Q1 - Rohstoffe

58 flashcardsby luis
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1
Rohstoff vs. Ressource vs. Reserve
Rohstoff = natürlich entstandenes Material, das der Mensch nutzt | Ressource = Gesamtmenge inkl. unentdeckternrentabler Vorkommen | Reserve = Teil der Ressourcen, der wirtschaftlich rentabel & mit aktueller Technik abbaubar ist
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Lagerstätte
Eine Lagerstätte ist eine natürliche, ungewöhnlich hohe Konzentration von Rohstoffen in der Erdkruste, die sich wirtschaftlich rentabel abbauen lässt, während ein Vorkommen dies nicht sein muss

Primäre Lagerstätte: Enstehungsort des Rohstoffs

Sekundäre Lagerstätte: vorherige Verlagerung des Rohstoffs zur sekundären Lagerstätte
3
Hubbert-Kurve
Modell zur Schätzung der zukünftigen Verfügbarkeit eines Rohstoffs | gilt für: einzelne Lagerstätten, alle Lagerstätten eines Landes, eines Kontinents oder der gesamten Erde | glockenförmige Kurve zeigt Anstieg und Rückgang der Förderung
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Hubbert's Peak (Peak Oil / Depletion Mid-Point)
Punkt, an dem die Förderung nicht mehr der steigenden Nachfrage folgen kann | danach nimmt die Produktion und Förderung unweigerlich ab | bei Erdöl auch „Peak Oil" genannt
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Fördermethoden – Überblick
Methoden zur Rohstoffgewinnung unterscheiden sich in Zugänglichkeit, Kosten und Umweltwirkung | Hauptmethoden: Fracking | Tagebau | Untertagebau | Offshore-Förderung | Tiefseebau | In-Situ-Laugung | Asteroid Mining
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Fracking – Pro & Kontra
PRO: Erschließung unzugänglicher Öl-/Gasvorkommen, Energieunabhängigkeit, Arbeitsplätze, wirtschaftliches Wachstum, niedrigere CO₂-Emissionen als Kohle |

KONTRA: hoher Wasserverbrauch, Grundwasserverschmutzung, umweltschädliche Chemikalien im Frack-Fluid, induzierte Erdbeben, Methanemissionen, hohe Infrastrukturkosten, Flächenverbrauch
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Tagebau – Pro & Kontra
PRO: kostengünstig, hohe Effizienz, geringeres Arbeitsrisiko, bessere Logistik, vollständige Ausbeutung der Lagerstätte |

KONTRA: massive Landschaftszerstörung, Verlust landwirtschaftlicher Flächen, Umsiedlung von Gemeinden, Grundwasserabsenkung, Staub-/Lärmbelastung, hohe CO₂-Emissionen, langfristige Rekultivierung nötig
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Untertagebau – Pro & Kontra
PRO: geringer Flächenverbrauch, wenig Eingriff ins Landschaftsbild, Erschließung tiefer Lagerstätten, geringere Oberflächenbelastung | KONTRA: hohe Sicherheitsrisiken (Einsturz, Gasaustritte), Bodensenkungen, Grundwasserverschmutzung, sehr hohe Kosten, Energieverbrauch, Gesundheitsrisiken durch Staub und Gase, Langzeitschäden nach Stilllegung
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Offshore-Förderung – Pro & Kontra
PRO: Erschließung großer Meeresboden-Vorkommen, keine Landschaftszerstörung, Unabhängigkeit von Landbesitzrechten, große Küstenreserven | KONTRA: sehr hohe Kosten, hohes Ölkatastrophenrisiko, Gefährdung mariner Ökosysteme, schwierige Rettungsarbeiten, extreme Wetterbedingungen, Korrosion durch Salzwasser
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Tiefseebau – Pro & Kontra
PRO: Zugang zu seltenen Metallen (z.B. Manganknollen), große unerforschte Vorkommen, keine Bevölkerungsumsiedlung | KONTRA: Zerstörung einzigartiger Tiefsee-Ökosysteme, extrem hohe Technik- und Kostenaufwand, weiträumige Sedimentwolkenschäden, ungeklärte Völkerrechtsfragen, sehr langsame Regeneration
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In-Situ-Laugung (Solution Mining) – Pro & Kontra
PRO: geringe Oberflächenstörung, effizient für wasserlösliche Mineralien (Salz, Uran, Kupfer), keine großen Abraumhalden, wirtschaftlich bei tiefen Lagerstätten | KONTRA: Grundwasserverschmutzung durch Lösungsmittel, unkontrollierte Ausbreitung möglich, Hohlraumbildung → Erdsenkungen, begrenzt anwendbar, Chemikalienentsorgung problematisch
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Asteroid Mining – Pro & Kontra
PRO: praktisch unbegrenzte Rohstoffvorkommen, keine Erdbelastung, seltene Elemente in hoher Konzentration, langfristige Versorgungssicherheit, Raumfahrttechnologieförderung | KONTRA: extrem hohe Entwicklungs- und Transportkosten, Technologie noch in Frühphase, ungeklärte Rechtslage, enormer Energieaufwand für Rücktransport, Wirtschaftlichkeit derzeit nicht gegeben
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Wasserknappheit – Arten
Ökonomische Wasserknappheit: fehlender Zugang zu Wasser, fehlende Sauberkeit → Krankheiten | Qualitative Wasserknappheit: Wasserverschmutzung durch Dünger oder fehlende Klärung, fehlende Selbstreinigungsprozesse in Fließgewässern und im Boden-Sediment
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Virtuelles Wasser
Gesamte Wassermenge, die für die Herstellung eines Produkts/einer Dienstleistung benötigt wird – von der Rohstoffgewinnung bis zum Endprodukt | Beispiele: 1 kg Rindfleisch ≈ 15.000 L | 1 kg Baumwolle ≈ 10.000 L | 1 Smartphone ≈ 13.000 L | 1 kg Kupfer ≈ 400–500 L | Globaler Handel verschiebt Wasserknappheitsprobleme zwischen Regionen
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Wassereinwirkungen auf den Rohstoffabbau
Wasserintensive Rohstoffgewinnung verstärkt Wasserknappheit in Abbauregion

Konkurrenz zwischen Landwirtschaft, Industrie und Bevölkerung um Wasserressourcen

wichtiger Faktor bei der Bewertung nachhaltiger Rohstoffnutzung
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Strategien gegen Rohstoffknappheit – Überblick
Vier zentrale Strategien zur Bewältigung knapper Rohstoffe | 1. Substitution | 2. Innovation | 3. Recycling | 4. Urban Mining
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Substitution
Ersetzen knapper/teurer Rohstoffe durch besser verfügbare oder nachhaltigere Alternativen |

Wirkung: senkt Nachfrage, verringert Importabhängigkeit |

Beispiele: Aluminium statt Kupfer, Holz/Bambus statt Kunststoff |

Grenzen: Ersatzstoff kann neue Umweltprobleme oder Engpässe verursachen
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Innovation (Rohstoffstrategie)
Neue Technologien/Verfahren, die Rohstoffe effizienter nutzen oder neue Quellen erschließen

Wirkung: weniger Material pro Produkt, weniger Ausschuss, höhere Wiederverwertbarkeit

Beispiele: Leichtbau im Fahrzeugbau, verbesserte Recyclingverfahren für Elektronik

Grenzen: Forschung kostet Zeit/Geld; Rebound-Effekt kann Effizienzgewinne aufheben
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Recycling (Rohstoffstrategie)
Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfällen/Altprodukten (= Sekundärrohstoffe)

Wirkung: spart Primärabbau und reduziert Abfälle

Beispiele: Metalle aus Schrott, Kupfer/Gold aus E-Schrott

Grenzen: Sortierung/Trennung schwierig, Downcycling möglich (keine gleichwertige Wiederverwendung)
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Urban Mining
Rohstoffgewinnung aus „anthropogenen Lagern" in Städten (Gebäude, Infrastruktur, Deponien, Altgeräte)

Wirkung: Städte als Rohstofflager, kürzere Transportwege, reduzierter Primärabbau

Beispiele: Beton/Bauschutt-Recycling, Kupfer aus alten Kabeln

Grenzen: Materialien oft lange gebunden (Gebäude stehen Jahrzehnte), Rückbau/Trennung aufwendig, Schadstoffrisiken
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Das Syndromkonzept
Analysewerkzeug der Nachhaltigkeitsforschung
- beschreibt typische Muster nicht-nachhaltiger Entwicklung als charakteristisches Bündel miteinander verknüpfter Umwelt- und Entwicklungsprobleme, die sich gegenseitig verstärken

Aufbau: Kernproblem → Symptome (z.B. Bodendegradation, Wasserknappheit, Armut, Migration) → Wechselwirkungen → Abwärtsspirale

Syndrome: Katanga-Syndrom | Raubbau-Syndrom | Dust-Bowl-Syndrom
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Syndromkonzept – Beispiel-Syndrome
Sahel-Syndrom: landwirtschaftliche Übernutzung in Trockengebieten → Bodendegradation, Ernteausfälle, Armut, Migration | Raubbau-Syndrom: kurzfristige Ressourcenausbeutung ohne Nachhaltigkeitsrücksicht | Dust-Bowl-Syndrom: nicht-nachhaltige Industrielandwirtschaft mit Bodenerosion und Umweltschäden
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Syndromkonzept – Nutzen
Analysewerkzeug
- ermöglicht ganzheitliche Betrachtung komplexer Nachhaltigkeitsprobleme

Syndrom: bezeichnet dabei ein charakteristisches Bündel von miteinander verknüpften Umwelt- & Entwicklungsproblemen, die gemeinsam auftreten & sich gegenseitig verstärken

- Nachhaltigkeitsprobleme treten nicht isoliert, sondern als komplexe Probleme auf

Aufbau des Konzepts:

1. Kernproblem:
- zentrales entwicklungs- oder Umweltproblem

2. Symptome:
- untergeordnete Probeme, wie Bodendegradation, Wasserknappheit, Armut o. Migration

3. Wechselwirkungen:#
- Die Symptome beeinflussen sich gegenseitig und können sich zu einer Abwärtsspirale entwickeln
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Rohstoffe als Entwicklungsvoraussetzung
Ohne Rohstoffe: keine Produktion → keine wirtschaftliche Stärke, negative Exportbilanz, hohe Importkosten, Arbeitslosigkeit

Mit Rohstoffen: wirtschaftlicher Boom möglich, Veredlung im Land bringt Gewinne (außer bei Ressourcenfluch), positive Exportbilanz, guter Standortfaktor durch kostengünstigen Abbau
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Ressourcenknappheit vs. Ressourcenfluch
Ressourcenknappheit: hohe Nachfrage, aber fehlende heimische Vorkommen → kostspielige Importe nötig

Ressourcenfluch: Rohstoffreichtum führt nicht automatisch zu Entwicklung – Staat konzentriert sich zu stark auf Rohstoffexport, vernachlässigt Diversifizierung der eigenen Wirtschaft → verlangsamte Entwicklung
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Standortfaktor Rohstoff
Geologische Gegebenheiten einer Region machen Standorte wirtschaftlich attraktiv
- umfasst Rohstoffknappheit, -reichtum und das Risiko des Ressourcenfluchs

Beispiel: Sand als Baustoff kann eine Region zum attraktiven Industriestandort machen
- entscheidend für Import- oder Exportorientierung eines Landes
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Katanga-Syndrom
Syndrom der Rohstoffausbeutung in Entwicklungsländern

Merkmale: intensive Ressourcenextraktion durch Bergbau → Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit, politische Instabilität, beinhaltet auch informelle Förderung des Rohstoffs --> kommt Staat nicht zugute & Natur wird ausgenutzt

Rohstoffreichtum kommt lokaler Bevölkerung kaum zugute | multinationale Konzerne und Eliten profitieren → Ressourcenfluch wird verstärkt

Beispiel: Kupfer- und Kobaltabbau in der Demokratischen Republik Kongo (Region Katanga)
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Politische Maßnahmen nach dem Rohstoffabbau
Ökologische Maßnahmen: Rekultivierung = Wiederherstellung der Landschaft nach dem Abbau (z.B. Auffüllung, Bepflanzung, Renaturierung)

Soziale Maßnahmen: Entschädigung umgesiedelter Gemeinden, Schaffung alternativer Arbeitsplätze

Problem: Rekultivierung ist oft unvollständig, teuer und dauert Jahrzehnte | gesetzliche Pflicht in vielen Ländern, aber in Entwicklungsländern oft unzureichend durchgesetzt
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Rohstoffabbau – konkrete Beispiele
Nahraum: Sand (Baustoff), Gestein, Kalisalz (Düngemittel), Wasser (als knappe Ressource) |

Geopolitisch relevante Abbauregionen am Rande der Ökumene: Ölsande in Kanada (Alberta), Erdölförderung in der Arktis, Rohstoffabbau in Sibirien

Diese Regionen sind klimatisch extrem, aber rohstoffreich → hohe Erschließungskosten, große Umweltrisiken
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Globale Wertschöpfungskette von Rohstoffen
Stufen: 1. Rohstoffgewinnung (meist in Entwicklungsländern) → 2. Transport → 3. Verarbeitung/Veredlung (meist in Industrieländern) → 4. Nutzung als Produkt → 5. Entsorgung/Recycling

Problem: Wertschöpfung findet überwiegend in reichen Ländern statt
Entwicklungsländer exportieren billige Rohstoffe, importieren teure Fertigprodukte → strukturelle Abhängigkeit

Ziel: mehr Veredlung im Förderland für eigene Gewinne
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Strategische Rohstoffe – Überblick
Rohstoffe, die für Wirtschaft, Technologie und nationale Sicherheit unverzichtbar sind

Beispiele: seltene Erden, Lithium, Kobalt, Coltan, Wasser, Boden

Merkmale: begrenzte Vorkommen, hohe Nachfrage, wenige Förderländer → starke geopolitische Abhängigkeiten

Verwendung: Smartphones, E-Auto-Batterien, Windkraftanlagen, Militärtechnik
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Seltene Erden & Lithium
Seltene Erden: Gruppe von 17 Metallen (z.B. Neodym, Dysprosium)
Vorkommen: stark konzentriert in China (~60% der Weltproduktion)
Verwendung: Elektromotoren, Magnete, Displays, Rüstung

Lithium: zentraler Rohstoff für Akkus/Batterien (E-Autos, Smartphones)
Vorkommen: „Lithiumdreieck" in Südamerika (Chile, Bolivien, Argentinien)
politische Instrumentalisierung: Exportbeschränkungen als Druckmittel
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Geopolitische Konflikte um Rohstoffe
Rohstoffreiche Regionen sind häufig politisch instabil
Konflikte entstehen durch: Kontrolle über Abbaugebiete, Einnahmenverteilung, ausländische Einflussnahme
Beispiele: Bürgerkrieg im Kongo (Coltan/Kobalt), Konflikte im Nahen Osten (Erdöl), Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer (Erdgas)

(Conflict Minerals): Erlöse finanzieren Milizen und Kriegsparteien
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Senkung des Verbrauchs (Strategie gegen Rohstoffknappheit)
Reduktion des Rohstoffbedarfs durch bewussteren Konsum und politische Steuerung

Maßnahmen: Suffizienz (weniger konsumieren), längere Produktlebensdauer, Reparierbarkeit, Sharing Economy

Wirkung: direkte Entlastung der Rohstoffnachfrage

Grenzen: schwer durchsetzbar in Wachstumsgesellschaften
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Politische Rohstoffstrategien (Bundesregierung)
SIRUS
Substitution - Innovation - Recycling - Urban Mining - Suffizienz

DHR
Diversifizierung - Handelsabkommen - Reservenaufbau


Deutschland ist stark rohstoffabhängig → strategische Rohstoffpolitik nötig

Maßnahmen: Rohstoffstrategie der Bundesregierung: Diversifizierung der Importländer, Handelsabkommen mit Rohstoffländern, Förderung von Recycling und Urban Mining, Aufbau strategischer Reserven

Ziel: Versorgungssicherheit, Reduktion von Abhängigkeiten (v.a. von China bei seltenen Erden) |
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Recycling in Entwicklungsländern – Chancen & Risiken
Chancen: Schaffung von Arbeitsplätzen im informellen Sektor, Rohstoffversorgung ohne Primärabbau, Einkommensmöglichkeiten für arme Bevölkerung

Risiken: gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen (z.B. Verbrennung von Kabeln für Kupfer), Umweltverschmutzung durch Schwermetalle und Giftstoffe, fehlende Schutzausrüstung |

Beispiele: Elektroschrott-Deponien in Agbogbloshie (Ghana), Abwrackwerften in Alang (Indien), Plastikmüll-Export aus Deutschland
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Interessenkonflikte um unerschlossene Ressourcen
Tiefsee: Manganknollen, Kobaltkrusten → Streit um Nutzungsrechte in internationalen Gewässern
Arktis: Erdöl, Erdgas, Fischgründe → Konflikte zwischen Russland, Kanada, USA, Norwegen, Dänemark um Territorialansprüche
Antarktis: Rohstoffvorkommen vermutet → Antarktisvertrag (1959) verbietet Abbau bis 2048, aber zunehmendem Druck ausgesetzt
Gemeinsam: fehlende klare Rechtslage, strategische Interessen überwiegen ökologische Schutzinteressen
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Entwicklung trotz Rohstoffarmut
Beispiel Japan: kaum eigene Rohstoffe, trotzdem eine der größten Volkswirtschaften der Welt

Strategie: Investition in Bildung, Technologie und Innovation statt Rohstoffexport
- Wertschöpfung durch Verarbeitung importierter Rohstoffe zu Hightech-Produkten

weitere Beispiele: Südkorea, Singapur, Schweiz

Schlussfolgerung: Rohstoffarmut ist kein zwangsläufiges Entwicklungshemmnis – Humankapital und Institutionen sind entscheidend
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Nichtentwicklung trotz Rohstoffreichtum
Viele rohstoffreiche Länder (v.a. in Afrika) bleiben trotz Ressourcen unterentwickelt

Ursachen: Ressourcenfluch, Korruption, mangelnde Diversifizierung, Abhängigkeit von Rohstoffpreisen, bewaffnete Konflikte um Ressourcen

Beispiele: Nigeria (Öl), DR Kongo (Coltan, Kobalt), Angola (Öl)

Mechanismus: Rohstoffeinnahmen fließen in Eliten, kaum in Infrastruktur, Bildung oder Industrie
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Diversifizierungsstrategie für Rohstoffländer

mit vorraussetzungen
Strategie zur Überwindung einseitiger Abhängigkeit von Rohstoffexporten

Ziel: Aufbau anderer Wirtschaftszweige (3 Sektorenstruktur, Industrie, Dienstleistungen, Tourismus) neben dem Rohstoffsektor
Beispiel Tourismus: Dubai/VAE – Transformation von Öl-Einnahmen in Tourismus- und Finanzwirtschaft

Voraussetzungen: politischer Wille, stabile Institutionen, Investitionen in Bildung und Infrastruktur
Risiko ohne Diversifizierung: bei sinkendem Rohstoffpreis bricht gesamte Volkswirtschaft ein
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