§ 35 +

163 flashcardsby Julia
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All cards

1
Wofür können Hauptsignal verwendet werden?
* Einfahrsignal
* Ausfahrsignal
* Zwischensignale
* Blocksignale
* Deckungssignale
2
Welche Betriebszustände der Fahrzeuge gibt es?
- betriebsfähig
* lauffähig
* überstellfähig
* nicht lauffähig
3
Was sind betriebsfähige Fahrzeuge?
Fahrzeuge ohne Einschränkungen oder mit geringen Mängeln (z. B. Muster M, S1)
4
Was sind lauffähige Fahrzeuge?
- Fahrzeuge, die noch auf bestimmten Strecken fahren dürfen
* nicht mit Reisenden besetzt
* Türen versperrt
* Triebfahrzeuge ohne Leistung
* gekennzeichnet mit Muster K
5
Was sind nicht lauffähige Fahrzeuge?
Fahrzeuge, die nicht in Züge eingestellt werden dürfen – gekennzeichnet mit „aussetzen“
6
Was bedeutet überstellfähig?
Fahrzeuge, die nicht lauffähig sind, aber nach Maßnahmen mit Hilfszug in eine Werkstatt gebracht werden dürfen
7
Wie wird der Betriebszustand der Fahrzeuge beurteilt?
- Sichtprüfung äußerer Schäden
* Kontrolle von Bremsen und Sicherheitseinrichtungen
* Prüfung von Wagennummern und Anschriften
8
Wann gilt ein Wagen als nicht lauffähig?
Bei betriebsgefährlichen Mängeln an Wagen, Ladung oder Sicherung
9
Wann gilt ein Wagen als lauffähig bis zum nächsten Untersuchungsbahnhof?
Bei Mängeln, die die Betriebssicherheit nicht gefährden
10
Wann gilt ein Wagen als betriebsfähig?
Wenn keine offensichtlichen Mängel festgestellt werden
11
Was gehört zur wagentechnischen Behandlung?
- Wagentechnische Untersuchung

* Ausgangsuntersuchung
* Lauffähigkeitsuntersuchung
* Einstelluntersuchung
* Übernahme außergewöhnlicher Sendungen
* Behandlung entgleister Fahrzeuge
* Behandlung nach Meldung Zuglaufcheckpoint
12
Wie werden Schäden oder Mängel gekennzeichnet?
- Mit Gebrechenzetteln

* Rotzettel für nicht lauffähig
* Rotweißzettel für lauffähig bis nächster Untersuchungsbahnhof
* TUE-Zettel bei besonderen Schäden
* Blau-Rotzettel für Überführung in Werkstatt
* Hilfszugzettel bei Abtransport durch Hilfszug
13
Wer darf Gebrechenzettel anbringen?
- Grundsätzlich Wagenmeister

* Rotweißzettel auch Fahrzeugprüfer
* Rotzettel, Muster R1, Muster S auch Zugbegleiter
* TUE-Zettel nur Technische Überwachung
14
Wie läuft der Meldevorgang bei Schäden ab?
Meldung an Zugvorbereiter und EVU – beinhaltet Fahrzeugnummer, Art der Bezettelung und betriebliche Einschränkungen
15
Wann ist eine Lauffähigkeitsuntersuchung nötig?
Bei entgleisten und wieder eingeleisten Fahrzeugen
16
Wann wird ein Rotzettel angebracht?
- Beidseitig am Fahrzeug

* Wenn Türen, Dächer oder Klappen beschädigt oder nicht schließbar sind
* Bei starken Flachstellen oder losen Bremsteilen
* Bei fehlenden Puffern oder gerissenen Pufferhülsen
17
Wann wird ein Blau-Rotzettel verwendet?
- Wenn ein Fahrzeug mit Lauffähigkeitsbescheinigung zur Wartung überführt wird

* Als Ersatz für Rotzettel beim Abtransport in die Wartungseinrichtung
18
Wann wird ein Rotweißzettel angebracht?
- Beidseitig am Fahrzeug

* Bei offensichtlichen Schäden, die keinen Rotzettel erfordern
* Zusammen mit Muster R1
19
Was ist eine Lauffähigkeitsbescheinigung?
- Bestätigung, dass ein schadhaftes Fahrzeug unter Auflagen weiterfahren darf

* Muss beidseitig am Fahrzeug angebracht werden
20
Wann wird Muster M verwendet?
- Beidseitig am Fahrzeug

* Wenn Wagen trotz Mängeln beladen oder besetzt bleiben darf
* Zur Kennzeichnung von Wagen mit selbstlösenden Bremsen
21
Wann wird Muster K verwendet?
- Beidseitig am Fahrzeug (Langträger)

* Wenn Wagen wegen Beschädigung nicht besetzt oder beladen werden darf
* Wagen darf leer oder beladen weiterfahren
* Zulässige Höchstgeschwindigkeit muss angegeben werden
22
Wann wird Muster R1 verwendet?
- Wenn Bremse, Handbremse, Mg-Bremse oder Schnellbremsbeschleuniger schadhaft ist

* Linker Teil: selbsttätige Bremse unbrauchbar
* Rechter Teil: Handbremse unbrauchbar oder Aufstieg beschädigt
* Beide Teile: Mg-Bremse oder Schnellbremsbeschleuniger unbrauchbar
23
Wann wird Muster S verwendet?
- Zur Kennzeichnung schadhafter Türen

* Wagen darf besetzt bleiben, wenn Übergang in Nachbarwagen möglich ist
* Keine Sackgasse darf entstehen
* Türen müssen versperrt und mit sichtbarem Zettel versehen sein
24
Wann wird Muster R3 verwendet?
- Bei defekter Zugsammelschiene (Kabel oder Kupplung)

* Kabel in Blinddosen sichern
* Kupplungsdosen unbenutzbar machen
* Zettel an allen vier Ecken anbringen
* Zusätzlich Muster K anbringen
25
Wann wird ein HOA-Zettel angebracht?
- Nach HOA-Alarm durch Zuglaufcheckpoint

* Zur Kennzeichnung des betroffenen Radsatzlagers
26
Was ist ein Heißläufer (HOA)?
- Übermäßige Erwärmung am Radsatzlager

* Kann Schäden oder Entgleisungen verursachen
27
Wann liegt eine Entgleisung vor?
- Wenn ein Radsatz nicht mehr mit beiden Rädern auf der Schiene läuft

* Wenn ein Fahrzeug seitlich aus dem Gleis springt
28
Was bedeutet die Anwendung der Gebrechenzettel?
- Kennzeichnung von Fahrzeugen mit Mängeln

* Nutzung verschiedener Muster (K, M, S, R1, X)
* Deutliche Information für Betrieb und Werkstatt
29
Welche Bremsen sind einzuschalten?
- Alle tauglichen Bremsen

* Selbstlösende Bremsen, die als mindertauglich gelten
30
Welche Bremsen sind auszuschalten?
- Untauglich gekennzeichnete Bremsen

* Bremsen, deren Unbrauchbarkeit erkennbar ist
31
Wie müssen Züge grundsätzlich gebremst werden?
- Luftgebremst, außer im Störungsfall

* Dynamische Bremse ist, wenn vorhanden, einzuschalten
32
Welche Fahrzeuge müssen immer eine funktionstüchtige Bremse haben?
- Erstes Schienenfahrzeug

* Letztes Schienenfahrzeug
33
Was tun, wenn die Bremse des letzten Fahrzeugs ausfällt und das vorletzte eine Bremse hat?
Weiterfahrt bis zum nächsten Bahnhof mit Änderungsmöglichkeit der Zugbildung
34
Was tun, wenn die Bremse des letzten und vorletzten Fahrzeugs ausfällt?
- Weiterfahrt nur bis zum nächsten Bahnhof

* Danach Weiterfahrt erst nach Behebung des Mangels
35
Welche Einschränkung gilt bei Bremsausfall am ersten oder letzten Fahrzeug mit Reisenden?
- Fahrzeuge dürfen nicht mit Fahrgästen besetzt sein

* Vor Weiterfahrt in Manipulationsbahnhof räumen
36
Welche Zugsicherungssysteme beeinflussen die Bremsleistung?
- PZB bis 160 km/h

* ETCS oder LZB auch bis 160 km/h
* Über 160 km/h nur ETCS oder LZB
37
Welche Regel gilt für Züge mit Vmax >140 km/h?
Hälfte der Mg-Bremsen muss tauglich sein, mindestens 3. Mindestens die Hälfte der Fahrzeuge muss Mg haben.
38
Was passiert, wenn die Mg-Bremsen nicht ausreichen?
- Zugführer verständigt Tfzf per Zub-Auftrag

* Geschwindigkeitsbegrenzung wird festgelegt
39
Wie werden Zub-Aufträge ausgestellt?
- Vom Zugführer oder Zugvorbereiter im Ausgangs- oder Grenzbahnhof

* In zweifacher Ausfertigung
* Empfang durch Tfzf wird bestätigt
40
Was ist ein überlanger Zug?
Zug, dessen Länge die Aufnahmefähigkeit eines Bahnhofs überschreitet
41
Welche Regeln gelten für überlange Züge mit Personenbeförderung?
- Dürfen grundsätzlich nicht länger als Bahnsteigkanten sein

* Wenn länger, müssen alle Möglichkeiten genutzt werden (z. B. Vorziehen)
* Wenn nicht möglich, Zub informiert Fahrgäste über Ausstiegsmöglichkeiten
42
Wann ist das Ende der Zugvorbereitung erreicht?
Wenn der Triebfahrzeugführer die Abfahrbereitschaftsmeldung durchführt.
43
Welche Unterlagen benötigt der Triebfahrzeugführer, um die Abfahrbereitschaft zu melden?
- Wagenliste

* Zugdatenzettel
* Fertigmeldung der Vorbereitungsarbeiten (z. B. Dauerbremszettel)
44
Wem untersteht die gesamte Zugmannschaft in betrieblichen Fragen?
Dem Fahrdienstleiter (Fdl).
45
Wer ist für den Fahrdienstleiter der betriebliche Ansprechpartner?
Der Triebfahrzeugführer des führenden Triebfahrzeugs.
46
An wessen Weisungen sind Tfz-Mannschaft und Schaffner gebunden?
An die betrieblichen Weisungen des Zugführers (Zgf).
47
Wann müssen Züge mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein?
Immer, außer wenn die Aufgaben durch andere geeignete Bedienstete oder technische Einrichtungen übernommen werden.
48
Welche zusätzlichen Maßnahmen können bei Abweichungen von den Besetzungsrichtlinien getroffen werden?
- Zusätzlicher ZUB

* Absperren von Wagen am Zugschluss
* Wagentausch
49
Welche Anforderungen gelten für die Streckenkenntnis eines ZUB?
- ZUB müssen über Streckenkenntnis verfügen

* Ohne Streckenkenntnis nur mit streckenkundigem Lotsen fahren
* Im Notverkehr Weiterfahrt bis zur Ablöse durch kundigen Lotsen erlaubt
50
Welche Einschränkungen gibt es für nicht geprüfte Betreuer im Ausnahmefall?
Sie dürfen dem Zugführer beigegeben werden, aber keine betrieblichen Aufgaben übernehmen.
51
Wann dürfen leere Reisezugwagen ohne zusätzlichen ZUB beigestellt werden?
- Grundsätzlich immer, wenn sie abgesperrt und unbeleuchtet sind

* An der Zugspitze jedoch maximal 2 Wagen
52
Welche Anforderungen gelten für Fahrten auf fremden Netzen (z. B. DB, SBB)?
Der Zugführer muss die entsprechende Prüfung und Weiterbildung für das jeweilige Netz absolviert haben.
53
Welche Vorgaben gelten für „Korridorzüge“ auf DB-Netz?
Bei der Zugvorbereitung im Ausgangsbahnhof muss ein Mitarbeiter mit DB-Prüfung eingeteilt sein.
54
Wie werden ÖBB-Fernverkehrszüge im Tagverkehr besetzt?
Railjet: 1 Zugführer/Garnitur + erforderliche Mitarbeiter (SRK/NBÜ, Brandschutz, Notfall). Dani: Zugführer, Tfzf, Betreuer.
55
Wie werden DB-Fernverkehrszüge im Tagverkehr besetzt?
- BR 411: Zugführer und Betreuer
56
Wie werden CD-Fernverkehrszüge im Tagverkehr besetzt?
gleich wie bei Railjet
57
Wie werden Züge im Nachtverkehr und Sonderzüge besetzt?
- Bis 9 Wagen: Zugführer + erforderliche Mitarbeiter

* Dani: Zugführer + geschulte Mitarbeiter; bei Koppelung zusätzlicher Zugführer
58
Wie werden Nahverkehrszüge besetzt?
- Mit zentraler Türsteuerung: Für je 6 Wagen ein Zugführer

* Ohne zentrale Türsteuerung: Für je 5 Wagen ein Zugführer
59
Wie werden Triebwagenzüge im Nahverkehr besetzt?
Bei mehr als Doppeltraktion mit Reisenden ist ein Zugführer erforderlich.
60
Wer ist für Sicherheit und Ordnung beim Zug verantwortlich?
Der Zugführer (ZgF).
61
Wo befindet sich der Platz des Zugführers grundsätzlich?
An der Zugspitze.
62
Welche Aufgaben hat der Zugführer gegenüber den Schaffnern?
- Er weist ihnen ihre Bereiche zu

* Nicht zugewiesene Zugteile beaufsichtigt er selbst
63
Welche Meldungen müssen Schaffner an den ZgF weitergeben?
Alle Unregelmäßigkeiten und Vorkommnisse, die sein Eingreifen erfordern oder die Reisende betreffen.
64
Was unternimmt der ZgF bei Problemen, die er nicht selbst lösen kann?
Er veranlasst Maßnahmen über den NOKO.
65
Wer ist für die Information der Reisenden im Zug zuständig?
Der Zugführer (ZgF).
66
Wann darf im Bahnhof ein Zug abfahren?
Grundsätzlich nur mit Zustimmung des Fahrdienstleiters (Fdl).
67
Welche Voraussetzungen muss der Fdl vor der Abfahrtszustimmung prüfen?
- Alle Bedingungen für eine sichere Zugfahrt sind erfüllt (z. B. Fahrstraßenprüfung, Zugmeldeverfahren, Abfahrbereitschaft)

* Erforderliche Verständigungen wurden durchgeführt
* Das führende Triebfahrzeug steht nicht über das Ausfahrsignal hinaus (sonst muss Freistellung gemeldet werden)
* Alle sonstigen Anordnungen (Bsb) wurden befolgt
68
Wie wird die Zustimmung zur Abfahrt erteilt?
- Durch Freibegriff an Einzelausfahr-, Zwischen-, Schutz- oder Vorsignalen sowie Erlaubnissignalen

* Durch das Signal „ZUSTIMMUNG“
* Mündlich oder fernmündlich: „Zustimmung zur Abfahrt für … (Zugnummer) … erteilt!“
69
Wie ist vorzugehen, wenn trotz Abfahrbereitschaft keine Zustimmung erfolgt?
Der Tfzf muss den Fdl verständigen.
70
Welche Möglichkeiten gibt es bei untauglichen Signalen?
- Vorbeifahrt an untauglichen Einzelausfahr-, Zwischen- oder Schutzsignalen nach Verständigung

* Bei Gruppensignalen zusätzlich mündlich/fern-mündliche Verständigung
* ETCS-Fahrerlaubnis (Movement Authority – MA) ab nächstem Haupt-/Schutzsignal oder ETCS-Marker
71
Was ist zu beachten, wenn mehrere Züge am selben Gleisabschnitt vor dem zustimmenden Signal stehen?
Die Züge, für die die Zustimmung nicht gilt, müssen vorher verständigt werden.
72
Welche weiteren Signale zeigen Zustimmung an?
- Signalnachahmer

* Vorsignale
* Erlaubnissignale
* Signal „ZUSTIMMUNG“
73
Welche Voraussetzungen müssen für das Signal „FERTIG“ erfüllt sein?
- Zustimmung zur Abfahrt liegt vor

* Verlautbarte Abfahrtszeit ist erreicht
* Abfahrbereitschaft wurde hergestellt
74
Wann muss die Abfahrbereitschaft hergestellt werden?
Nach beendetem Fahrgastwechsel, rechtzeitig zum „Zeigersprung“ (planmäßige Abfahrtszeit).
75
Welche Aufgaben haben ZUB bei der Abfahrbereitschaft?
- Ohne Aufforderung die Abfahrbereitschaft herstellen

* Signal „ABFAHRBEREIT“ geben
* Sichtbarkeit der Signale gewährleisten
76
Welche Besonderheit gilt bei Abfertigungsanlagen?
- Dort wird das Signal „ABFAHREN ERLAUBT“ verwendet

* Signal „FERTIG“ entfällt
* Anzeigen im Führerstand sind zu ignorieren
77
Wann entfällt die Zustimmung zur Abfahrt?
- In Bahnhöfen mit Dienstruhe (so gekennzeichnet)

* Wenn sich der Bahnsteig nach dem Ausfahrsignal befindet
* In Bahnsteigbereichen mit Signal „ZUSTIMMUNG ENTFÄLLT“
* Bei Haltestellen auf freier Strecke
78
Wann wird das Signal „ZUSTIMMUNG VERMITTELN“ eingesetzt?
- Wenn das zustimmende Signal für den Tfzf nicht sichtbar ist

* Zustimmung wird dann über Zugführerabfertigungsmeldelampe (ZAML) oder ZUB weitergegeben
79
Welche zusätzlichen Gründe gibt es, Zustimmung zu vermitteln?
- Unvorhersehbare Sichtbehinderungen (z. B. Nebel, Schneefall, Smog)

* Signal „ABFAHREN ERLAUBT“
80
Wie lautet das Grundprinzip bei untauglichen Signalen?
Wenn ein Signal ausgefallen oder unklar ist, ist immer die restriktivste (strengste) Bedeutung anzunehmen.
81
Welche Möglichkeiten gibt es, an einem untauglichen Signal vorbeizufahren?
- Mit Ersatz- oder Vorsichtssignal

* Mündliche/fmd. Verständigung oder schriftlicher Befehl („AS untauglich! Vorbeifahrt erlaubt!“)
* Signal „VORBEIFAHRT ERLAUBT“
82
Was bedeutet „Vorrücken“?
Eine Fahrt bis zum nächsten Haupt- oder Schutzsignal, wenn der Zug nicht direkt davor steht. Geschwindigkeit max. 40 km/h.
83
Wie kann das Signal „FERTIG“ übermittelt werden?
- Als Tag- oder Nachtsignal

* Mündlich/fern-mündlich (z. B. über GSM-R Zugfunk oder UIC-Leitung)
* Technisch (z. B. Summertöne, Anzeigen im Führerstand)
* Über Abfertigungsanlagen (Neumannsäule, Wenzelsäule)
84
Wo muss zwingend die Abfertigungsanlage verwendet werden?
- Bludenz

* Wien Spittelau
* Selzthal
* Kufstein
* St. Veit an der Glan
85
Wie wird eine Abfertigungsanlage bedient?
- Einschalten mit Schlüssel und Einschalttaster

* Blinklicht zeigt Freibegriff, geht in Dauerlicht über
* Danach Signal „ABFAHREN ERLAUBT“ am Haupt- oder Schutzsignal
* Eventuell Rücknahme mit Löschtaste möglich
86
Wie läuft die Abfertigung im Railjet ab (Standard)
- Übermittlung des Signals „FERTIG“ per ZUMBER/GSM-R Zugfunk

* Rückfallebene: UIC-Sprechstelle
* Letzte Rückfallebene: Winkscheibe oder Taschenlampe
87
Welche Vorgaben gelten bei Störungen im Abfertigungsprozess?
- Jede Störung ist mit einer Zugbegleitermeldung zu dokumentieren

* Bei Änderung der Abfertigungsart muss der Tfzf informiert werden
* Wortlaut bei fernmündlicher Abfertigung zwingend einzuhalten („RJ 760 in Wien Meidling fertig“)
88
Wie läuft der Abfertigungsprozess mit mehr als einem ZUB ab?
- Betreuer öffnet rechtzeitig seine Tür
* Ca. 30 Sekunden vor Abfahrt: Zugführer gibt Achtungspfiff
* 2. ZUB gibt „Abfahrbereit“
* Zugführer schließt Türen
* 2. ZUB bestätigt nochmal „Abfahrbereit“
* Zugführer gibt „Fertig“
89
Was muss man sich bei Dienstbeginn alles anschauen? (Frage von Heli)
- Buchfahrplan
- Streckenliste
- La
- Wagenliste
90
Was ist alles zu tun wenn man zum Zug kommt? (Frage von Heli)
- Sicherheitsrelevante Aufgaben
- Spitzesignal?
- zwischen Lok und Wagen schauen
- Hemmschuhe & sontiges
- Bremsen
- alle Bremsartumsteller & Kuppelzustand
- innen alles sicherheitsrelevante anschauen (Feuerlöscher, Plombierungen,...)
- Stirntüren
- SRK/NBÜ
- Abfahrbereitschaft melden
- Bahnsteigpräsenz
- Vorinformation
- Abfertigen
91
Wie läuft der Abfertigungsprozess ab? (Frage von Heli)
- Aussteigen (45s)
- Signal
- Lichter Raum frei?
- Achtungspfiff (30 sek)
- Lichter Raum frei, schlüsseln
- GSMR
- Lichter Raum frei, Türklappen oben
- GSMR "RJ 165 in innsbruck fertig"
- Einsteigen
- Schlüsseln
92
Was ist bei Zugende zu tun? (Frage von Heli)
- Verabschiedung
- Ausstiegshilfe
- Schluss/Fundrevision
- WC
- Lokführer informieren
93
Wann sind die Türstuerungen zu prüfen? (Frage von Heli)
- bei Fahrzeugprüfung
- UIC check
- Nach Manipulation
94
Welche Wagen haben TBS? (Frage von Heli)
- Wendezüge
- Railjet/Dani
- RIC Wagen mit Anschrift
- DDM
95
Wie oft muss man den Grünschleifencheck machen? (Frage von Heli)
- 1x Pro Tag
- UIC Manipulation (stürtzen,...)
- Mangel behoben/aufgefallen
96
In welchem Fall müssen wir bei der Wendezugprobe mitarbeiten? (Frage von Heli)
bei Sandwichbetrieb
97
WelcheTfz sind nicht TB0 fähig? (Frage von Heli)
- 1144
- 1142
- 2016
- Wendezugsteuerwagen
98
Welche Tfz können TB0? (Frage von Heli)
- alle Taurus
- 1293
99
Wie überprüft man TB0? (Frage von Heli)
- Tfzf Bescheid geben
- Schlüsseln -> 10 Sek warten (120s)
- Auf anderer Seite muss die Tür zubleiben
- Türen wieder freigeben
100
Was gibt es spezielles beim Abfertigungsprozess bezüglich der Türsteuerung?(Frage von Heli)
TBS -> nix
TB0 -> aus einem Fenster schauen
TB5 -> aus dem Türfenster rausschauen
101
Schotterflug Ablauf (Frage von Heli)
- bei mehr als 160 km/h im Tunnel
- Kommunikation ZGF und Tfzf
-> Kratzer, Schnee
-> muss entfernt werden
-> Tfzf bescheid geben
-> VLS informieren
102
Wo gilt Die Regel mit dem Schotterflug?
St. Pölten - Schwanenstadt
103
Wie wird die Reduktion bei gemeldetem Schotterwirbel umgesetzt?
IB begrenzt über LZB/ETCS auf 160 km/h
104
Ausfahrt ohne Ausfahrsignal
Ein Zug darf ohne Ausfahrsignal ausfahren, wenn z. B. eine Weichenstörung vorliegt. Der Zug muss mit Befehl verständigt werden.
105
Welche Personen sind bei Ausfahrt ohne Ausfahrsignal zu verständigen?
Der Tfzf und der Zgf bei personenbefördernden Zügen
106
Welche Geschwindigkeit gilt im Weichenbereich bei Ausfahrt ohne Ausfahrsignal?
Vmax 40 km/h
107
Wie erfolgt die Übergabe vom Zugführer?
Immer persönlich, mit Dokumentation im Befehlsübergabeverzeichnis
108
Welche Aufgaben haben ZUB während der Fahrt?
Sie gehen durch die ihnen zugeteilten Bereiche

* Sind für Reisende erreichbar

* Achten auf Unregelmäßigkeiten

* Fordern ggf. Unterstützung durch den Zugführer an
109
Wann muss die Beleuchtung in Personenwagen eingeschaltet sein?
Bei Dunkelheit und bei der Durchfahrt durch Tunnel
110
Wer ist für die Signalbeachtung verantwortlich?
Der Tfzf des führenden Triebfahrzeugs
111
Was tun, wenn ein planmäßiger Aufenthalt nicht beachtet wurde?
Der Zgf nimmt sofort Kontakt zum Tfzf auf

* Wenn keine Verbindung möglich: Notbremse ziehen
112
Welche Folgen hat das Nichtbeachten eines Aufenthalts für Reisende?
Reisende wollten evtl. aussteigen oder einsteigen. Zgf muss Reisende im Zug informieren. IB informiert Reisende am Bahnsteig.
113
Wie wird ein unrichtiger Fahrweg behandelt?
Zug sofort anhalten und Weiterfahrt nur nach Weisung des Fdl
114
Was ist nach einem unrichtigen Fahrweg oder Vorfall zu tun?
ZUB-Meldung schreiben und NOKO verständigen
115
Was tun bei unvorhergesehenem Halt auf freier Strecke oder im Bahnhof?
Ursache feststellen und VLS informieren

* War es eine Zwangs- oder Notbremsung: Tfzf nimmt Kontakt zum Zgf auf

* Zgf informiert Zugmannschaft, die ihre Bereiche überprüft
116
Was ist zu tun bei unerlaubtem Überfahren eines Halt zeigenden Signals?
Zug sofort anhalten, Weiterfahrt nur mit Zustimmung des Fdl. Tfzf darf meist nicht weiterfahren.
117
Wann dürfen Züge außerplanmäßig anhalten?
Nur bei zwingenden Gründen oder mit Zustimmung des EVU.
118
Wann dürfen Aufenthalte für Züge entfallen?
Wenn Fdl sicherstellt, dass Aufenthalt nicht notwendig ist.
119
Dürfen planmäßige Halte von Personenzügen entfallen?
Nein, öffentlich verlautbarte Halte müssen eingehalten werden.
120
Wie ist vorzugehen bei außerplanmäßigem Halt in einer Betriebsstelle?
Zug fährt bis Ende des Einfahrgleises. Abfahrbereitschaft herstellen, wenn ein Bahnsteig vorhanden ist.
121
Wann ist das Signal „FERTIG“ erforderlich?
Wenn ein Zug abfahrbereit ist und ein Bahnsteig vorhanden ist.
122
Wann ist eine Einfahrt grenzfrei?
Wenn Zugspitze und letztes Fahrzeug mit Schlusssignal innerhalb der Grenzmarken sind.
123
Wann muss grenzfreie Einfahrt gemeldet werden?
Wenn keine oder untaugliche Gleisfreimeldeanlage vorhanden ist.
124
Was bedeutet Gleiswechselbetrieb?
Streckengleise können in beide Richtungen signalmäßig befahren werden.
125
Was passiert, wenn Reisende am falschen Bahnsteig stehen?
Fdl verständigt Reisende.

* Wenn nicht möglich: Zug wird per Befehl verständigt. Zgf holt Reisende ein.
126
Wann dürfen Personenzüge ohne Zugbegleiter fahren?
Wenn Zuglänge Bahnsteiglänge nicht überschreitet

* Seitenselektive Türsteuerung vorhanden ist

* Türraumüberwachung beim Tfzf vorhanden ist

* Türtaster so gebaut sind, dass kein Hängenbleiben möglich ist

* Notsprechstelle in jedem Einstiegsbereich vorhanden ist

* Lautsprecher innen und außen vorhanden sind
127
Was bedeutet 0:0 für Zub?
Zub hat keine betrieblichen Aufgaben, nur Fahrgastbetreuung und Einnahmensicherung
128
Wann kann ein Zub auf einem 0:0 Zug betriebliche Aufgaben übernehmen?
Wenn eine sicherheitsrelevante Einrichtung untauglich wird
129
Was tun bei liegengebliebenem Zug?
Zgf oder Tfzf verständigt Bahnhof.

* Weiterfahrt mit Hilfs-Tfz nur mit Zustimmung des Fdl

* Wenn Verständigung nicht möglich: auf Sicht bis zum Fernsprecher fahren
130
Wie erfolgt Zurückziehen eines liegengebliebenen Zuges?
Mit Hilfs- oder Nachschiebe-Tfz, max. 20 km/h, Fdl müssen einvernehmlich anordnen
131
Wie erfolgt Zurückschieben eines Zuges?
Mit Zustimmung des Fdl, vmax 20 km/h, Mitarbeiter an der Spitze mit Signalbeobachtung
132
Was tun bei Zugtrennung?
Fahrt sofort stoppen

* Abgetrennten Zugteil sichern (Handbremse/Hemmschuhe)

* Wiedervereinigung versuchen, sonst Fdl verständigen
133
Was ist bei der Zugtrennung noch wichtig?
- Der Schluss bei dem Zugteil der zurückbleibt bleibt an
- Der Schluss beim noch fahrenden Teil bleibt bis zum nächsten Bahnhof aus
- Die neue letzte Fahrzeugnummer notieren und FDL durchgeben
134
Was ist zu tun beim Weiterfahren mit vorderem Zugteil?
Neue Bremsberechnung durchführen

* Einschränkungen melden

* Nur nach Anweisungen der Betriebssteuerung weiterfahren
135
Wann ist Zugvereinigung erlaubt?
Nur bei P- oder Leerpersonenzügen mit tauglicher Türsteuerung
136
Welche Bedingungen gelten beim Vereinigen von Zügen?
Keine LZB oder ETCS-Führung

* Jeder Zug muss für sich bremstechnisch fahrbar sein

* Zugnummer des führenden Zuges gilt

* Abweichungen müssen bekannt gegeben werden
137
Was müssen Zub bei Railjet-Vereinigung ansagen?
„Verdoppelung von Railjet-Zügen“
138
Welche Bedingungen gelten für Einstiegstüren?
Blockiereinrichtungen müssen vorhanden sein

* Türen dürfen nicht abgeschlossen sein (außer bei Störung)
139
Wann dürfen Fahrzeuge mit abgeschlossenen Türen Reisende befördern?
Wenn mindestens eine Tür pro Fahrzeugende nutzbar ist oder Übergang möglich ist
140
Wie lange dürfen Fahrzeuge mit Türschäden im Betrieb bleiben?
Maximal einen Hin- und Rücklauf
141
Was gilt für beschädigte Fenster?
EVU muss Maßnahmen treffen, um Aussetzen zu vermeiden
142
Welche Vorschriften gibt es für Notausstiegsfenster?
Sie dürfen nicht abgeschlossen sein, Nothammer muss vorhanden sein
143
Wie sind Türen bei Störungen abzusperren?
Gemäß Bedienungs- oder Fehlersuchanleitung, mit Gebrechenszettel
144
Wann dürfen Fahrzeuge mit abgesperrten Türen weiter genutzt werden?
Wenn je Zugseite eine Tür funktioniert oder Übergang zum Nachbarfahrzeug möglich ist
145
Wann gilt ein Zug als überfrequentiert?
Wenn Zugänge und Fluchtwege nicht mehr frei zugänglich sind
146
Welche Pflichten haben Zub bei überfüllten Zügen?
Regelmäßige Begehung und Überprüfung der Zugänglichkeit
147
Wann ist eine Railjet-Garnitur voll ausgelastet?
Wenn mehr als 240 Reisende ohne Sitzplatz pro Garnitur sind
148
Wann gelten Lokklassen-Wagen als voll ausgelastet?
Wenn mehr als 60 Reisende ohne Sitzplatz im Wagen sind
149
Welche Maßnahmen gibt es bei überfüllten Zügen?
Durchsagen, Gutscheine, Mithilfe von DoN und Operatives Services
150
Wann darf Polizei gerufen werden?
Nur bei Gefahr für die Sicherheit der Mitarbeiter
151
Was ist bei Gefahrfällen wichtig?
*Ruhe und Besonnenheit bewahren
* Gefährdungen verhindern
* Wenn nötig Hilfe leisten oder anfordern
* Vorfall melden
152
Was tun, wenn der Tfzf dienstuntauglich wird?
Zug sofort anhalten, Weiterfahrt erst mit einem anderen Tfzf
153
Was tun, wenn der Zgf dienstuntauglich wird oder bei Abfahrt fehlt?
*Zug im nächsten Bahnhof anhalten
* Auf freier Strecke: Fahrt ab der nächsten Haltestelle nicht mehr fortsetzen
* Weiterfahrt nur mit einem Zgf
154
Wie wird bei Naturereignissen vorgegangen?
*Züge werden zurückgehalten, wenn die Strecke gefährdet ist
* Anhalten möglichst mit dem letzten deckenden Signal
* Falls nicht möglich: mit Zugfunk, durch Abschalten der Oberleitung oder durch Streckenwärter mit Gefahrsignal angehalten werden
155
Wer ist Ansprechpartner für den Infrastrukturbetreiber während der Zugfahrt?
Der Tfzf des führenden Fahrzeugs
156
Was gehört zur Meldezeit des ZUB?
*Anmeldung im ZUB-Device
* Offene Dokumente bestätigen
* Unterlagen und Infos einholen
* Ausrüstung auf Vollständigkeit prüfen und Mängel melden
157
Welche Aufgaben haben ZUB in der Vorbereitezeit?
*Beim Zgf melden
* Wagen- und SRK/NBÜ-Bereiche übernehmen
* Wagenliste führen und mit dem Zug abgleichen
* Mängel melden
* Bremsen prüfen und Bremsprobe sicherstellen
* Zuglänge mit Bahnsteiglängen vergleichen
* Kuppelzustand, Türen, Übergänge und Energieversorgung kontrollieren
* Sicherheitseinrichtungen prüfen (Feuerlöscher, Notfallhämmer, Schlusssignal)
* Offensichtliche Mängel oder Hindernisse melden
158
Wie endet die Zugvorbereitung?
Zgf meldet Abfahrbereitschaft an den Tfzf und übergibt Wagenliste oder Zugdatenzettel
159
Was gilt für die Vorbereitezeit in Wien Hbf und Wien Meidling?
*ZUB und Betreuer melden sich beim Zgf
* Wagenbereiche werden zugeteilt
* Abweichungen werden dokumentiert
* Zgf meldet Abfahrbereitschaft an den Tfzf
160
Wie wird Abfahrbereitschaft hergestellt?
*Alle Vorbereitungsarbeiten müssen abgeschlossen sein
* Vergleich Wagenlisten bei Übernahme von anderen EVU
* Keine Reisenden in Türräumen
* Warnpfiff geben und Türen rechtzeitig schließen
* Türen und Klapptritte kontrollieren
* Signal „Fertig“ geben, Zustimmung zur Abfahrt abwarten
161
Was tun beim Anfahren?
*Zugmannschaft achtet auf Unregelmäßigkeiten wie offene Türen oder Gefahrensignale
* Abfahrtshindernisse sofort melden
162
Welche Aufgaben haben ZUB während der Fahrt?
*Regelmäßige Kontrollen im Zug
* Beleuchtung einschalten bei Dunkelheit oder im Tunnel
* Potenzielle Helfer unter Reisenden identifizieren
* Wagenanzeigen und Diagnosegeräte prüfen
* Bei Mängeln mit Tfzf abstimmen und Einrichtungen sichern
* Regelmäßige Kontrolle auf Rauchentwicklung in Toiletten
* Sprachdurchsagen anpassen
* Fahrzeuge gegen unbeabsichtigte Bewegung sichern, wenn sie stillstehen
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Was gehört zu den Aufgaben nach der Zugfahrt?
*Letzter Kontrollgang durch den Zug
* Prüfen, ob alle Reisenden ausgestiegen sind
* Fundgegenstände sammeln und übergeben
* Abschluss der Arbeiten dem Tfzf melden
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