1Welche drei Tätigkeiten gehören zur Fahrzeugsicherung?
Entsichern, Kuppeln, Sichern von Fahrzeugen
2Welche Kupplungen müssen bei Zügen verbunden sein?
Alle vorhandenen Kupplungen mit geöffneten Absperrhähnen
3Wie oft werden gegabelte Leitungen verbunden?
Nur einmal
4Wie wird die UIC-Leitung bei Zügen gekuppelt?
Grundsätzlich doppelt
5Wo sind nicht benützte Kupplungen zu verwahren?
In den vorgesehenen Halterungen, Schraubenkupplungen spätestens bei Zugbildung
6In welcher Reihenfolge wird gekuppelt?
1. Schraubenkupplung
2. Hauptluftleitung
3. Hauptluftbehälterleitung
4. Zugsammelschiene
5. Wagenübergänge
6. UIC-Leitung
7In welcher Reihenfolge wird entkuppelt?
In umgekehrter Reihenfolge
8Was wird vor dem Kuppeln der Tfz mit den Absperrhähnen(HBL HLL) gemacht?
Kurz geöffnet zum Ausblasen
9Welche Schraubenkupplung wird beim Kuppeln eines Tfz an Wagen verwendet?
Grundsätzlich die Schraubenkupplung des Wagens
10Welche Kupplung wird als erste verbunden und letzte gelöst?
Die Schraubenkupplung
11Wie müssen Schraubenkupplungen bei Zügen angezogen werden?
Bei waagrechter Spindel und Berühren der Pufferteller so weit wie möglich anziehen
12Wie viele Spindelumdrehungen sind zwischen Reisezugwagen zulässig?
Maximal zwei
13Wie viele Spindelumdrehungen sind zwischen Güterwagen und Tfz zulässig?
Maximal eine
14Wann darf das Signal „Aufdrücken“ verwendet werden?
Beim Entkuppeln zum Langmachen, beim Einhängen im Gleisbogen, beim Anziehen wenn Bestimmungen sonst nicht erreicht werden
(beim an-und entkuppeln)
15Welche Funktion hat die RK 900?
Automatisches Kuppeln und Entkuppeln von Fahrzeugen mit Zug- und Stoßeinrichtung
16Was muss nach dem Kuppeln mit der RK 900 durchgeführt werden?
Eine Gegenzugprobe oder augenscheinliche Prüfung
17Was muss bei RK 900 zusätzlich manuell verbunden werden?
Druckluftleitungen und weitere Leitungen falls erforderlich
18Mit welcher Geschwindigkeit darf bei Mittelpufferkupplung gekuppelt werden?
1 km/h
19Wann wird eine Übergangskupplung verwendet?
Zum Verbinden von Triebwagen/Triebzug mit Lok (z.B. Abschleppen)
20Was muss beim Ziehen mit Übergangskupplung beachtet werden?
Das Auflaufen des geschleppten Fahrzeugs beim Bremsen muss vermieden werden
21Wie werden Doppelstockwagen untereinander gekuppelt?
Unter Aufdrücken, Distanzhülsen verhindern zu straffes Kuppeln
22Welche Kupplung wird beim Kuppeln eines Tfz mit Doppelstockwagen verwendet?
Die Kupplung des Tfz oder Wagens anderer Bauart
23Welche Leitungen sind bei Doppelstockwagen zu verbinden?
Alle doppelt
24Wie werden UIC-Leitungen im Wagenzug gekuppelt?
Grundsätzlich doppelt
25Wann reicht eine einfache Verbindung der UIC-Leitung?
Zwischen Wagenzug und Tfz, wenn kein Wendezug
26Wann müssen beide UIC-Leitungen verbunden werden?
Beim Wendezug und Tandembetrieb mit wendezugfähigen Tfz
27Wann darf eine UIC-Leitung getrennt werden?
Erst nach Aufforderung durch den Tfzf
28Wie sind nicht verwendete UIC-Kabel zu verwahren?
In der Blinddose, Blinddosen ordentlich verschließen
29Welche Störungen sollen bei UIC-Kabeln verhindert werden?
Feuchtigkeit, Eis, Schnee oder sonstige Verschmutzungen
30Welche Vorschrift gilt für die elektrische Zugheizung?
ZSB 36
31Welche Spannung und Frequenz wird für die elektrische Zugheizung verwendet?
1000 V
32Wofür dient die Zugsammelschiene?
Zur Versorgung des Wagenzuges mit Energie
33Wie wird die Zugsammelschiene gegen unbefugtes Öffnen gesichert?
Mit dem RIC-Heizschlüssel
34Wer darf die elektrische Zugheizung bedienen?
Nur fachkundige und unterwiesene EVU-Mitarbeiter
35Wer darf bei Gefahr die elektrische Vorheizanlage ausschalten?
Jeder, durch Betätigen der Aus-Taste am Heizständer
36Was ist die Aufgabe der Kupplungsdose?
Aufnahme des Kupplungssteckers, Sicherung mit Deckel (Feder oder Eigengewicht)
37Was ist die Aufgabe des Kupplungssteckers?
Verbindung der Leitung, Schutz des Steckkontakts, Einhängen in Blinddose
38Wo befindet sich die Blinddose und wozu dient sie?
Oberhalb des rechten Puffers, zur geschützten Verwahrung des Kupplungssteckers
39Was ist beim Verwahren eines Heizsteckers in der Blinddose zu beachten?
Er steht unter Spannung
40Welchen Auftrag müssen kuppelnde Mitarbeiter vor dem Kuppeln der Zugsammelschiene geben?
Den Auftrag zum Ausschalten der Zugsammelschiene („Heizung aus“)
41Welche Handlungen folgen nach dem Ausschalten der Zugsammelschiene?
E-Tfz: Stromabnehmer senken
V-Tfz: Heizdiesel abstellen
Vorheizanlage: Kupplung trennen und Signal entfernen
42Wie lautet die Meldung nach erfolgreichem Ausschalten der Zugsammelschiene?
„Heizung ist aus“
43Wann darf die Zugsammelschiene wieder eingeschaltet werden?
Erst nach Auftrag „Heizung ein“ durch alle, die die Ausschaltung verlangt haben
44Was muss ein E-Tfzf beim Einschalten tun?
Stromabnehmer heben und Zugsammelschiene einschalten
45Was muss ein V-Tfzf beim Einschalten tun?
Heizdiesel starten und Zugsammelschiene einschalten
46Was macht der Bediener einer Vorheizanlage beim Einschalten?
Signal anbringen, Heizständerkupplung verbinden, Heizschalter einschalten
47Wer darf im Gefahrfall einen Ausschaltauftrag geben?
Jeder Mitarbeiter
48Was muss bei Störungen in der Verständigung mit dem Tfzf gemacht werden?
Aufträge dürfen von anderen befugten Mitarbeitern übermittelt werden
49Wie werden Fahrzeuge mit defekter Zugsammelschiene gesichert?
Kabel in Blinddose, Kupplungsdosen unbenutzbar, Muster R3 und Muster K anbringen
50Wo sind die Muster R3 Zettel anzubringen?
Auf allen 4 Ecken des Fahrzeuges in der Nähe der Kupplungsdosen
51Wer ist für die Sicherung stillstehender Schienenfahrzeuge zuständig?
Der Mitarbeiter, der die Fahrzeuge abstellt
52Wer ist für die Sicherung von Lokomotiven und Triebfahrzeugen zuständig?
Der Tfzf
53Wann müssen endgültig abgestellte Fahrzeuge gesichert werden?
Sofort
54Welche Sicherungsmittel sind zulässig?
Hemmschuhe, Feststellbremsen, Druckluftbremse (unter Bedingungen)
55Welche Tauglichen Feststellbremsen gibt es?
Handbremse
Federspeicherbremsen
56Welche Sicherungsmittel sind nicht zulässig?
Andere Einrichtungen außer den genannten
57Unter welchen Bedingungen darf die Druckluftbremse zur Sicherung verwendet werden?
Mind. 5 gebremste Fahrzeuge (bei Triebzügen 3), aus Zugfahrt kommend, mit Vollbremsung eingebremst, Sicherung binnen 1h mit Handbremsen/Hemmschuhen
58Muss das Sichern mit der Druckluftbremse mit jemanden abgesprochen werden?
Ja mit dem Fahrdienstlieter
59In welchen Fällen darf die Sicherung mit der Druckluft angewendet werden?
- bei Tfz Wechsek wennn diehc dieses bereits in der BS befindet
- Beim stürtzen von Zügen mit anderem Tfz,wenn sich dieses bereits in der betreffenden Bs befindet
60Welcher Wert wird als erforderliche Festhaltekraft herangezogen?
Der jeweils höhere Wert aus den beiden Berechnungen
61Wie wird die Festhaltekraft angegeben?
In Kilonewton (kN)
62Mit welchen Mitteln wird die Festhaltekraft aufgebracht?
Feststellbremsen (Handbremse, Federspeicher) oder Hemmschuhe
63Wie sind Hemmschuhe in Neigungen bis 2,5‰ zu verwenden?
Richtung Steigung und Richtung Gefälle
64Wie wird die Wirkung eines Hemmschuhs berechnet?
Gewicht/Achsenanzahl × 2, max. 40 kN pro Hemmschuh
65Was passiert, wenn die erforderliche Festhaltekraft nicht erreicht wird?
Zusätzliche Hemmschuhe bei schwersten Schienenfahrzeugen unterlegen
66Wann darf eine Feststellbremse nicht für Festhaltekraft angerechnet werden?
Wenn ein Hemmschuh unter derselben Achse liegt
67Welche Meldungen müssen dem Tfzf bei Nichterreichung der Festhaltekraft gegeben werden?
Dass Festhaltekraft nicht ausreicht, welche Fahrzeuge zusätzlich gesichert werden, Anzahl Hemmschuhe pro Fahrzeug
68Was gilt bei Neigungen >20‰, wenn nur Hand- oder Federspeicherbremsen genutzt werden?
Zusätzlich 2 Hemmschuhe Richtung Gefälle, diese zählen nicht zur Festhaltekraft
69Welche vereinfachten Regeln gelten für Neigungen 0‰ bis 2,5‰?
Je 200 m Wagengruppe 2 Hemmschuhe Richtung Gefälle und Steigung
70Welche vereinfachten Regeln gelten für Neigungen 2,5‰ bis 5‰?
Je 200 m Wagengruppe 3 Hemmschuhe bei den schwersten Fahrzeugen, Sicherung Richtung Steigung darf entfallen
71Welche vereinfachte Regel gilt für Neigungen >5‰ bis 10‰?
Für je 6 Achsen ein Hemmschuh bei den schwersten Fahrzeugen, Mindestanzahl aus 0–2,5‰ darf nicht unterschritten werden
72Welche vereinfachte Regel gilt für Neigungen >10‰ bis 15‰?
Für je 4 Achsen ein Hemmschuh bei den schwersten Fahrzeugen, Mindestanzahl aus 0–2,5‰ darf nicht unterschritten werden
73Wann dürfen Schienenfahrzeuge abgekuppelt werden?
Erst nach Meldung „Verschubteil/Schienenfahrzeuggruppe/Zug … gesichert und grenzfrei“ durch den Sichernden an den Verschubleiter
74Wer meldet den Vollzug der Sicherung an den Verschubleiter?
Die beauftragten Mitarbeiter
75Was passiert, wenn der Sichernde auch der Abkuppelnde ist?
Vor dem Abkuppeln muss Meldung an den Verschubleiter erfolgen
76Wann darf die Meldung an den Verschubleiter entfallen?
Wenn mit Druckluft gesichert oder wenn der Verschubleiter selbst die Fahrzeuge sichert
77Wann darf die Sicherung stillstehender Fahrzeuge aufgehoben werden?
Nach Ankuppeln an ein Tfz und Entfernen aller Hemmschuhe/Feststellbremsen
78Wie lautet die Meldung zur Aufhebung der Sicherung?
„Sicherung für Zug … auf Gleis … aufgehoben“
79Was bedeutet „grenzfrei abstellen“?
Schienenfahrzeuge befinden sich dauerhaft innerhalb der Grenzmarken, vor freizuhaltenden Übergängen oder Signalen
80Wie wird beim Abstellen aus einer Zugfahrt die Grenzfreiheit gesichert?
Durch Abstand zu Einbauten oder Hemmschuhe gegen die Streckrichtung
81Was ist zu tun, wenn Schienenfahrzeuge vom Tfzf selbst abgekuppelt werden?
Grenzfrei und gesichert abstellen, Meldung an Fahrdienstleiter
82Wann entfällt die Meldung an den Fahrdienstleiter bei Abstellen von Zügen?
Bei Teilung von vereinigten Zügen, wenn alle Teile als Züge weiter verkehren
83Wozu dienen Hemmschuhe?
Zum Sichern stillstehender Schienenfahrzeuge gegen unbeabsichtigte Bewegung.
84Wo sind Hemmschuhe grundsätzlich anzulegen?
An der Verschieberseite am Rad.
85An welchen Radsätzen ist mit dem Anlegen zu beginnen?
Jeweils bei den äußersten Radsätzen der ausgewählten Fahrzeuge.
86Wann dürfen andere Radsätze unterlegt werden?
Wenn Fahrzeuge oder Gruppen davon abweichend gesichert werden müssen.
87Darf innerhalb eines Drehgestells aufgelegt werden?
Nein, außer wenn es bauartbedingt nicht anders möglich ist (z. B. Sonderfahrzeuge, Tfz, Steuerwagen).
88Welche Achsen dürfen nicht unterlegt werden?
Die nächstgelegenen Achsen zu Drehscheiben, Schiebebühnen, Gleisbrücken und Sperrschuhen.
89Wo entfalten Hemmschuhe ihre größte Wirkung?
Bei den schwersten Schienenfahrzeugen.
90Wann sind Hemmschuhe bevorzugt zu verwenden?
Bei den schwersten Schienenfahrzeugen im Zug oder in der Gruppe.
91Was ist ein sperrbarer Hemmschuh?
Ein Hemmschuh mit Sicherungsvorrichtung, die ein unbeabsichtigtes Entfernen verhindert.
92Wo müssen sperrbare Hemmschuhe verwendet werden?
In unbesetzten, nicht fernbedienten Betriebsstellen sowie in Bahnhöfen während Dienstruhe auf Gleisen ohne Schutzweichen oder Sperrschuhe.
93Welche Fahrzeuge sind von der Pflicht zu sperrbaren Hemmschuhen ausgenommen?
Lokomotiven, Triebwagen/Triebzüge und Wendezüge.
94Wo sind sperrbare Hemmschuhe anzulegen?
An den äußersten Fahrzeugen nach außen.
95Wer kann zusätzlich die verpflichtende Verwendung regeln?
Die Betriebsstellenbuch (Bsb) kann in fernbedienten oder besetzten Betriebsstellen zusätzliche Pflichten festlegen.