1Handlungsfreiheit
Ich kann tun, was ich will. (eigenem Willen gemäß handeln können, keine äußeren Zwänge oder Einschränkungen)
2Willensfreiheit
Ich kann wollen, was ich will. Ich kann wollen, was ich nicht will. Ich kann nicht wollen,was ich tatsächlich will. (Wunsch ggü. eigenen Wünschen, Intentionen, die man aber nicht hat)
3Persönlichkeit zweigeteilt: (nach Sigmund Freud)
Grad der Bewusstheit (Schichtenmodell), Aufgabe im Rahmen der Persönlchkeit (Instanzenmodell)
4Bewusstsein
Vorstellungen, Gedanken, Wahrnehmungen, Person bemerkt, unmittelbarer Zugang, enge Verbindung mit Vorbewusstsein
5Vorbewusstsein
Seelische Vorgänge, wieder bewusst gemacht werden können, willentlich abrufbare Erinnerung
6Unbewusstsein
Inhalte nicht durch Willenanstrengnung in Bewusstsein zurück, individuell erschließbar, bestimmen Verhalten/ Erleben in großem Maße, Unbewusstsein beeinflusst Denken/ Handeln/ Fühlen
7Ich kontrolliert…
Es und Über-Ich, die Forderungen an … stellen
8Es (bewusstseinsebene)
unbewusst
9Es (Wirkung/ Motiv)
instinkthafte Triebe, drängen nach uneingeschränkter Befriedigung
10Es (seit wann vorhanden)
von Geburt an
11Es (Prinzip)
Lustprinzip „Ich will“
12Über Ich (bewusstseinsebene)
Bewusst, vor und unbewusst
13Über ich (Wirkung/ Motiv)
Gebote und Verbote, Ich Ideal: Vorstellung, wie jmd sein möchte
14Über ich (seit wann vorhanden)
entwickelt sich parallel zum ich, Erziehung und sozialisation
15Über ich (Prinzip)
Moralprinzip: „Du sollst“
16Ich (bewusstseinsebene)
bewusst, vor und unbewusst
17Ich (Wirkung/ Motiv)
Vermittler zwischen Instanzen und Innen und Außenwelt
18Ich (seit wann)
entwickelt sich parallel zum Über ich, Erziehung und sozialisation
19Ich (Prinzip)
Realtitätsprinzip, Sitz des praktischen Verstandes
20Wie werden Triebe (Es) kontrolliert?
Abwehr bzw. Verdrängung
21Umgang mit Trieben/ Bedürfnissen
Befriedigung, Aufschub, Verzicht, Abwehrmechanismen
22Abwehrmechanismen
Wegschieben/ Verdrängen unerwünschter Triebwünsche ins Unbewusste, Hilfsmittel des Ich
23Freud‘schen Fehlleistungen
Indiz für wahre Einstellung einer Person, zB. auf den ersten Blick versehentliche Handlung, die scheinbar zufällig ist, war gewollt
24Verdrängung
ins Unbewusste verdrängt, soz. vergessen nicht wirklich
25Projektion
Sündenbock Mechanismus
26Verschiebung
verschiebungvon ursprünglichen auf sichereres Ziel
27Rationalisierung
rationale Erklärung unerreichbarer Bedürfnisse, falsche Erklärung
28Regression
Rückfall in frühere Entwicklungsstufe, „heile welt“ wiederherstellung, Auseinandersetzung mit belastenden Dingen wird vermieden
29Reaktionsbildung
entgegengesetzte Verhaltensweise des unerwünschten Gefühls
30Sublimation
gesellschaftlich höher bewertete Handlung als Ersatz
31Milgram Erklärungen: Autorität
Expertenmacht des Versuchsleiters, Konsequenzen des eigenen Handelns sinnlich wahrnehmbar > verliert an Einflusskraft, trotzdem wirksam
32Milgram Erklärungen: Nähe zw. Täter und Opfer
Anschaulichkeit Konsquenzen Handelns > Einfühlvermögen und Solidarität > Verleugnung und Selbsttäuschung nicht mgl.
33Milgram Erklärungen: Widerstand gg. Autorität
Verlust Anerkennung durch diese
34Milgram Erklärungen: Mitten im Experiment aufhören
Zugeständis bis dahin falsches getan zu haben, fällt manchen schwer
35Konformität
Übereinstimmung mit fremden Ansichten, Anpassung an Gruppenmeinung (ohne innere Überzeugung)
36Konformität: Akzeptanz
völlige übereinstimmung, ohne innere Vorbehalte, ist vom anderen überzeugt
37Konformität: Gehorsam
Unterwerfung unter Autorität
38Konformität: Einwilligung (compliance)
Übereinstimmung, auch wenn Vorbehalte existieren
39Konformität: public compliance
öffentliche änderung der Einstellung zur Vermeidung negativer Konsequenzen
40Konformität: forced compliance
erzwungene Einwilligung
41Milgram: V
Mikrofon Kontakt, 62,5%
42Milgram: V1
Fernraumanordnung: kein Kontakt, nur Schlag, 65%
43Milgram: V2
Raumnähe: gleicher Raum, 40%
44Milgram: V3
Berührungsnähe: Hand auf Schockplatte drücken, 30%
45Gehorsamsexperimente von Milgram
wie gehorchten so viele Menschen den Nazis? was bringt menschen dazu, entgegen Gewissen Autoritäten zu folgen?
46Konformitätsexperimente von Ash
Kann Gruppendruck Menschen dazu bringen ihrer eigenen Wahrnehmung zu mistrauen?
47Ash Erklärung:
Konflikt in VP zw. Wunsch nach Wahrheit (Vertrauen auf eigene Wahrnehmung) und Wunsch nach Konformität
48Ash Ergebnisse
manche bleiben bei richtiger Antwort (übergehen Gruppenzusammengehörigkeit), 76% zustimmung bei mind. ein Durchgang, 37% stimmen immer zu (übergehen eigene Meinung)
49Sozialisation: Definition
Lebenslanger Prozess des Hineinwachsens in die Gesellschaft, vermittlung von Normen, Werten, Verhaltensweisen (werden eigen -> ersatz äußerer Kontrolle durch Innere), Verinnerlichung -> Handlungsfähigkeit in Ges
50Sozialisation: Prozess
wechselspiel zw. Entwicklungsprozessen und ges. Einflüssen > aktiver lebenslanger Prozess, nicht nur passive Anpassung > Lernen und Anpassen auf Basis primärer Soz.
51Sozialisation: Phasen
1. Primäre (frühkindliche) > Familie, Basis
2. Sekundäre (schulische) > Jugendzeit
3. Tertiäre > Erwachsenenalter, Beruf
52Sozialisationsinstanzen
= Vermittler zw. Individuum und Ges.
1. Primäre … (Familie)
2. Sekundäre … (Freunde, Peergroup, Schule, Medien)
53Soziale Rolle
= Bündel von Verhaltenserwartungen (Rollenerw.) die Umwelt an Individuum hat > jeder Mensch träger versch. Rollen (Rollenensemble) > oft aufgr. sozialer Positionen und Gruppenzugehörigkeiten
54natürliche/ zugewiesene Rollen
ohne eigenes Zutun erlangt (angeboren) > inhalt Rolle wird von Umwelt bestimmt > unvermeidbar > wenig Spielraum für Rollendistanz/ -verweigerung
55erworbene Rollen
wahl Annahme/ Ablehnung (distanz/ verweigerung) > inhalt Rolle wir vom Individuum bestimmt
56Rollensegmente
Rolle hat meherere „Bereiche“: ergeben sich aus Bezugsgruppen (zB. Schüler: Mitschüler, Lernender, Beziehung zu Lehrer)
57Rollenerwartungen
1. Muss: Rollenträger muss Dinge tun, sonst > Sanktionen, Verlust Position
2. Soll: Wenn Verstoß gg. Pflichten > Sanktionen
3. Kann: neutrale oder positive Reaktion Bezugsperson auf Erfüllung
-> Kontrolle und Sanktionierung durch Ges.
58Rollenvorschriften
nicht schriftlich festgelegt, mündlich, in Modellen
59Ausübung mehrerer Rollen und Wechsel
> Rollenkonflikte
60Rollenkonflikte
1. Inter (unvereinbarkeit von 2 versch. Rollen)
2. Intra (Konflikt zw. versch. Segmenten 1 Rolle)
61Rollenvorschriften
richten sich an best. Positionen > Rangunterschiede, unterschiedliches Vh. (erwartet)
62nicht nur Determination, auch Freiheit
Reduktion Konflikte, Sicherheit im ges. Umgang, individuelle Rollendef. in pluralistischen Ges. > Rollenverweigerung
63Status
= ges. Stellung, die Person im vgl. zu anderen einnimmt > Einkommen, Beruf, Bildung, Ansehen -> Statusunterschiede steuern Handeln (un)bewusst > ges. Differenzierung
64Status: verknüpfte Merkmale
Rechte u. Pflichten, Privilegien, Möglichkeiten, Lebensstile, (Auftreten, Verhalten, Sprache) > Erwartungen
65Statusunterschiede
über Symbole: Kleidung, Auto, Haus, Essgewohnheiten, Medien, Sprache
66Statuskonsistenz
Merkmale korrellieren (hohe Bildung - hohes Einkommen)
67Statusinkonsistenz
Merkmale korrellieren nicht (hohe Bildung - niedriges Einkommen)
68erworbener Status
durch Fähigkeiten und Leistung, unabhängig von sozialer Herrschaft
69zugeschriebener Status
aufgr. von Geschlecht, Alter, Hautfarbe zugewiesen
70Problem Statusmessung in modernen Ges.
vielfältige Merkmale, oft nich konsistent (sehr individuell)
71Schicht
Teilgruppe einer Ges., best. soziale Merkmale (Ausbildung, Einkommen, Wohn-/ Arbeitsbedingungen, Ges. Machtmittel)
72Schicht - Status
jede Schicht (soziologischen Merkmale) hat gewissen Status (Merkmale, Bewertung)
73Schichteneinteilung (Goldthorpe): ausgelassen
„Elite“: sehr reiche Unternehmer, Politik, Kirche, Gesellschaft und Kultur > kleine, unzugängliche Gruppe (für Forschung)
74Schichteneinteilung (Goldthorpe)
1. obere Dienstklasse
2. untere Dienstklasse (akademischer Ausbildungsstand)
3. Routine Dienstleistungen (Angestellte)
4. Selbstständige
5. hochqualifizierte Facharbeiter
6. Arbeiter mit Berufsausbildung
7. nicht ausgebildete Arbeiter
75Zsm.hänge zw. Sozialschichtzugehörigkeit und Situationen des Lebens
Krankheiten, auch psychisch; Bildungschancen (PISA Studie)
76Schicht: Entscheidungsfähigkeit
schränkt stark ein -> sehr determinierend
77Gruppe
Sozialverband von 3 - ca.10 Personen mit best. Zielen, Normen, Ritualen, intensiver Kommunikation, starkes Gemeinschaftsgefühl -> Abgrenzung nach Außen, spezifische Rollenstruktur
78Gruppe: anthropologische Verankerung
Mensch als Mängelwesen > höhere Überlebenschance im Sozialverband