§30

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1
Welche drei Bereiche umfasst die Unterlage?
Funktion der Bremse, Durchführung der Bremsprobe, Signale.
2
Welche Tätigkeiten umfasst die Bremsprobe?
Bedienung, Überprüfung und Meldung von Funktion und Zustand der Bremse.
3
Welche Aufgaben hat die Bremse?
Geschwindigkeit im Gefälle halten, Geschwindigkeit bis Stillstand verringern, Fahrzeuge festhalten.
4
Grundlagen des Bremsvorganges (Welche Kräfte wirken )
- Bremskraft zwischen Reibeelement und Rad
- Heftkraft zwischen Rad und Schiene
5
Auf welchen Vorschriften basiert die Unterlage?
Bremsvorschrift M26 (Regelwerk 31.03) und DB826 Bremstechnik.
6
Was bedeutet DB 826?
Dienstbehelf Bremstechnik.
7
Was bedeutet DB?
Dienstbehelf.
8
Was bedeutet DV?
Dienstvorschrift.
9
Was bedeutet ep?
elektropneumatisch.
10
Was bedeutet Kl / SKl?
Kleinwagen / Schwerkleinwagen.
11
Was bedeutet RIC?
Vereinbarung über Austausch und Benutzung von Reisezugwagen im internationalen Verkehr.
12
Was bedeutet RIV?
Übereinkommen über den grenzüberschreitenden Einsatz von Güterwagen.
13
Was bedeutet UIC?
Internationaler Eisenbahnverband.
14
Was bedeutet Wgm?
Wagenmeister.
15
Für welche Fahrten gilt die Vorschrift?
Zugfahrten, Verschubfahrten, Nebenfahrten.
16
Was ist eine durchgehende Bremse?
Bremse, die von einer Stelle aus auf alle Fahrzeuge wirkt, verbunden durch die HLL.
17
Was ist ein Leitungswagen?
Wagen mit HLL, aber ohne Bremseinrichtung oder mit ausgeschalteter Bremse.
18
Was ist die selbsttätige Bremse?
Die indirekte Druckluftbremse, die bei Zugtrennung selbst anspricht.
19
Warum heißt sie indirekte Bremse?
Weil die Druckluft nicht direkt die Bremszylinder betätigt, sondern über ein Steuerventil wirkt.
20
Was ist die direkte Bremse?
Nichtselbsttätige Bremse in Tfz, Steuerwagen und einigen Triebwagen.
21
Wann wird die direkte Bremse verwendet?
Zum Festhalten im Stillstand und zum Verringern der Geschwindigkeit bei Verschubfahrten.
22
Warum ist die direkte Bremse sicherheitskritisch bei Zugtrennung?
Sie spricht bei Zugtrennung nicht an und erlaubt keine Notbremsung.
23
Was ist die einlösige Bremse?
Bremse, die vollständig auslöst, sobald der HLL-Druck steigt
24
Was ist die mehrlösige Bremse?
Bremse, die stufenweise gelöst werden kann
25
Was ist die G Bremse?
Langsamwirkende Bremse
26
Was ist die P Bremse?
schnellwirkende Bremse
27
Was is t die R Bremse?
Schnell- und Starkwirkende Bremse
28
Wie lange dauert das Anlegen und Lösen einer G-Bremse?
Anlegen 18–30 Sekunden, Lösen 45–60 Sekunden.
29
Wie lange dauert das Anlegen und Lösen einer P-Bremse?
Anlegen 3–5 Sekunden, Lösen 15–20 Sekunden.
30
Was unterscheidet die R-Bremse?
gleiche Zeiten wie P, aber höherer Bremszylinderdruck.
31
Wofür dient der Bremsartumsteller?
Zum Einstellen der Bremsart (G, P, R) und der Bremsgewichte.
32
Wie wird die selbsttätige Druckluftbremse funktionsfähig gemacht?
Durch Befüllen mit Druckluft über ein Führerbremsventil (FüBv) oder eine ortsfeste Bremsprobeanlage.
33
Welche Auswirkugen hat das Füllen auf die Bremse?
- der Vorratsluftbehälter füllt sich
- das Steuerventil füllt sich
- der Steuerbehlter des Steuerventils

Das Füllen ist dazu da, dass sie Bremse optimal funktioniert und alle Komponenten so funktionieren wie gedacht
34
Wie hoch ist der Regelbetriebsdruck in der HLL?
5 bar.
35
Wie wird eine Bremsung eingeleitet?
Durch Druckabsenkung in der HLL.
36
Was passiert bei Druckabsenkung in der HLL?
Der Druck im Steuerbehälter wird größer was Druck auf den Bremszylinder und leitet das Bremsen ein
37
Wie wird die Bremse gelöst?
Durch Druckerhöhung in der HLL, das Steuerorgan wird nach unten gedrückt und damit wird die Bremse gelöst, durch Absenkung des Bremszylinderdrucks.
38
Bis zu welchem Wert ist stufenweises Lösen möglich?
Bis zum Erreichen des Regelbetriebsdrucks von 5 bar.
39
Welche drei Arten der Bremsung gibt es mit der selbsttätigen Druckluftbremse?
Betriebsbremsung, Vollbremsung, Schnellbremsung.
40
Wie wird eine Betriebsbremsung durchgeführt?
Durch Senken des HLL-Drucks in der Betriebsbremsstellung des FüBv.
41
Wie wird die Bremswirkung bei Betriebsbremsung gesteuert?
Stufenweise regelbar über den HLL-Druck.
42
Wie wird eine Vollbremsung durchgeführt?
Durch Senken des HLL-Drucks auf 3,5 bar in Betriebsbremsstellung bis volle Bremskraft erreicht ist.
43
Wie wird eine Schnellbremsung durchgeführt?
Durch vollständiges Entlüften der HLL in der Schnellbremsstellung des FüBv.
44
Was ist das Ergebnis einer Schnellbremsung?
Volle Bremskraft in kürzestmöglicher Zeit.
45
Welche Art von Bremse löst der Tfzf mit dem Führerbremsventil aus?
Betriebsbremsung, Vollbremsung, Schnellbremsung.
46
Wie wird eine Notbremsung ausgelöst?
Durch rasches Entlüften der HLL über Notbremseinrichtung, Luftabsperrhahn oder Luftbremskopf.
47
Wie wird eine Zwangsbremsung ausgelöst?
Durch Entlüften der HLL ohne Betätigung des FüBv, z. B. durch: - Sicherheitsfahrschaltung (Sifa)
- PZB (induktive Zugbeeinflussung)
- AFB (Automatische Fahr-/Bremssteuerung)
- LZB (Linenzugbeeinflussung)
- ETCS- Überwachung
- Übertourungsschutz
- Zugtrennung
- oder schadhafte HLL.
48
Was ist die Hauptluftleitung (HLL)?
Die durchgehende Verbindungsleitung der Bremseinrichtung eines Zuges.
49
Wie wird der Druck in der HLL geregelt?
Über ein Führerbremsventil am Triebfahrzeug.
50
Welche Funktion hat die HLL?
Versorgungs- und Steuerleitung für Brems- und Lösevorgänge.
51
Wie ist die HLL an den meisten Fahrzeugen ausgeführt?
Am Fahrzeugende gegabelt.
52
Woran erkennt man den Kupplungskopf der HLL?
Er kann mit einem Punkt gekennzeichnet sein und hat einen runden Kopf
53
Wann ist die HLL/HBL geschlossen?
wenn die Luftabsperrhähne vertikal stehen
54
Wann ist die HLL/HBL geöffnet?
wenn die Luftabsperrhähne horizontal stehen
55
Was ist die Hauptluftbehälterleitung (HBL)?
Eine zusätzliche Leitung bei Tfz, Reisezugwagen und einigen Güterwagen.
56
Wie hoch ist der Regelbetriebsdruck in der HBL?
8–10 bar.
57
Wie ist die HBL am Fahrzeugende ausgeführt?
Am Fahrzeugende gegabelt.
58
Welche Einrichtungen versorgt die HBL an Reisezugwagen?
- WC
- Türsteuerung
- Klimaanlage
- Magnetschienenbremse
- ep-Bremse
- Vorratsluftbehälter
59
Woran erkennt man den Kupplungskopf der HBL?
Er ist mit einem Kreuz gekennzeichnet.
60
Wozu dient der Bremsabsperrhahn?
Zum Ausschalten der Bremse durch Unterbrechen der Verbindung zwischen HLL und Steuerventil.
61
Wie ist der Bremsabsperrhahn gekennzeichnet?
Roter Handgriff mit schlaufenförmigem Griff.
62
Wie steht der Handgriff in Stellung „EIN“?
Senkrecht nach unten.
63
Was passiert bei Stellung „AUS“ des Bremsabsperrhahns?
Die Bremse wird ausgeschaltet, Verbindung HLL–Steuerventil getrennt.
64
Was regelt das Steuerventil?
Be- und Entlüften des Bremszylinders in Abhängigkeit von Druckänderungen in der HLL.
65
Was befindet sich im Bremszylinder und was macht es?
Eine Kolbenstande die auf das Bremsgestänge drückt (leitet das Bremsen ein)
66
Welche Aufgabe hat das Bremsgestänge?
Verstärkung der Bremskraft und Übertragung auf Bremsklötze oder Bremsbeläge.
67
Wodurch entsteht die Bremswirkung bei der Scheibenbremse?
Durch Reibung der Bremsbeläge an der Bremsscheibe.
68
Zu welcher Bremsenart gehört die Scheibenbremse?
Zu den Reibungsbremsen.
69
Wie wird die Scheibenbremse auf den Fahrzeugen bezeichnet?
Mit eine großem D in einem Kreis
70
Wie heißen Kunststoffbremsklotzsohlen?
Kompositionsbremsklotzsohlen (K).
71
Wodurch entsteht die Bremswirkung bei der Klotzbremse?
Durch Reibung der Bremsklotzsohle an der Radlauffläche.
72
Zu welcher Bremsenart gehört die Klotzbremse?
Zu den Reibungsbremsen.
73
Welche Arten der Klotzbremsen gibt es?
K -> Krätig
L -> Leise
LL ->Leise Leise
74
Wie hoch sind die Reibeniveaus bei den Klotzbremsen?
K -> hoch
L -> mittel
LL -> nirdrig
75
Was ist der Bremsartumsteller?
Ein Gerät zum Einstellen der Bremsgewichte und Bremsarten.
76
Wie ist der Bremsartumsteller gekennzeichnet?
Gelb, mit schlaufenförmigem Griff. (PZ)
77
Welche Form hat der Handgriff bei Fahrzeugen mit langsamwirkender Bremse (G)?
Kugelförmig.
78
Welche Form hat der Handgriff, wenn nur schnellwirkende Bremsen vorhanden sind?
Schlaufenförmig.
79
Was ist die Lastabbremsung?
Anpassung der Bremskraft an Fahrzeuggewicht und Beladung.
80
Wie erfolgt die automatische Lastabbremsung?
Über ein Lastbremsventil, das den Bremszylinderdruck stufenlos anpasst.
81
Wie erfolgt die händische Lastabbremsung?
Über den Lastwechsel durch Änderung der Hebelübersetzung im Bremsgestänge.
82
Wann darf der Lastwechsel nur betätigt werden?
Im gelösten Zustand der Bremse.
83
Wo befindet sich der Lastwechsel?
Mit rotem Kurbelgriff auf beiden Längsseiten des Wagens.
84
Welche Angaben stehen am Lagerschild?
Bremsgewichte für „Leer“ und „Beladen“ sowie das Umstellgewicht.
85
Was ist zu tun, wenn das Gesamtgewicht des Wagens das Umstellgewicht erreicht?
Stellung „Beladen“ einstellen.
86
Was ist wenn das Gesamtgewicht des Wagens nicht bekannt ist?
Der Lastenwechel muss in der Stellung "Leer" sein
87
Was ist eine Löseeinrichtung?
Ein Gerät zum Entlüften der Druckluftbremse eines Fahrzeugs.
88
Wann muss die Löseeinrichtung betätigt werden?
Wenn die Bremsen sich nicht lösen lassen, selbst nach Angleichen oder die Bremse ausgeschaltet wurde
89
Welche Arten von Löseeinrichtungen gibt es?
Automatische und nicht automatische.
90
Wie funktioniert die automatische Löseeinrichtung?
Kurz betätigen, Ventil bleibt bis Druckausgleich geöffnet.
91
Wie funktioniert die nicht automatische Löseeinrichtung?
So lange ziehen, bis kein Luftausströmgeräusch mehr hörbar ist.
92
Was ist ein Schnellbremsbeschleuniger?
Zusatzventil in der HLL, das Entlüften beschleunigt und Bremsweg verkürzt.
93
Wie reagiert der Schnellbremsbeschleuniger?
Auf raschen Druckabfall in der HLL durch Entlüften über großen Querschnitt.
94
Bei welchem HLL-Druck schließen Schnellbremsbeschleuniger wieder?
Bei ca. 2 bar selbsttätig.
95
Wie sind Fahrzeuge mit Schnellbremsbeschleuniger gekennzeichnet?
Rote Bremsgewichtanschrift in Stellung „R“.
96
Ist der SBB von der Stellung des Bremsartumstellers abhängig?
Nein.
97
Was ist die Notbremseinrichtung?
Ein System zum Entleeren der HLL an beliebiger Stelle des Zuges, um im Gefahrfall eine Bremsung einzuleiten.
98
Wie erfolgt die Übertragung bei Notbremsen?
Pneumatisch oder elektronisch.
99
Wie wird Missbrauch der Notbremse verhindert?
Betätigungseinrichtungen können nur mit 4-Kant zurückgestellt werden.
100
Kann die Notbremseinrichtung abgesperrt werden?
Nein, Notbremseinrichtungen können nicht abgesperrt werden.
101
Welche Arten von Bremsgestängestellern gibt es?
Nichtselbsttätige (von Hand verstellbar) und selbsttätige.
102
Was sind Bremsschauzeichen?
Anzeigevorrichtungen außen an scheibengebremsten Fahrzeugen.
103
Welche Zustände zeigen Bremsschauzeichen an?
Bremse gelöst, Bremse angelegt, Handbremse nicht gelöst.
104
Wann zeigen Bremsschauzeichen korrekt an?
Nur bei ausreichender Druckluftversorgung.
105
Was ist eine Gleitschutzeinrichtung?
Ein Antiblockiersystem für die Räder
106
Welche Arten der Gleitschutzeinrichtung gibt es?
- Pneumtische (Güterwagen)
- Elektronische (feinfühlig, schnell)
107
Was ist die ep-Bremse?
Die elektropneumatische Bremse
108
Womit funktioniert die ep- Bremse?
- UIC- Kabel
- ep-Brems- und Lösenventile (Magnetventile)
- HLL
- HBL
109
Wozu gibt es eine ep-Bremse?
- schnelleres Bremsen durch verwenden aller Steuerventile
- verkürzt den Bremsweg
- nur damit funktioniert die NBÜ
110
Welche Arten dynamischer Bremsen gibt es?
- Elektrische Bremse (Widerstands-, Rückspeisebremse)
- Motorbremse
- hydrodynamische Bremse (Diesel)
111
Wozu dienen dynamische Bremsen?
keine Heißläufe der Reibeelemente
112
Was ist die Magnetschienenbremse (Mg-Bremse)?
eine Zusatzbremse
113
Wie wird die Mg-Bremse betätigt?
Bremsmagnet senkt sich mittels Druckluft oder Eigengewicht, Magnetspule wird mit Strom erregt.
114
Wie wirkt die Mg-Bremse bei Schnellbremsung?
Magnet wird auf Schiene gezogen, Reibung bremst Fahrzeug ab.
115
Wie sind Mg-Bremsen aufgebaut?
Aus mehreren Bremsgliedern für gleichmäßige Auflage auf der Schiene.
116
Welche Voraussetzungen gelten für die Funktion der Mg-Bremse?
- 24V Batteriespannung
- Zugsammelschiene 1000V verbunden
- HLL und HBL verbunden
- Bremsartumsteller auf „R+Mg“
117
In welchem Geschwindigkeitsbereich wirkt die Mg-Bremse?
Wirkt nur zwischen ca. 20 km/h fallend und 50 km/h steigend.
118
Wann spricht die Mg-Bremse an?
Wenn der Druck in der HLL auf mindestens 3,2 bar reduziert wird (Schnellbremsung).
119
Zu welcher Bremsart gehört die Mg-Bremse?
Zu den Reibungsbremsen.
120
Was sind Festhaltebremsen?
Bremsen, die Fahrzeuge im Stillstand sichern
-> Federspeicherbremsen
-> Handbremsen.
121
Wie funktioniert die Federspeicherbremse?
Feder drückt Reibelemente an, Bremse ist angelegt, wenn Zylinder entlüftet sind.
122
Wie wird die Federspeicherbremse gelöst?
Durch Befüllen der Federspeicherzylinder mit Druckluft.
123
Wozu dienen Handbremsen?
Zum Festhalten von Fahrzeugen, im Regelfall auf zwei Achsen wirkend.
124
Wann dürfen Handbremsen auch zum Abbremsen verwendet werden?
Beim Verschub, wenn sie vom Wagen aus bedienbar sind.
125
Wie sind bodenbediente Handbremsen gekennzeichnet?
Handbremsgewicht rot umrandet angeschrieben.
126
Wie ist die Festhaltekraft angegeben?
In Kilonewton (kN).
127
Wie wird 1 t Handbremsgewicht umgerechnet?
1 t entspricht 1 kN.
128
Welcher Wert gilt, wenn ein Fahrzeug sowohl t- als auch kN-Angabe trägt?
Der Wert in kN.
129
Welcher Wert gilt, wenn Minimum- und Maximumwerte angegeben sind?
Der Maximumwert in kN.
130
Was ist der Luftbremskopf?
Ein Gerät, mit dem bei geschobenen Fahrten HLL-Druck vom ersten Fahrzeug aus gesenkt werden kann.
131
Wie wird beim Luftbremskopf eine Notbremsung eingeleitet?
mit einem kräftigen Ruck an der Betätigungsleine
132
Woraus besteht die Kurzbezeichnung von Bremsbauarten?
Aus Buchstabengruppen für Hauptbauart, Bremsarten und Zusatzeinrichtungen.
133
Was ist das Bremsgewicht?
Maß für die Bremsleistung eines Fahrzeugs oder Zuges.
134
Was entspricht das angeschriebene Bremsgewicht?
Der Leistungsfähigkeit bei Schnellbremsung.
135
Wie wird die Bremswirkung ausgedrückt?
Durch Bremshundertstel (Verhältnis Bremsgewicht zu Fahrzeuggewicht).
136
Wofür ist das Kuppeln der Leitungen notwendig?
Damit die durchgehende, selbsttätige Druckluftbremse funktioniert (HLL und ggf. HBL müssen gekuppelt sein).
137
Welche Leitungen sind ggf. zusätzlich zu kuppeln?
Steuerleitungen für elektrische Bremse, HBL und Zugsammelschiene.
138
Wer ist für die richtige Stellung der Luftabsperrhähne verantwortlich?
Der Mitarbeiter, der die Kupplungen verbindet oder löst.
139
Wer ist für Hähne und Umstelleinrichtungen verantwortlich?
Tfzf beim Triebfahrzeug, Zugführer/Zugvorbereiter beim Wagenzug, Verschubleiter beim Verschub, Kl-Führer/Zugvorbereiter bei Nebenfahrt.
140
Wie müssen die Handgriffe der Hähne einrasten?
Fühlbar in die vorgeschriebene Stellung.
141
Wie ist der Luftabsperrhahn geöffnet?
Handgriff waagrecht.
142
Wie ist der Luftabsperrhahn geschlossen?
Handgriff senkrecht nach oben.
143
Wie ist der Bremsabsperrhahn geöffnet?
Handgriff senkrecht nach unten (Bremse eingeschaltet).
144
Wie ist der Bremsabsperrhahn geschlossen?
Handgriff waagrecht oder leicht schräg (Bremse ausgeschaltet).
145
Wie ist der Bremsartumsteller einzustellen?
Grundsätzlich in die wirksamste Stellung (rechte Endlage).
146
Wann muss eine Dichtheitsprüfung erfolgen?
Vor jeder Vollbremsprobe.
147
Wie wird die Dichtheit geprüft?
Zug wird auf 5 bar gefüllt, Abfall in HLL darf innerhalb 1 Minute max. 0,5 bar betragen.
148
Wer ist verantwortlich, wenn Dichtheit nicht gegeben ist?
Der für die Bremsprüfung zuständige Mitarbeiter.
149
Wie unterstützt der Tfzf bei Undichtheit?
Durch technische Anleitung zur Herstellung der Dichtheit.
150
Was umfasst die Bremsprobe?
Anlegen der Bremsen, Feststellung des Zustands, Lösen der Bremsen, Feststellung des gelösten Zustands, Meldung.
151
Welche Aufträge gibt man an den Tfzf bei Bremsprobe?
„Bremsen anlegen“ und „Bremsen lösen“.
152
Welche Verständigung erfolgt nach Abschluss?
„Bremsprobe beendet“.
153
Welche Verständigungsarten sind möglich?
Mündlich, fernmündlich (Funk), Bremsprobesignale.
154
Was muss beim Beobachten der Bremsprobe beachtet werden?
Fortgang der Probe beobachten, auf Verständigung achten.
155
Wie stellt man den angelegten Zustand bei Klotzbremsen fest?
Durch Anschlagen an einer Achse (mind. eine pro Drehgestell).
156
Wie stellt man den gelösten Zustand fest?
Durch Augenschein oder Kontrolle der Schauzeichen.
157
Was muss während der Bremsprobe gesichert werden?
Dass Fahrzeuge nicht entrollen, Sicherung durch Tfz, ggf. zusätzliche Mittel.
158
Wie legt man die Bremsen an?
Tfzf senkt HLL-Druck um 0,7 bar.
159
Worauf ist bei angelegtem Zustand zu achten?
Richtige Stellung der Absperrhähne und Umsteller.
160
Wie prüft man Scheibenbremsen beim Anlegen?
Durch Sichtkontrolle der Schauzeichen.
161
Was ist zu tun, wenn eine Bremse nicht anlegt?
Verbindungen, Hähne oder Umsteller prüfen, Bremse lösen, Fülldauer abwarten, Bremse erneut anlegen.
162
Was ist ein Selbstlöser?
Eine Bremse, die nach Anlegen innerhalb von 3 min. selbst wieder löst.
163
Wie geht man mit Selbstlösern um?
Einschalten, aber nicht in Bremsberechnung anrechnen.
164
Wie prüft man auf Selbstlöser?
Bremse anlegen, 3 Minuten warten – bleibt angelegt = ok, löst = Selbstlöser.
165
Wie löst man die Bremsen nach Probe?
Tfzf füllt HLL wieder auf 5 bar.
166
Wie prüft man gelösten Zustand bei Klotzbremsen?
Augenschein oder Anschlagen, wenn nicht erkennbar.
167
Wie prüft man gelösten Zustand bei Scheibenbremsen?
Über Schauzeichen.
168
Was ist zu tun, wenn eine Bremse nicht löst?
Lösezug ziehen, Teilbremsprobe am Wagen und nächstem Wagen durchführen.
169
Wann gilt eine Bremse als unbrauchbar?
Wenn sie nach zweitem Anlegen/Lösen nicht funktioniert.
170
Wie werden unbrauchbare Bremsen gekennzeichnet?
Ausschalten, Lösezug ziehen, Schadmeldung absetzen, Wagen mit Muster R1 bezetteln.
171
Welche Bremsen führen zu Muster R1?
Unbrauchbare selbsttätige Bremse, Handbremse, Mg-Bremse oder Schnellbremsbeschleuniger.
172
Was enthält die Bremsprobemeldung?
Meldung „Bremsprobe beendet“, Angabe ausgeschalteter/selbstlösender Bremsen, Änderungen am Bremsgewicht.
173
Wie erfolgt die Bremsprobemeldung?
Mündlich, fernmündlich oder über ADV-Anlagen.
174
Wann entfällt die Bremsprobemeldung?
Beim Verschub, nach Wendebremsprobe, bei Nachschiebe-Tfz.
175
An wen ist die Bremsprobemeldung zu richten?
An den Fahrtvorbereiter (PR-Knotenlogistiker) und den Tfzf.
176
Wer fragt in der Regel die Meldung ab?
Der Zugführer beim Tfzf, um Bremsberechnung abzuschließen.
177
Wann wird eine Bremsprobe angeordnet?
Durch Bestellung in Wagentechnischer Behandlungsliste, Verschubbestellung, Zusatztätigkeiten oder eigenständig vom Tfzf.
178
Wer ordnet eine Bremsprobe bei fehlender Prüfung an?
Tfzf, Zugbegleiter, Verschubmitarbeiter oder Wagenmeister.
179
Welche Grundregel gilt im Zweifel?
Immer Vollbremsprobe durchführen.
180
Wer überprüft die Bremsen bei Zug- und Nebenfahrten?
Wagenmeister, ggf. andere geeignete Mitarbeiter.
181
Wer überprüft die Bremsen in Bahnhöfen ohne Wagenmeister?
Ein geeigneter Mitarbeiter.
182
Wer überprüft die Bremsen beim Nachschiebe-Tfz?
Der Tfzf des Nachschiebe-Tfz.
183
Wer überprüft die Bremsen beim Verschub?
Der Verschubleiter.
184
Wann muss eine Erprobung der Bremsen erfolgen (Abs. 1a)?
Wenn seit letzter Fahrt >6h (bei Frost >3h), bei Mängeln, nach Behebung von Mängeln, auf Anordnung.
185
Wann muss eine Erprobung der Bremsen erfolgen (Abs. 1b)?
Nach Einschalten der Bremse, Betätigung der Löseeinrichtung, Verbinden der HLL, Wechsel des Bedienventils.
186
Welche Arten der Erprobung gibt es?
Vollbremsprobe und Teilbremsprobe.
187
Wann ist eine Vollbremsprobe vorgeschrieben?
Bei Abs. 1a, bei Zügen mit >3 Wagengruppen, Beigabe von >2 Wagengruppen, 1x pro Tag bei unverändertem Wagensatz, bei mangelhafter Bremswirkung.
188
Wann ist eine Teilbremsprobe vorgeschrieben?
Bei einzelnen Wagen gem. Abs. 1, bei Beistellung überprüfter Wagen, nach Kuppeln der HLL, Wechsel Bedienventil, Behebung von Störungen.
189
Wann ist eine Teilbremsprobe am letzten Wagen nötig?
Nach Verbinden der HLL an mehr als einer Stelle, nach Umkehr der Füllrichtung.
190
Was ist die Wendebremsprobe?
Teilbremsprobe bei Wendezügen, Funktion Steuerwagen und Zwischenwagen wird geprüft.
191
Wann ist keine Erprobung erforderlich?
Nach Wechsel der Bremsart (außer R+Mg), Umstellen Lastwechsel, Führerbremsventil-Wechsel im gleichen Tfz, Verschub-Führerstandswechsel, Ausschalten Bremse, Abhängen von Fahrzeugen, Rückstellen Notbremse.
192
Wie sind die Unterschiede Voll- vs. Teilbremsprobe?
Vollbremsprobe prüft alle Wagen, Teilbremsprobe nur bestimmte Wagen oder Stellen.
193
Wann ist beim Abstellen von Fahrzeugen eine Bremsprobe erforderlich?
Wenn Fahrzeuge länger als 24 Stunden abgestellt waren, vor erneuter Inbetriebnahme.
194
Wie ist beim Abstellen von Wagen die Bremse zu behandeln?
Bremse muss gelöst sein, HLL und HBL müssen entkuppelt sein.
195
Wie ist beim Abstellen von Tfz die Bremse zu behandeln?
HLL absperren, Lüftungsschieber öffnen, Handbremse oder Federspeicherbremse anlegen.
196
Was ist bei mehrtägigem Abstellen vorgeschrieben?
Zusätzliche Sicherung gegen Entrollen mit Hemmschuhen.
197
Wann ist eine Mg-Bremsprobe erforderlich?
Vor Beginn der Fahrt, wenn Mg-Bremsen vorgeschrieben sind.
198
Wie wird die Mg-Bremsprobe durchgeführt?
Spannungsversorgung einschalten, Bremsartumsteller auf „R+Mg“, Prüftaste betätigen, Magnet muss sich sichtbar absenken.
199
Wie lange muss der Magnet auf der Schiene liegen bleiben?
So lange wie die Prüftaste betätigt wird.
200
Was ist bei Nichtabsenken der Mg-Bremse zu tun?
Bremse gilt als unbrauchbar, Ausschalten und Meldung.
201
Wie wird das Ergebnis der Mg-Bremsprobe dokumentiert?
Im Zuglaufzettel oder elektronisch.
202
Wann ist eine NBÜ-Prüfung erforderlich?
Vor Beginn von Zugfahrten mit NBÜ-pflichtigen Zügen.
203
Was ist die NBÜ?
Notbremsüberbrückung, Einrichtung zur Vermeidung von Zwangshalt im Tunnel bei Notbremsbetätigung.
204
Wie wird die NBÜ geprüft?
Betätigung der Notbremse im Wagen → Anzeige im Führerstand, Überbrückung durch Tfzf, Anzeige und Quittierung prüfen.
205
Welche Anzeige erfolgt bei funktionierender NBÜ?
Akustisches und optisches Signal im Führerstand.
206
Wie lange darf die Überbrückung dauern?
Nur solange, wie es die Vorschriften zulassen (abhängig vom Tunnel).
207
Was ist eine Zusatzbremsprobe?
Eine auf Anordnung durchgeführte Bremsprobe in besonderen Fällen.
208
Nenne Beispiele für Zusatzbremsproben.
Nach Entgleisung, nach Unfall, nach schweren Unregelmäßigkeiten, nach außergewöhnlichem Wagenwechsel.
209
Wann muss eine Bremsprobe nach Kuppeln erfolgen?
Wenn die HLL an mehr als einer Stelle neu verbunden wird.
210
Wann ist eine Bremsprobe nach Wagenbeistellung erforderlich?
Wenn Wagen nicht vorher überprüft wurden oder Bremsstellung unklar ist.
211
Wann muss eine Bremsprobe nach Störungen erfolgen?
Immer nach Behebung von Bremsstörungen.
212
Welche Arten der Bremsprobe gelten im Verschub?
Teilbremsprobe oder vereinfachte Probe (z. B. durch Anschlagen).
213
Wie werden Kleinwagen (Kl/SKl) gebremst?
Mit Handbremsen oder besonderen Bremseinrichtungen, keine durchgehende Bremse.
214
Wann ist eine Bremsprobe bei Nebenfahrten erforderlich?
Wenn Fahrzeuge beigestellt oder gekuppelt werden.
215
Welche Verantwortung hat der Verschubleiter bei Bremsproben?
Anordnung, Durchführung und Bestätigung der Probe im Verschub.
216
Welche Rolle hat der Wagenmeister bei Sonderfällen?
Durchführung und Freigabe der Bremsprobe, Dokumentation von Abweichungen.
217
Wie werden Ergebnisse von Sonderbremsproben dokumentiert?
Im Zuglaufzettel oder in der elektronischen Fahrplanunterlage.
218
Wie erfolgt die Verständigung über Sonderproben?
Mündlich, fernmündlich oder durch Funkspruch.
219
Wann ist die Durchführung einer zusätzlichen Vollbremsprobe sinnvoll?
Bei Zweifeln an der Wirksamkeit oder nach außergewöhnlichen Vorfällen.
220
Welche Bremsproben sind bei Frost zusätzlich nötig?
Vollbremsprobe nach spätestens 3 Stunden seit der letzten Probe.
221
Wann kann auf Bremsprobe verzichtet werden?
Nur in ausdrücklich geregelten Ausnahmefällen (z. B. Führerstandswechsel im selben Tfz, Rückstellen NBÜ).
222
Was passiert bei mangelhafter Bremswirkung im Zuglauf?
Sofortige Meldung an den Tfzf, ggf. Halt und zusätzliche Bremsprobe.
223
Welche Hilfsmittel sind beim Bremsen im Winter erlaubt?
Sandstreuen, dynamische Bremsen, vorsichtige Bremsbetätigung.
224
Welche Pflicht gilt für Tfzf bei Abweichungen?
Unverzügliche Meldung und Ergreifen von Maßnahmen (z. B. Halt, Bremsprobe, Schadmeldung).
225
Welche Pflicht gilt für Zugbegleiter bei Bremsunregelmäßigkeiten?
Unverzügliche Information des Tfzf und Sicherung der Fahrgäste.
226
Welche Pflicht gilt für den Verschub bei Bremsmängeln?
Sofortiges Abstellen des betroffenen Fahrzeugs und Meldung.
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