Glucose
76
Was ist die häufigste organische Verbindung auf der Erde?
  • Cellulose
  • Saccharose
  • DNA
  • Stärke
77
Welche Funktionen haben Polysaccharide?
Energiespeicher und Strukturbausteine
78
Aus welchen zwei Komponenten besteht Stärke?
Amylose (ca. 30 %, unverzweigt) und Amylopektin (ca. 70 %, 1,6-verzweigt)
79
Welche Bindungen kommen in Stärke vor?
α-1,4- und zusätzlich α-1,6-Bindungen
80
Warum ist Stärke osmotisch unproblematisch?
Als Polymer erhöht sie die Teilchenzahl nicht; sie bildet eine Helixstruktur
81
Wie ist Cellulose aufgebaut?
Glucose-Polymer (β-1,4), jede zweite Glucose um 180° gedreht
82
Wodurch bildet Cellulose Mikrofibrillen?
Durch Wasserstoffbrücken zwischen den Ketten
83
Welche Funktion hat Cellulose?
Sie verleiht der Zellwand Stabilität
84
Womit weist man Stärke nach?
Mit Lugolscher Lösung (Iod-Kaliumiodid-Lösung)
85
Welche Farbe entsteht beim Stärkenachweis?
Tiefblau (Iod-Amylose-Komplexe)
86
Wo kommt Glykogen als Speichersaccharid vor?
Bei Bakterien, Pilzen und Tieren
87
Wie oft ist Glykogen verzweigt?
Alle 8–12 Glucosereste
88
Wie oft ist Amylopektin verzweigt?
Alle 24–30 Glucosereste
89
Welche chemischen Gruppen modifizieren Kohlenhydrate?
Phosphat-, Amino- oder N-Acetyl-Gruppen
90
Wofür sind phosphorylierte Zucker wichtig?
Für den Energiestoffwechsel
91
Wofür sind Aminozucker wichtig?
Für die extrazelluläre Matrix, z. B. in Knorpel oder Chitin
92
Woraus besteht Chitin?
Aus N-Acetylglucosamin-Polymeren
93
Wo kommt Chitin vor?
Im Außenskelett von Insekten
94
Welches Monosaccharid ist Glucose und welches Disaccharid ist Maltose?
  • Fructose
  • Maltose (Glc-Glc)
  • Cellulose
  • Lactose
95
Was sind Lipide?
Fette und fettähnliche Substanzen; sehr diverse Stoffgruppe
96
Nenne Beispiele für Lipide.
Fette, Öle, Phospholipide, Glykolipide, Cutin, Suberin, Wachse, Steroide
97
In welchen Lösungsmitteln lösen sich Lipide?
In unpolaren organischen Lösungsmitteln, z. B. Chloroform
98
Warum sind Lipide energiereicher als Kohlenhydrate?
Der Kohlenstoff liegt in höher reduzierter Form vor
99
Welche Funktion haben Phospholipide?
Strukturbausteine der Biomembran
100
Welche Funktion haben Carotinoide als Lipide?
Lichtenergiesammler
101
Welche Funktion haben Steroide?
Regulatorische Funktion (Hormone)
102
Welche Funktion hat die Myelinscheide?
Elektrische Isolation bei Nervenzellen
103
Was sind Fette und Öle chemisch?
Triacylglycerine (Triglyceride)
104
Was ist der Unterschied zwischen Ölen und Fetten?
Öle sind bei Raumtemperatur flüssig, Fette sind fest
105
Welche Ausnahmen von festen Fetten gibt es bei Pflanzen?
Kokosfett, Palmkernfett und Kakaobutter
106
Wie ist ein Triacylglycerin aufgebaut?
Drei Fettsäuren sind über Esterbindungen an die drei Hydroxylgruppen des Glycerins gebunden
107
Wie viele C-Atome haben Fettsäuren meist?
Eine gerade Anzahl (12–24), meist 16 oder 18
108
Was ist eine gesättigte Fettsäure?
Eine Fettsäure ohne Doppelbindung
109
Warum sind ungesättigte Fettsäuren meist flüssig?
Cis-Doppelbindungen erzeugen Knicke, höhere Unordnung und einen niedrigeren Schmelzpunkt
110
Warum sind tierische Fette meist fest?
Sie enthalten überwiegend langkettige gesättigte Fettsäuren
111
Welche Ausnahme gibt es bei tierischen Fetten?
Fischöle
112
Was passiert bei der industriellen Fetthärtung?
Durch Anlagerung von Wasserstoff werden Öle streichfähig und hitzebeständig; die Fettsäuren werden gesättigt
113
Wann entstehen Transfettsäuren?
Bei teilweiser Härtung oder zu starkem Erhitzen von Ölen
114
Wie wirken sich Transfettsäuren aus?
Ungünstig auf den Fettstoffwechsel; das Risiko für Gefäßverkalkung steigt
115
Wie viel Energie liefert Fett pro Gramm?
Ca. 38–39 kJ
116
Wie viel Energie liefern Kohlenhydrate und Proteine pro Gramm?
Ca. 17 kJ
117
Warum ist Fett der Hauptenergiespeicher von Tieren?
Es wird wasserfrei gespeichert; Glykogen bindet ca. 2–3 g Wasser pro g
118
Wie viele Fettsäurereste hat ein Phospholipid?
Zwei
119
Woran ist beim Phospholipid das dritte C-Atom des Glycerins gebunden?
An eine Phosphatgruppe mit meist einer weiteren polaren Gruppe
120
Was bedeutet amphipathisch?
Mit hydrophiler und hydrophober Komponente
121
Was bilden Phospholipide in wässriger Umgebung?
Eine Lipiddoppelschicht (Bilayer)
122
Wohin zeigen die Schwänze in der Phospholipiddoppelschicht?
Nach innen, weg vom Wasser
123
Wie sind Carotinoide?
Lichtabsorbierende Pigmente
124
Welche Funktion hat β-Carotin bei der Photosynthese?
Akzessorisches Pigment und Photoprotektion
125
Woraus entsteht Retinol (Vitamin A)?
Aus β-Carotin
126
Welche Rolle hat Retinal beim Sehvorgang?
Chromophor des Rhodopsins
127
Wie ist das Grundgerüst der Steroide aufgebaut?
Vier kondensierte Kohlenstoffringe (drei Sechsringe, ein Fünfring)
128
Was ist ein Sterol?
Ein Steroid mit OH-Gruppe am C3-Atom
129
Was regulieren Sterole in Membranen?
Die Membranfluidität
130
Welches Sterol kommt bei Pflanzen nur in Spuren vor?
Cholesterin
131
Was sind Brassinosteroide?
Pflanzenhormone
132
Welche Funktion haben Wachse bei Pflanzen?
Schutz vor Wasserverlust und Pathogenen
133
Wie sind Wachse grundlegend aufgebaut?
Ester aus gesättigter langkettiger Fettsäure und gesättigtem langkettigem Alkohol
134
Was enthalten Kutikularwachse zusätzlich zu Estern?
Alkane, Aldehyde, Ketone und freie Alkohole
135
Was bedeutet homöoviskose Adaptation?
Organismen entwickeln die am stärksten gesättigte Fettsäureform, die bei ihrer Körpertemperatur noch flüssig bleibt
136
Warum ist Kokosfett bei Raumtemperatur fest?
Tropische Pflanzen mit hoher Temperatur haben mehr gesättigte Fettsäuren
137
Welcher Anteil des Trockengewichts tierischer Zellen und Bakterien sind Proteine?
Mehr als 50 %
138
Aus wie vielen kanonischen Aminosäuren bestehen Proteine?
20
139
Nenne ein Strukturprotein.
Collagen
140
Welche funktionellen Gruppen hat eine Aminosäure?
Eine Carboxylgruppe (-COOH) und eine Aminogruppe (-NH₂)
141
Was ist ein Zwitterion?
Aminosäure mit \$-COO^-\$ und \$-NH_3^+\$ bei physiologischem pH
142
Welche Aminosäure hat kein asymmetrisches zentrales C-Atom?
Glycin
143
Welche Aminosäuren kommen natürlich vor?
  • L-Aminosäuren
  • D-Aminosäuren
  • beide gleich häufig
  • keine von beiden
144
Wodurch sind Aminosäuren in Proteinen verknüpft?
Durch Peptidbindungen
145
Welche Gruppen verbinden sich bei der Peptidbindung?
  • Amino- und Carboxylgruppe
  • Sulfhydrylgruppen
  • Amino- und Phosphatgruppe
  • Carboxyl- und Hydroxylgruppe
146
Wie heißt die Reaktion, die die Peptidbindung bildet?
Kondensationsreaktion (Wasser wird abgespalten)
147
Welche Eigenschaft hat die Peptidbindung?
Sie bildet eine starre, ebene Einheit (Planarität)
148
Wie viele Aminosäuren haben Proteine?
50 bis 30.000 (Insulin 51, Titin ca. 34.000–35.000)
149
Was ist die Primärstruktur?
Die Sequenz der Aminosäuren
150
Was ist die Sekundärstruktur?
α-Helix oder β-Faltblatt, Turns/Loops
151
Was ist die Tertiärstruktur?
Die dreidimensionale Struktur der gesamten Polypeptidkette
152
Was ist die Quartärstruktur?
Zusammenlagerung mehrerer Polypeptide
153
Wodurch wird die Sekundärstruktur stabilisiert?
Durch Wasserstoffbrücken zwischen C=O- und N-H-Gruppen
154
Wie sind die Stränge im β-Faltblatt angeordnet?
Parallel oder antiparallel
155
Wodurch wird die Tertiärstruktur stabilisiert?
Wasserstoffbrücken, Disulfidbrücken, hydrophobe Wechselwirkungen, Ionenbindungen, Van-der-Waals-Kräfte
156
Wie entsteht eine Disulfidbrücke?
Zwei SH-Gruppen von Cysteinresten bilden eine kovalente S–S-Bindung
157
Wie funktioniert eine Dauerwelle chemisch?
Reduktionsmittel spalten Disulfidbrücken, Haare werden gewickelt, Oxidationsmittel bilden neue Brücken
158
Nach welchem Prinzip faltet sich ein Protein?
So, dass die freie Energie von Protein + Wasser minimal ist
159
Warum nimmt beim Falten die Entropie des Wassers zu?
Das Wasser gewinnt Bewegungsfreiheit, da unpolare Seitenketten es nicht mehr einschränken
160
Was zeigte das Anfinsen-Experiment?
Die Primärstruktur bestimmt die Tertiärstruktur (Ribonuclease A, Nobelpreis 1972)
161
Warum ist Hitzedenaturierung manchmal irreversibel?
Freigelegte hydrophobe Bereiche gehen neue Wechselwirkungen ein
162
Was tun Chaperone?
Sie schirmen Proteine gegen unerwünschte Kontakte ab und sorgen für korrekte Faltung
163
Wofür gab es 2024 den Nobelpreis im Zusammenhang mit Proteinen?
AlphaFold (KI-gestützte Strukturvorhersage)
164
Wie sieht das Chaperon HSP60 aus?
Ein Käfig mit Deckel, innen mit hydrophoben Aminosäuren ausgekleidet
165
Was bestimmt die Quartärstruktur bei Selbstassemblierung?
Die Primärstruktur
166
Woraus besteht Hämoglobin?
Aus zwei α- und zwei β-Untereinheiten (\$\alpha_2eta_2\$) mit je einer Hämgruppe
167
Welche Proteinkomplexe brauchen Assemblierungsfaktoren?
Z. B. Ribosomen und Photosysteme
168
Was sind Enzyme?
Biokatalysatoren, die Reaktionen beschleunigen, ohne verbraucht zu werden
169
Was sind Ribozyme?
Enzyme aus RNA
170
Wo bindet das Substrat am Enzym?
Am aktiven Zentrum
171
Beeinflussen Enzyme das Reaktionsgleichgewicht?
Nein
172
Wie beschleunigen Enzyme Reaktionen?
Sie erniedrigen die Aktivierungsenergie und stabilisieren den Übergangszustand
173
Was sind prosthetische Gruppen?
Organische Nicht-Protein-Moleküle, dauerhaft an das Protein gebunden (z. B. Häm in Katalase)
174
Was sind anorganische Kofaktoren?
Metallionen, permanent an Enzyme gebunden (z. B. Zink an ADH, Kupfer in Cytochrom-c-Oxidase)
175
Was sind Cosubstrate?
Nicht dauerhaft am Enzym gebundene Moleküle, z. B. NAD⁺/NADH
176
Was ist Photosystem I?
Plastocyanin-Ferredoxin-Oxidoreduktase (lichtabhängig) mit vielen Cofaktoren
177
Wie groß ist Photosystem I bei Cyanobakterien?
Ca. 1 MDa (Trimer)
178
Woraus bestehen Nukleinsäuren?
Aus Nukleotiden (Polymere)
179
Woraus besteht ein Nukleotid?
  • Pentose, Stickstoffbase und Phosphatgruppe
  • Pentose und Aminosäure
  • Aminosäure, Glycerin und Fettsäure
  • Phosphatgruppe, Disaccharid und Fettsäure
180
Welche Stickstoffbasen gibt es?
Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin, Uracil
181
Was ist ein Nukleosid?
Pentose + Stickstoffbase, ohne Phosphatgruppe
182
Woraus besteht ATP?
Adenosinmonophosphat (AMP) mit zwei zusätzlichen Phosphatresten
183
Welche Zucker kommen in Nukleinsäuren vor?
Ribose (RNA) und Desoxyribose (DNA)
184
Welche Bindung verknüpft Nukleotide?
Phosphodiesterbindung
185
Welche Polarität haben Nukleinsäuren?
5'-3'-Polarität
186
Was unterscheidet Nukleinsäuren im Rückgrat von Proteinen?
  • Phosphor
  • Kohlenstoff
  • Stickstoff
  • Schwefel
187
Welche Funktion haben mRNAs?
Kopien von Gensequenzen für die Proteinsynthese
188
Welche Funktion haben tRNAs?
Sie helfen bei der Proteinsynthese
189
Was enthalten Ribosomen?
rRNAs
190
Nenne nicht-kodierende RNAs.
rRNA, tRNA, snRNA, snoRNA, miRNA, siRNA, lncRNA
191
Was sind Oligonukleotide?
Kurze Nukleotidketten (ca. 2–50 nt)
192
Wie lang sind PCR-Primer meist?
18–25 nt
193
Welche Basen sind Pyrimidine?
Cytosin, Thymin und Uracil
194
Welche Basen sind Purine?
Adenin und Guanin
195
Wie viele Wasserstoffbrücken bilden A=T und G≡C?
A=T: 2; G≡C: 3
196
Welche Base paart in RNA mit Adenin?
Uracil
197
Was ermöglicht die komplementäre Basenpaarung?
Replikation, Transkription und Translation
198
Was ist Replikation?
DNA zu DNA
199
Was ist Transkription?
DNA zu RNA
200
Was ist Translation?
RNA zu Protein
201
Wie ist RNA aufgebaut?
Einzelsträngig (doppelsträngige Abschnitte möglich), Ribose, Uracil statt Thymin
202
Wie ist DNA aufgebaut?
Doppelsträngig, antiparallel, rechtsgängige Helix (B-DNA), Desoxyribose, Thymin statt Uracil
203
Warum Thymin statt Uracil in der DNA?
Uracil entsteht leicht durch Desaminierung aus Cytosin und wäre zweideutig; Thymin hat eine zusätzliche Methylgruppe
204
Wie wird Uracil in DNA repariert?
Durch Basenexzisionsreparatur wird es gegen Cytosin ausgetauscht
205
Warum ist Uracil gut für RNA?
Es ist billiger in der Herstellung (kein Methylrest)
206
Wann entstand die Erde?
Vor 4,54 Milliarden Jahren
207
Wann entstand das Leben (LUCA-Schätzung)?
Vor circa 4,2 Milliarden Jahren
208
Was belegen Zirkone aus den Jack Hills?
Flüssiges Wasser bereits vor ca. 4,4–4,3 Mrd. Jahren
209
Woher stammt das Wasser der Erde zumindest teilweise?
Aus kohligen-chondritischen Asteroiden und evtl. Kometen
210
Welche Himmelskörper haben unterirdische Ozeane?
Europa, Ganymed, Enceladus und Titan
211
Welche Gase wurden im Urey-Miller-Experiment verwendet?
\$H_2\$, \$NH_3\$, \$CH_4\$, \$H_2O\$
212
Wann fand das Urey-Miller-Experiment statt?
1952
213
Was simulierten die elektrischen Funken im Urey-Miller-Experiment?
Blitze
214
Was entstand im Urey-Miller-Experiment nach wenigen Tagen?
Biomoleküle wie Aminosäuren
215
Was ist „ice chemistry“?
Präbiotische Synthese von Biomolekülen im Kalten (Astrobiologie, kosmische Strahlung)
216
Welche Rolle spielte Glas im Urey-Miller-Experiment?
Glas (Gestein) wirkt als Katalysator
217
Welches Biomolekül ist in Kometen bisher v. a. belegt?
Glycin
218
Was stammt aus Meteoriten und Asteroidenproben?
Nukleobasen, Zucker (Ribose) und Aminosäuren
219
Welche Form haben Aminosäuren aus dem All?
Ein Gemisch aus D- und L-Form
220
Was ist ein Asteroid?
Kleiner Himmelskörper aus Gestein oder Metall, meist zwischen Mars und Jupiter
221
Was ist ein Komet?
Kleiner Himmelskörper mit viel Eis und Staub, der nahe der Sonne einen Schweif bilden kann
222
Was ist ein Meteorit?
Ein Bruchstück aus dem All, das auf der Erde landet
223
Wie können Makromoleküle ohne Enzyme entstehen?
An Oberflächen wie Tonmineralen und in heißem, sauerstofffreiem Wasser mit Metallen (Tiefseeschlote)
224
Warum fördern heiße Quellen die Polymerisation?
Sie konzentrieren Monomere auf
225
Warum kann das erste Enzym kein Protein gewesen sein?
Dafür braucht man DNA, RNA und Ribosomen
226
Welche Befunde stützen die Ribozym-Hypothese?
Katalytische rRNA im Ribosom; 150–200 nt lange RNAs katalysieren RNA-Polymerisation
227
Welches Ribozym katalysiert die Peptidyltransferase-Reaktion?
Die 23S-rRNA im Ribosom
228
Warum sprechen Cofaktoren für die RNA-Welt?
ATP, NAD, FAD und CoA sind Ribonukleotid-Derivate
229
Woraus entstehen Desoxyribonukleotide?
Aus Ribonukleotiden
230
Was besagt die RNA-Welt-Hypothese?
RNA diente als Informationsspeicher und Katalysator, bevor Proteine und DNA dazukamen
231
Welche Rolle hat DNA in der DNA-RNA-Protein-Welt?
Wichtigster Informationsspeicher
232
Woraus besteht das Protozellen-Modell?
Aus einem Fettsäure-Vesikel mit Doppelschicht
233
Was hält das Fettsäure-Vesikel zurück und was lässt es durch?
Hält Nukleinsäuren zurück, lässt Zucker und Nukleotide durch
234
Wie alt sind die ältesten Fossilien?
3,5 Milliarden Jahre
235
Was ähneln die ältesten Fossilien?
Heutigen Cyanobakterien und anderen Prokaryoten
236
Welche Isotopensignatur deutet auf autotrophe CO₂-Fixierung hin?
\$^{13}C/^{12}C\$-Signatur im Gestein
237
Was sind Stromatolithen?
Mikrobielle Lebensgemeinschaften, die Sedimentkörnchen zusammenhalten
238
Welche Organismen spielen in heutigen Stromatolithen eine wichtige Rolle?
Cyanobakterien
239
Was dokumentieren Stromatolithen?
Frühes Leben, aber nicht notwendigerweise seine Entstehung
240
Was besagt der aktuelle Stand zur Entstehung der Eukaryoten?
Eukaryoten entstanden innerhalb der Asgard-Archaeen
241
Welche zwei Partner hat die Wasserstoffhypothese?
α-Proteobakterium (Symbiont) und methanogenes Archaeon (Wirt)
242
Was produziert der Symbiont in der Wasserstoffhypothese unter anaeroben Bedingungen?
Wasserstoff
243
Was benötigt der Wirt in der Wasserstoffhypothese?
Wasserstoff (methanogen, autotroph)
244
Was wird aus dem Symbionten in der Wasserstoffhypothese?
Das Mitochondrium
245
Was passiert nach dem Gentransfer in den Wirtskern?
Der Wirt wird heterotroph
246
Nenne Beispiele für Symbiosen, die die Evolution vorangetrieben haben.
Mitochondrien, Plastiden, Korallen, Flechten, Mykorrhiza, Knöllchenbakterien
247
Was sind Korallen symbiotisch mit?
Dinoflagellaten
248
Was hat die Photosynthese der Evolution gebracht?
Sauerstoff (Great Oxidation Event) für aerobe Atmung und Ozonschicht (Landleben)
249
Welche chemische Grundlage erklärt die Durchmischung von Gewässern?
Die Dichteanomalie des Wassers (maximale Dichte bei 4 °C)
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