1Was wird bei der Bremsberechnung aufgerundet?
- Ladungsgewicht
- Wagenzuglänge
- Wagenzuggewicht
2Was wird bei der Bremsberechnung abgerundet?
- Bremshunderttel
- Festhaltekraft
3Wo findet man Informationen zur Neigung?
- Streckenliste
- Bsb
4Wo findet man den Dauerbremszettel des RJ?
IMS Dokumente
Suchbegriff: Richtlinie
5Wo findet man den Dauerbremszettel des RJ?
IMS Dokumente
Suchbegriff: 4011/40011
6Ab wan gilt ein P als Abweichung der 32 ax Regel?
- Wenn ein ausländischer Wagen sich im Zugverband befindet
- wenn es ein echtes P ist = keine rote Anschrift
7Gilt eine Gleitschutzstörung als Abweichung der 32 ax Regel?
Bei nur inländischen Wagen im zugverband nein
Bei einem ausländischen Wagen im Zugverband ja
8Was ist der Grundsatz der PV AG für Zugfahrten?
Größtmögliche technische und betriebliche Sicherheit für Zugfahrten sicherstellen.
9Welche Sicherheitshierarchie ist bei Türsystemen einzuhalten?
- Seitenselektive Türsteuerung (TBS)
* Zentrale Türsteuerung (TB0)
* Zentrale Schließeinrichtung ("TB5")
10Was ist die seitenselektive Türsteuerung?
Eine zentrale Türsteuerung mit der Zusatzfunktion, die Freigabe der Türen auf eine bestimmte Fahrzeugseite zu beschränken.
11Was ist die zentrale Türsteuerung?
Ein System, bei dem Türen von einer Stelle aus geschlossen, freigegeben und ggf. verriegelt werden.
12Was ist die zentrale Schließeinrichtung?
Ein System, bei dem alle Außentüren von einer Stelle aus geschlossen werden.
13Wer bedient die zentrale Türsteuerung?
Grundsätzlich der Triebfahrzeugführer (Tfzf) des führenden Fahrzeugs.
14Was muss bei Halten ohne planmäßigen Fahrgastwechsel erfolgen?
Die Zugmannschaft weist die Reisenden per Durchsage an, die Türen geschlossen zu halten.
15Welche zusätzlichen Funktionen hat eine taugliche seitenselektive Türsteuerung (TBS)?
- Zentrale Steuerung der Türen
* Möglichkeit, die freizugebende Seite zu wählen
16Welche technischen Varianten der seitenselektiven Türsteuerung gibt es?
- ÖBB TBS
* LAT
* SSTF
* Türsteuerung SBB
17Welche Fahrzeuge der PV AG sind mit ÖBB TB S ausgerüstet?
* Wendezugsteuer- und -zwischenwagen (80-73, 21-73, 84-73)
* Fernverkehrswagen mit Anschrift „TB 0 / ÖBB TB S“
* Fernverkehrswagen für Nachtverkehr nach Italien mit „TB 0 / ÖBB TB S / LAT“
* Autotransportwagen DDm (mit Grünschleife)
18Welche ÖBB-Triebfahrzeuge sind TB S-fähig?
-1142
-1144
-1016
-1116
-1216
- 1293
-2016
-sowie Steuerwagen 86-33 und 80-73.
19Wie wird die seitenselektive Türsteuerung überprüft?
- Schließbefehl vom letzten besetzten Wagen mit Schaffnerschalter
* Meldung „ÖBB Türsteuerung aktiv“ an Tfzf
* Kontrolle gelber Meldelampe („Grünschleife“)
* Freigabe einer Seite durch Tfzf („Türen links/ rechts frei“)
* Kontrolle, ob Türen korrekt verriegelt/freigegeben sind
* Abschlussmeldung „Seiten in Ordnung“
20Wann gilt die Grünschleife innerhalb des Wagenzuges als überprüft?
Wenn die Überprüfung vom besetzten Führerstand des Steuerwagens durchgeführt wurde.
21Welche Meldung zeigt eine gestörte Grünschleife an?
Wenn die gelbe Meldelampe nicht leuchtet, obwohl eine Tür offen ist.
22Was ist die Maßnahme bei gestörter Grünschleife?
Prüfen, ob ein weiterer Zugschluss eingeschaltet ist. Falls nicht: Türsteuerung als gestört ansehen und deaktivieren.
23Wann ist die seitenselektive Türsteuerung verpflichtend zu verwenden?
Wenn alle Fahrzeuge des Zugverbandes ÖBB TB S-fähig sind.
24Wann schaltet der Tfzf die Türsteuerung unaufgefordert ein?
Bei Wendezügen und bei Zugbildungen „Tfz – Steuerwagen – Wagenzug“ ausschließlich mit TB S-fähigem Material.
25Wie wird das Schlusssignal gehandhabt, wenn es vom Fst nicht aktiviert werden kann?
Es muss manuell geschaltet werden (bei Wendezügen und Lokzügen).
26Wann erlischt die Türkontrolllampe (gelb)?
Wenn alle Außentüren geschlossen und verriegelt sind.
27Was geschieht bei einer Störung der seitenselektiven Türsteuerung?
- Zugmannschaft führt Fehlersuche durch
* Wenn Störung nicht behoben wird → Deaktivierung durch Tfzf
* Weiterfahrt evtl. mit TB 0
28Was ermöglicht die Funktion „Wendebahnhof“ bei ÖBB TB S?
Nach Führerstandsdeaktivierung wird nur die Bahnsteigseite freigegeben, die andere bleibt blockiert.
29Wo wird das System LAT eingesetzt?
Nur in Italien bei Lok-/Klassen-Zügen mit nicht ÖBB TB S-fähigem Tfz.
30Wann muss ein Auftrag zum Einschalten der Türstuerunggegben werden?
kein Steuerwagen: Türsteuerung EIN ohne Auftrag
mit Steuerwagen: Türsteuerung EIN mit Auftrag
31Was sind die häufigsten Probleme wenn die Türsteuerung nicht fuktionieren sollte?
- Schluss nicht eingeschaltet
- Stirntüren nicht geschlossen
- UIC-Kabel feht/ nicht verbunden
32Welche Grundregel gilt bei der Zugvorbereitung?
Sicherheitsrelevante Aufgaben sind durch qualifizierte Mitarbeiter durchzuführen, um die höchste Sicherheit für Reisende und Werte zu gewährleisten.
33Wer ist Ansprechpartner für betriebliche Aufträge und Infos?
Der Triebfahrzeugführer (Tfzf) des führenden Triebfahrzeugs.
34Was ist die wichtigste Pflicht für Betriebsbedienstete?
Eine sichere und ordnungsgemäße Durchführung des Eisenbahnbetriebes.
35Welche Aufgaben hat der ZUB zu Beginn der Meldezeit?
- Anmeldung im ZUB-Device
* Kenntnisnahme und Bestätigung offener IMS-Dokumente
* Bereitstellung von Unterlagen, Dienstanweisungen und Streckenlisten auf dem ZUB-Device
* Informationen über Änderungen und Aushänge einholen
* Kontrolle sicherheitsrelevanter Ausrüstung auf Vollzähligkeit und Funktion
36Welche Aufgaben hat der ZUB in der Vorbereitungszeit?
- Beim Zugführer melden (Betreuer, fahrgastfahrender ZUB)
* Einteilung der Wagen- und SRK/NBÜ-Bereiche durch den Zugführer
* Zuweisung von Servicemitarbeitern und Tfzf
* Wagenliste mitführen (elektronisch oder ausgedruckt, je nach Einsatzgebiet)
* Internationale Wagenlisten bei grenzüberschreitenden Zügen in Papierform mitführen
* Überprüfung der Wagenliste und Fahrzeugdaten
* Festgestellte Mängel melden (an KL oder INFRA)
* Bremsberechnung durchführen und Bremsprobemeldung einholen
37Welche sicherheitsrelevanten Prüfungen muss der ZUB in der Vorbereitungszeit durchführen?
- Kuppelzustand und Verschlüsse kontrollieren
* Funktion von Türen, Klapptritten und Übergängen prüfen
* Energieversorgung, Beleuchtung und Bremsen überprüfen
* Schlusssignal kontrollieren
* Sichtkontrolle auf Hindernisse und offensichtliche Mängel
* Feuerlöscher und Notfallhämmer prüfen
* Plombierung der Türnotentriegelung prüfen
* Graffiti oder Verschmutzungen dokumentieren
* Abweichungen in ZUMBER erfassen
38Welche Schritte gehören zum Abschluss der Zugvorbereitung?
- Abschlussarbeiten melden (an Tfzf)
* Wagenliste oder Zugdatenzettel übergeben
* Gegebenenfalls Dauerbremszettel verwenden
* Abstimmung über Bremsprobemeldung (außer bei Triebwagen, Triebzügen, Wendezügen)
39Wie läuft die Zugvorbereitung in Wien Hbf und Wien Meidling ab?
- Melden des Betreuers und fahrgastfahrenden ZUB beim Zugführer
* Zuweisung der Wagenbereiche
* Zuweisung der Servicemitarbeiter
* Kontrolle der ZUB-LA auf Abweichungen
* Meldung von Abweichungen in ZUMBER
* Zugführer meldet Abfahrbereitschaft an den Tfzf
40Welche Aufgaben gehören zur Herstellung der Abfahrbereitschaft?
- Arbeiten der Vorbereitungszeit abschließen
* Vergleich der Wagenlisten bei Übernahme von anderen EVU
* Jeder MA hält sich im Wagenbereich bereit für das Signal „Fertig“
* Kontrolle, dass keine Reisenden in Türräumen stehen
* Warnpfiff geben
* Türen rechtzeitig schließen und Klapptritte einfahren
* Abfahrtszeit beachten
* Signal „Abfahrbereit“ in Richtung des Abfertigenden weitergeben
* Zustimmung zur Abfahrt durch Infrastrukturbetreiber einholen
41Was kontrolliert die Zugmannschaft beim Anfahren?
- Geschlossene Türen
* Auf- oder Abspringen von Personen
* Gefahrensignale
* Abfahrtshindernisse
42Welche Aufgaben hat der ZUB während der Fahrt?
- Mehrmals durch die zugewiesenen Wagenbereiche gehen
* Beleuchtung bei Dunkelheit/Tunnel einschalten
* Potenzielle Helfer unter Reisenden identifizieren
* Leitung bei außergewöhnlichen Ereignissen übernehmen
* Wagenanzeigen und Diagnosegeräte kontrollieren
* Mängel mit ZUMBER melden
* Defekte Einrichtungen kennzeichnen und sichern
* Nach Bränden Brandursachenbefundung veranlassen
* Rauchkontrolle in Toiletten durchführen
* Lautsprecherdurchsagen an Landesprache anpassen
* Fahrzeuge gegen unbeabsichtigte Bewegungen sichern
43Welche Aufgaben hat der ZUB nach der Zugfahrt?
- Letzter Kontrollgang durch den Zug
* Kontrolle, ob alle Reisenden ausgestiegen sind (inkl. WC)
* Fundgegenstände einsammeln und abgeben
* Reservierungen entfernen
* Abschlussmeldung an den Tfzf
* Abweichungen in ZUMBER erfassen
44Was beschreibt die Streckenliste?
Sie listet die Strecken des Infrastrukturbetreibers mit den Betriebsstellen entlang der Strecke von Anfang bis Ende (Richtung 1) und umgekehrt (Richtung 2).
45Wie kann man anhand der Streckennummer im Buchfahrplan die gefahrene Strecke feststellen?
Die fünfstellige Streckennummer auf den Belastungstafeln zeigt, welche Strecken ein Zug am Regelweg oder auf Alternativstrecken befährt.
46Welche Bedeutung hat die Streckenliste?
- Systemunterstützte Fahrtvorbereitung
- Zugvorbereitung
- Hilfe während der Fahrt (z. B. Art der Zustimmung zur Abfahrt)
- Ständig mitzuführen, da offlinepflichtiges Dokument
47Welche Angaben enthält die Streckenliste für das Fahrpersonal?
Alle für Zugmannschaften und Kl-Führer erforderlichen Angaben über Besonderheiten der Strecke.
48Wie werden örtliche Besonderheiten, die nicht in der Streckenliste stehen, bekanntgegeben?
Durch den Fahrdienstleiter an die betroffenen Zugmannschaften und Kl-Führer.
49Wie ist die Streckenliste zeitlich organisiert?
Gültig in Intervallen entsprechend internationalen und nationalen Fahrplanwechseln, für festgelegte Zeiträume im Fahrplanjahr.
50Was ist eine Streckennummer?
Eine eindeutige fünfstellige Nummer, bestehend aus Kilometersystemen und ein- oder zweigleisigen Strecken(-abschnitten).
51Wie sind die Angaben in der Streckenliste dargestellt?
Aufsteigend entlang des Streckenverlaufs vom Anfang zum Ende.
52Wie werden Betriebsstellen mit Gültigkeit nur in einer Richtung dargestellt?
Mit Richtungspfeil (z. B. Sbl nur in FR 2 gültig).
53Was ist das Streckentitelblatt?
Streckenliste mit Streckennummer, Bezeichnung und Abschnittsinformationen.
54Welche Basisangaben enthält jedes Streckentitelblatt?
- Streckenausrüstung (E-Betrieb, PZB, LZB, ETCS)
- Angabe der Streckenklasse
55Was bedeutet die Angabe der Streckenklasse im Titelblatt
Nur Fahrzeuge mit Streckenklasse ≤ der Strecke dürfen dort verkehren.
56Welche weiteren Angaben können im Streckentitelblatt enthalten sein?
- Streckenabschnitte mit Betriebsart/Fahrordnung
Fernbedienbereich + zugehöriger Bahnhof
Zugleitbetrieb + Zugleitbahnhof
BFZ-Bereiche
Eingabestelle für RBC
NBÜ-Bereiche
Steilstrecken, Schutzstrecken
Tunnel (ab 1000 m)
Fehlerprofile (ab 100 m)
Streckenfunk, Ortsfunk
Triebfahrzeugfahrordnung
Allgemeine sonstige Infos
57Welche Spalten enthält die Streckenliste zwischen zwei Bahnhöfen?
- Spalte 1: MBH (fett), Grad (kursiv)
Spalte 2: Kilometer der Betriebsstelle
Spalte 3: Bezeichnung der Betriebsstelle (ggf. mit Richtung) + Art der Zustimmung zur Abfahrt
Spalte 4: Gleislängen
Spalte 5: Bahnsteiglängen
Spalte 6: Bemerkungen
58Wie wird die Zustimmung zur Abfahrt in der Streckenliste dargestellt?
- Durch Einträge in Spalte 3 je nach Betriebsart:
KEIN Eintrag = Zustimmung über Hauptsignale, Signalnachahmer, Vorsignale, Schutzsignale oder Signal „ZUSTIMMUNG“
„FE“ = Zustimmung über Erlaubnissignal im vereinfachten Fernbedienbereich
„ZL“ = Zustimmung im Zugleitbetrieb durch mündliche/fernmündliche Fahrerlaubnis
„MA“ = Zustimmung bei Gruppensignalen durch Mitarbeiter des Betriebsdienstes
„Mdl“ = Zustimmung in Bahnhöfen ohne AS mündlich/fernmündlich
Bei mehreren Möglichkeiten: Symbole mit „+“ kombiniert (z. B. +FE)
59Im Fernbedienbereich erfolgt die Zustimmung zur Abfahrt durch das Signal „ERLAUBNISSIGNAL“.
60Was gibt Spalte 4 (Gleislängen) an
Signalabhängige Länge des längsten Hauptgleises (außer durchgehendes Hauptgleis), mit Richtungsangabe.
61Was gibt Spalte 5 (Bahnsteiglängen) an?
Länge des längsten signalmäßig befahrbaren Bahnsteiges je Richtung.
62Was enthält Spalte 6 (Bemerkungen)?
Zusatzinfos zu Spalten 3–5, z. B. Rufnummern bei P-GSM, Symbole für Besonderheiten (z. B. Abfertigungsanlage, grenzfreie Einfahrt, Rückfallweichen, Haltepunkt am bestimmten Gleis).
63Welche zusätzlichen Einträge gibt es in Spalten 4/5/6 (blau)?
Besonderheiten zu Gleis- oder Bahnsteiglängen, z. B. „Bahnsteig außer Betrieb“, „LOK +20 m“.
64Wie ist die größtmögliche Zuglänge ersichtlich?
Aus der Streckenliste oder der Betriebsstellenbeschreibung (BSB).
65Wann gilt ein Zug als überlang?
wenn nicht alle mit Reisenden besetzten Wagen am Bahnsteig Platz finden (abgesperrte Wagen zählen nicht).
66Welche Maßnahmen muss ein EVU bei überlangen Personenzügen treffen?
- Tfzf per Zub-Auftrag (falls erlaubt) zum Vorziehen über Bahnsteigende verständigen
- Reisende auffordern, zum Aussteigen in andere Wagen zu gehen
- Notfalls betroffene Wagen leer und abgesperrt führen

67Welche Angaben zu überlangen Zügen stehen in der Streckenliste?
- Spalte 4: längstes Gleis (außer durchgehendes Hauptgleis), ggf. getrennt nach Richtung
Spalte 5: längster befahrbarer Bahnsteig je Richtung (ein Wert = beide Richtungen)
Spalte 5: Angabe, ob Vorziehen über Bahnsteigende hinaus möglich ist, inkl. zulässiger Vorzieh-Länge
68Wer verständigt die Zugmannschaft, wenn ein kürzerer Bahnsteig befahren werden muss?
Der Fahrdienstleiter.