Ethik 11/2 SP

78 flashcardsby Tara
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1
Handlungsfreiheit
Ich kann tun, was ich will. (eigenem Willen gemäß handeln können, keine äußeren Zwänge oder Einschränkungen)
2
Willensfreiheit
Ich kann wollen, was ich will. Ich kann wollen, was ich nicht will. Ich kann nicht wollen,was ich tatsächlich will. (Wunsch ggü. eigenen Wünschen, Intentionen, die man aber nicht hat)
3
Persönlichkeit zweigeteilt: (nach Sigmund Freud)
Grad der Bewusstheit (Schichtenmodell), Aufgabe im Rahmen der Persönlchkeit (Instanzenmodell)
4
Bewusstsein
Vorstellungen, Gedanken, Wahrnehmungen, Person bemerkt, unmittelbarer Zugang, enge Verbindung mit Vorbewusstsein
5
Vorbewusstsein
Seelische Vorgänge, wieder bewusst gemacht werden können, willentlich abrufbare Erinnerung
6
Unbewusstsein
Inhalte nicht durch Willenanstrengnung in Bewusstsein zurück, individuell erschließbar, bestimmen Verhalten/ Erleben in großem Maße, Unbewusstsein beeinflusst Denken/ Handeln/ Fühlen
7
Ich kontrolliert…
Es und Über-Ich, die Forderungen an … stellen
8
Es (bewusstseinsebene)
unbewusst
9
Es (Wirkung/ Motiv)
instinkthafte Triebe, drängen nach uneingeschränkter Befriedigung
10
Es (seit wann vorhanden)
von Geburt an
11
Es (Prinzip)
Lustprinzip „Ich will“
12
Über Ich (bewusstseinsebene)
Bewusst, vor und unbewusst
13
Über ich (Wirkung/ Motiv)
Gebote und Verbote, Ich Ideal: Vorstellung, wie jmd sein möchte
14
Über ich (seit wann vorhanden)
entwickelt sich parallel zum ich, Erziehung und sozialisation
15
Über ich (Prinzip)
Moralprinzip: „Du sollst“
16
Ich (bewusstseinsebene)
bewusst, vor und unbewusst
17
Ich (Wirkung/ Motiv)
Vermittler zwischen Instanzen und Innen und Außenwelt
18
Ich (seit wann)
entwickelt sich parallel zum Über ich, Erziehung und sozialisation
19
Ich (Prinzip)
Realtitätsprinzip, Sitz des praktischen Verstandes
20
Wie werden Triebe (Es) kontrolliert?
Abwehr bzw. Verdrängung
21
Umgang mit Trieben/ Bedürfnissen
Befriedigung, Aufschub, Verzicht, Abwehrmechanismen
22
Abwehrmechanismen
Wegschieben/ Verdrängen unerwünschter Triebwünsche ins Unbewusste, Hilfsmittel des Ich
23
Freud‘schen Fehlleistungen
Indiz für wahre Einstellung einer Person, zB. auf den ersten Blick versehentliche Handlung, die scheinbar zufällig ist, war gewollt
24
Verdrängung
ins Unbewusste verdrängt, soz. vergessen nicht wirklich
25
Projektion
Sündenbock Mechanismus
26
Verschiebung
verschiebungvon ursprünglichen auf sichereres Ziel
27
Rationalisierung
rationale Erklärung unerreichbarer Bedürfnisse, falsche Erklärung
28
Regression
Rückfall in frühere Entwicklungsstufe, „heile welt“ wiederherstellung, Auseinandersetzung mit belastenden Dingen wird vermieden
29
Reaktionsbildung
entgegengesetzte Verhaltensweise des unerwünschten Gefühls
30
Sublimation
gesellschaftlich höher bewertete Handlung als Ersatz
31
Milgram Erklärungen: Autorität
Expertenmacht des Versuchsleiters, Konsequenzen des eigenen Handelns sinnlich wahrnehmbar > verliert an Einflusskraft, trotzdem wirksam
32
Milgram Erklärungen: Nähe zw. Täter und Opfer
Anschaulichkeit Konsquenzen Handelns > Einfühlvermögen und Solidarität > Verleugnung und Selbsttäuschung nicht mgl.
33
Milgram Erklärungen: Widerstand gg. Autorität
Verlust Anerkennung durch diese
34
Milgram Erklärungen: Mitten im Experiment aufhören
Zugeständis bis dahin falsches getan zu haben, fällt manchen schwer
35
Konformität
Übereinstimmung mit fremden Ansichten, Anpassung an Gruppenmeinung (ohne innere Überzeugung)
36
Konformität: Akzeptanz
völlige übereinstimmung, ohne innere Vorbehalte, ist vom anderen überzeugt
37
Konformität: Gehorsam
Unterwerfung unter Autorität
38
Konformität: Einwilligung (compliance)
Übereinstimmung, auch wenn Vorbehalte existieren
39
Konformität: public compliance
öffentliche änderung der Einstellung zur Vermeidung negativer Konsequenzen
40
Konformität: forced compliance
erzwungene Einwilligung
41
Milgram: V
Mikrofon Kontakt, 62,5%
42
Milgram: V1
Fernraumanordnung: kein Kontakt, nur Schlag, 65%
43
Milgram: V2
Raumnähe: gleicher Raum, 40%
44
Milgram: V3
Berührungsnähe: Hand auf Schockplatte drücken, 30%
45
Gehorsamsexperimente von Milgram
wie gehorchten so viele Menschen den Nazis? was bringt menschen dazu, entgegen Gewissen Autoritäten zu folgen?
46
Konformitätsexperimente von Ash
Kann Gruppendruck Menschen dazu bringen ihrer eigenen Wahrnehmung zu mistrauen?
47
Ash Erklärung:
Konflikt in VP zw. Wunsch nach Wahrheit (Vertrauen auf eigene Wahrnehmung) und Wunsch nach Konformität
48
Ash Ergebnisse
manche bleiben bei richtiger Antwort (übergehen Gruppenzusammengehörigkeit), 76% zustimmung bei mind. ein Durchgang, 37% stimmen immer zu (übergehen eigene Meinung)
49
Sozialisation: Definition
Lebenslanger Prozess des Hineinwachsens in die Gesellschaft, vermittlung von Normen, Werten, Verhaltensweisen (werden eigen -> ersatz äußerer Kontrolle durch Innere), Verinnerlichung -> Handlungsfähigkeit in Ges
50
Sozialisation: Prozess
wechselspiel zw. Entwicklungsprozessen und ges. Einflüssen > aktiver lebenslanger Prozess, nicht nur passive Anpassung > Lernen und Anpassen auf Basis primärer Soz.
51
Sozialisation: Phasen
1. Primäre (frühkindliche) > Familie, Basis
2. Sekundäre (schulische) > Jugendzeit
3. Tertiäre > Erwachsenenalter, Beruf
52
Sozialisationsinstanzen
= Vermittler zw. Individuum und Ges.
1. Primäre … (Familie)
2. Sekundäre … (Freunde, Peergroup, Schule, Medien)
53
Soziale Rolle
= Bündel von Verhaltenserwartungen (Rollenerw.) die Umwelt an Individuum hat > jeder Mensch träger versch. Rollen (Rollenensemble) > oft aufgr. sozialer Positionen und Gruppenzugehörigkeiten
54
natürliche/ zugewiesene Rollen
ohne eigenes Zutun erlangt (angeboren) > inhalt Rolle wird von Umwelt bestimmt > unvermeidbar > wenig Spielraum für Rollendistanz/ -verweigerung
55
erworbene Rollen
wahl Annahme/ Ablehnung (distanz/ verweigerung) > inhalt Rolle wir vom Individuum bestimmt
56
Rollensegmente
Rolle hat meherere „Bereiche“: ergeben sich aus Bezugsgruppen (zB. Schüler: Mitschüler, Lernender, Beziehung zu Lehrer)
57
Rollenerwartungen
1. Muss: Rollenträger muss Dinge tun, sonst > Sanktionen, Verlust Position
2. Soll: Wenn Verstoß gg. Pflichten > Sanktionen
3. Kann: neutrale oder positive Reaktion Bezugsperson auf Erfüllung
-> Kontrolle und Sanktionierung durch Ges.
58
Rollenvorschriften
nicht schriftlich festgelegt, mündlich, in Modellen
59
Ausübung mehrerer Rollen und Wechsel
> Rollenkonflikte
60
Rollenkonflikte
1. Inter (unvereinbarkeit von 2 versch. Rollen)
2. Intra (Konflikt zw. versch. Segmenten 1 Rolle)
61
Rollenvorschriften
richten sich an best. Positionen > Rangunterschiede, unterschiedliches Vh. (erwartet)
62
nicht nur Determination, auch Freiheit
Reduktion Konflikte, Sicherheit im ges. Umgang, individuelle Rollendef. in pluralistischen Ges. > Rollenverweigerung
63
Status
= ges. Stellung, die Person im vgl. zu anderen einnimmt > Einkommen, Beruf, Bildung, Ansehen -> Statusunterschiede steuern Handeln (un)bewusst > ges. Differenzierung
64
Status: verknüpfte Merkmale
Rechte u. Pflichten, Privilegien, Möglichkeiten, Lebensstile, (Auftreten, Verhalten, Sprache) > Erwartungen
65
Statusunterschiede
über Symbole: Kleidung, Auto, Haus, Essgewohnheiten, Medien, Sprache
66
Statuskonsistenz
Merkmale korrellieren (hohe Bildung - hohes Einkommen)
67
Statusinkonsistenz
Merkmale korrellieren nicht (hohe Bildung - niedriges Einkommen)
68
erworbener Status
durch Fähigkeiten und Leistung, unabhängig von sozialer Herrschaft
69
zugeschriebener Status
aufgr. von Geschlecht, Alter, Hautfarbe zugewiesen
70
Problem Statusmessung in modernen Ges.
vielfältige Merkmale, oft nich konsistent (sehr individuell)
71
Schicht
Teilgruppe einer Ges., best. soziale Merkmale (Ausbildung, Einkommen, Wohn-/ Arbeitsbedingungen, Ges. Machtmittel)
72
Schicht - Status
jede Schicht (soziologischen Merkmale) hat gewissen Status (Merkmale, Bewertung)
73
Schichteneinteilung (Goldthorpe): ausgelassen
„Elite“: sehr reiche Unternehmer, Politik, Kirche, Gesellschaft und Kultur > kleine, unzugängliche Gruppe (für Forschung)
74
Schichteneinteilung (Goldthorpe)
1. obere Dienstklasse
2. untere Dienstklasse (akademischer Ausbildungsstand)
3. Routine Dienstleistungen (Angestellte)
4. Selbstständige
5. hochqualifizierte Facharbeiter
6. Arbeiter mit Berufsausbildung
7. nicht ausgebildete Arbeiter
75
Zsm.hänge zw. Sozialschichtzugehörigkeit und Situationen des Lebens
Krankheiten, auch psychisch; Bildungschancen (PISA Studie)
76
Schicht: Entscheidungsfähigkeit
schränkt stark ein -> sehr determinierend
77
Gruppe
Sozialverband von 3 - ca.10 Personen mit best. Zielen, Normen, Ritualen, intensiver Kommunikation, starkes Gemeinschaftsgefühl -> Abgrenzung nach Außen, spezifische Rollenstruktur
78
Gruppe: anthropologische Verankerung
Mensch als Mängelwesen > höhere Überlebenschance im Sozialverband
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