1Was schaffte John Rawls?
Er schaffte einen Neuentwurf der Gerechtigkeit für eine Demokratie (Gerechtigkeit als Fairness)
2Von wem wurde Rawls beeinflusst?
- der Liberalismus von Adam Smith
- die Gesellschaftsvertragstheorien von Thomas Hobbes
-> John Rawls „Gerechtigkeit als Fairness“ wurde von beiden beeinflusst
3Was ist die Grundaussage der „Gerechtigkeit als Fairness“?
FREIE und GLEICHBERECHTIGTE BÜRGER treffen eine ÜBEREINKUNFT, die VON ALLEN AKZEPTIERT wird und VERNÜNFTIG BEGRÜNDET werden kann.
Hier sind die festgelegten BEDINGUNGEN sehr wichtig!!!
4Was sind die 2 Grundfragen von John Rawls Gerechtigkeit?
1. Wie sollen gesellschaftliche Institutionen funktionieren?
2. Wie werden Güter, Chancen und gesellschaftliche Positionen verteilt?
-> Chancen für alle Begabten und Motivierten
-> Chancengleichheit = Bedingung, v.A. gleiche Bildungschancen
5Was versteht man unter Rawls Gedankenexperiment?
die Vorstellung eines URZUSTANDS
wir abstrahieren von unserer gesellschaftlichen Stellung
-> wie hinter einem „SCHLEIER DES NICHTWISSENS“
Frage: Welche GÜTERVERTEILUNG würden wir / alle in diesem IMAGINÄREN Urzustand für gerecht halten?
6Was sind Rawls 3 Prinzipien?
1. größtmögliche Freiheit
2. Wenn Ungleichheit existiert, dann soll sie denen in der Gesellschaft zugute kommen, denen es am schlechtesten geht -> Differenzprinzip
3. Vermeiden von Vermögenskonzentration durch Umverteilung
7Welche Kritik kann man an Rawls äußern?
- Menschenbild möglicherweise falsch: Menschen sind (in Wirklichkeit) nicht so ungebunden und verhalten sich nicht so rational, wie er annimmt.
- Sein Gedankenexperiment funktioniert nicht wirklich, es ist schwer, Distanz zu seiner eigenen gesellschaftlichen Position herzustellen.
- Seine Theorie setzt eine hohe Kooperationsbereitschaft voraus, die nicht alle gesellschaftlichen Gruppen voraussetzen (haben).
8Durch wen wird Rawls Modell weiterentwickelt?
Die Weiterentwicklung seines Modells und Kritik an seinen Vorschlägen werden vor allem von VERTRETERN DES KOMMUNITARISMUS gemacht